MOBILE

Mobile im E-Commerce richtig einsetzen

30. April 2014 (hc)

Kenshoo und Yahoo haben gemeinsam eine Studie unter dem Namen „The Mobile Opportunity Gap“ veröffentlicht, die sich mit der Wirkung und der Rolle des mobilen Kanals im Kaufprozess beschäftigt. Die Studie kommt zum Schluss, dass im M-Commerce viel Potential brachliegt, weil die Online-Händler sich derzeit durch den geringen Umsatz abschrecken lassen. Die Stärke von Mobile liegt aber in der Beeinflussung der Kaufentscheidungsfindung und nicht in der Funktion eines reinen Absatzkanals.

1. Die Kunden nutzen alle Endgeräte immer mehr

Auch wenn eine Produktsuche auf einem mobilen Endgerät anfängt endet sie häufig dennoch auf einem herkömmlichen PC. Kunden geben den Komfort und das größere Vertrauen als Gründe dafür an. Durch das Smartphone gehe die Onlinezeit auf dem PC also keineswegs zurück, viel eher steige sie weiter.

2. Mobiles Internet kommt vor allem bei der Produktsuche zum Einsatz

50 Prozent der Befragten gaben an mehr Zeit im Internet zu verbringen, seit sie ein mobiles Endgerät besitzen. 26 Prozent der Smartphone- und 35 der Tabletbesitzer gaben sogar an, mehr im Internet einzukaufen. Doch so ganz scheint der Verkauf über mobile Endgeräte noch nicht zu klappen. Obwohl Onlinehändler angaben 34 Prozent ihres Searchetats mit Anzeigen auf mobilen Endgeräten auszugeben kamen nur 4 Prozent des Erlöses von selbigen. Kunden, so die Händler, fühlen sich nicht wohl, wenn sie Käufe auf dem Smartphone abschließen. Für Tablets scheint dies hingegen nicht zu gelten.

3. Mobile ist überall

Anders als der Kategorienname „Mobile“ vermuten lässt, wird das Smartphone nicht hauptsächlich außer Haus benutzt, sondern überall. Das heißt, das gerade zuhause, wo die meiste Freizeit verbracht wird besonders viel mit dem Smartphone gesurft wird. Nutzer bevorzugen es zum Stöbern und Suchen überall.

Wo wird das Smartphone benutzt? Grafik: Kenshoo

4. Kunden erwarten mehr von Mobile

Der Kunde erwartet oft mehr von einer mobilen Website als die bloße Anpassung an die Bildschirmgröße. Und auch wenn mobile Werbespendings und Umsätze auseinanderklaffen, dürfen Shopbetreiber den Einfluss von Mobile auf die Kaufentscheidung, die dann am stationären PC ausgeführt wird, nicht unterschätzen.

Zur Studie (Englisch)