ECOMMERCE

Online-Shopping: zu viele Daten beim LogIn

4. September 2013 (stg)

Eine Studie im Auftrag der Identity Security-Anbieter von Ping Identity ergab, dass komplexe Zugangsprozesse und Online-Formulare Kunden abschrecken. Der Großteil der Befragten (80 Prozent) gab an, dass sie darauf verzichten auf bestimmte Seiten zuzugreifen, weil sie die Login-Daten vergessen haben. Fast die Hälfte (48 Prozent) ist bei mindestens zehn Seiten registriert, die Login-Informationen erfordern, fast 30 Prozent bei bis zu 20 Web-Seiten. Etwa 50 Prozent der Befragten haben schon einmal ein Passwort zurücksetzen lassen, mehr als ein Fünftel macht das sogar regelmäßig.

Doch Nutzer ärgern sich nicht nur über die Vielzahl von Login-Daten, die sie sich merken müssen. Die Mehrheit der Befragten (71 Prozent) gab an, dass sie das Ausfüllen von Formularen, die nach persönlichen Informationen der Benutzer fragen schon einmal vorzeitig beendet haben. Für 77 Prozent war der Zeitaufwand dafür nach eigenen Angaben zu groß, 58 Prozent verließen die Seite, da sie die Fragen als zu detailliert empfanden. 50 Prozent hatten einfach nicht die erforderlichen Informationen zur Hand. Ein Fünftel war enttäuscht darüber, dass ihre Daten nicht von einer früheren Eingabe gespeichert worden waren.

„Mehr als die Hälfte der Befragten besucht bis zu fünfmal täglich Online-Shopping Seiten, auf denen sie sich mit einem Passwort einloggen müssen. Diese Barriere könnte die Betreiber dieser Seiten teuer zu stehen kommen“, erklärt Andrew Hindle, Director Worldwide Technical Marketing von Ping Identity. „Kundentreue ist ein Phänomen, das im Netz nicht mehr weit verbreitet ist. Online-Shops, die es Kunden nicht so einfach wie möglich machen, verlieren diese vielleicht für immer. Zugangs- und Zahlungsprozesse müssen maximal verständlich und nutzerfreundlich gestaltet sein. Shop-Systeme sollten sich auf potentielle Kunden einstellen und wiederkehrende Konsumenten in ihrem System abspeichern, um ihnen den Zugang so schnell und einfach wie möglich zu gestalten“, so Andrew Hindle weiter.