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Amazons Day One steht in der Kritik

1. November 2013 (gy)

Selbstständige Buchhändler und Autoren kritisieren Amazons Plan, unbekannte Dichtkunst und Kurzgeschichten in der eigenen Literaturzeitschrift Day One zu veröffentlichen. Day One ist die neue Literaturzeitschrift von Amazon, die einmal in der Woche in digitaler Form erscheint. Sie wird zunächst in englischer Sprache direkt auf Kindle und in Kindle Lese-Apps zu Verfügung gestellt. Bislang beträgt der Preis für eine Jahresabonnement 9.99 US-Dollar. Später soll es dann 19.99 US-Dollar kosten.

Day One wird inhaltlich immer eine Kurzgeschichte und ein Gedicht eines Debütautors aufnehmen. Auch in Auftrag gegebene Cover Art (Neuinterpretationen) von aufstrebenden Künstlern und Illustratoren zählen regelmäßig zum Inhalt einer Ausgabe.

Die erste Ausgabe der Day One wird die Kurzgeschichte „Sheila“ von Rebecca Adams Wright und das Gedicht „Wrought" von Zack Strait beinhalten. Buchverleger Simon Prosser, sieht Day One „definitiv nicht als Konkurrenz“ seiner eigenen Literaturzeitschrift Five Dials, die kostenlos zur Verfügung steht. Er sagt gegenüber dem Guardian: „Eine wöchentliche Literaturzeitschrift mit einer Debüt-Kurzgeschichte und einem Gedicht? Also ich bewundere die Hingabe, denn ihr Ziel, wöchentlich zu veröffentlichen ist sehr ehrgeizig. Die Planung von Five Dials hat uns viel Zeit gekostet und wir bringen diese nur monatlich heraus, allerdings ist sie eine inhaltlich viel größere Publikation.“ Dennoch begrüßt Prosser Amazons unternehmerische Initiative und sagt: „Je mehr Unternehmen versuchen gute Literatur zu verbreiten, desto besser. Ob die Leute gewillt sind für Inhalte dieser Art zu zahlen werden wir sehen“, fügt Prosser hinzu.

Neill Denny, Chief Operating Officer bei Read Petite, einen Abonnementanbieter für Onlinekurzdichtungen äußert sich auch eher positiv: „Es scheint als wenn Amazon junge, hip aussehende Leute für die erste Ausgabe gewählt hat. Das könnte das junge Publikum der Smartphone-Generation anssprechen.“

Quelle: The Guardian

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