SOCIAL MEDIA

Google+ wird für Gebrauchtwagenhändler attraktiver

18. März 2014 (stg)

Social Media gewinnt bei deutschen Gebrauchtwagenhändlern an Bedeutung. Mehr als ein Drittel der Händler (34,7 Prozent) nutzte 2013 entsprechende Plattformen für seine Zwecke. Im Jahr zuvor waren es 33 Prozent. Facebook ist trotz eines kleinen Rückgangs das meistgenutzte Instrument, Google+ verzeichnet den größten Sprung. Das geht aus einer repräsentativen Händlerbefragung von AutoScout24 hervor.

Mit Abstand am meisten genutzt wird Facebook: 94,9 Prozent der Befragten greifen auf diesen Dienst zurück, um auf ihr Angebot aufmerksam zu machen. Allerdings waren es 2012 noch 98,2 Prozent. Google+ hat besonders bei den Gebrauchtwagenhändlern einen Zuwachs an Nutzern zu verzeichnen: 17,7 Prozent der Umfrageteilnehmer haben auf dieser Plattform mittlerweile einen eigenen Auftritt. Im Vorjahr waren es 10,3 Prozent. YouTube konnte ebenfalls zulegen. Twitter und Xing wurden von den befragten Händlern hingegen seltener berücksichtigt als im Jahr 2012.

„Die Händler bauen bei der Nutzung der Google-Dienste Youtube und Google+ vor allem auf die Suchmaschinen-Dominanz von Google. So ist beispielsweise die regionale Präsenz der Autohäuser bei Google Local direkt mit dem Profil von Google+ verknüpft“, erklärt Peter Lorenzen, Vice President Dealer Sales bei AutoScout24.

Markenhändler in Sachen Social Media besonders aktiv

Markenhändler sind gegenüber Social Media aufgeschlossener als freie Anbieter: 45 Prozent der Markenhändler nutzen Facebook & Co. Bei den Freien sind es 24,4 Prozent. Allerdings ist bei den Freien der Anteil der Social Media-Nutzer binnen Jahresfrist um 5,5 Prozentpunkte gewachsen, während er bei den Markenhäusern um 2 Prozentpunkte geschrumpft ist.

Was die Präsentation von Fahrzeugangeboten angeht, hat Social Media insgesamt jedoch an Relevanz verloren. 2013 nutzten nach eigenen Angaben 55,4 Prozent der befragten Händler Facebook, Google+ und andere Plattformen, um ihr Fahrzeugangebot darzustellen. Bei der gleichen Umfrage im Jahr zuvor waren es noch 61,2 Prozent.

„Die Händler haben erkannt, dass sie im Gegensatz zu den Verkaufsplattformen für den Erfolg von Social Media-Kanälen deutlich mehr Zeit investieren und eine klare Strategie verfolgen müssen. Die anfängliche Begeisterung hat daher nachgelassen und es ist eine gewisse Ernüchterung eingetreten“, interpretiert Peter Lorenzen.

Zudem waren die Händler 2013 weniger zufrieden mit ihren eigenen Aktivitäten. So gab rund ein Viertel (24 Prozent) an, mit den eigenen Maßnahmen im Bereich Social Media zufrieden oder gar sehr zufrieden zu sein. Im Vorjahr waren es 32 Prozent. Unzufrieden oder sehr unzufrieden war fast jeder Zehnte (9,1 Prozent). Diese Quote lag 2012 mit 8 Prozent noch etwas niedriger.