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VPAID: Interaktive Videos für mehr User-Engagement

Von Christoph Benning, 30. Juli 2013

VPAIDs (Video Player-Ad Interface Definition) gewinnen immer mehr Freunde in der Werbebranche, denn das Format zieht Nutzer in ihren Bann. VPAIDs transportieren in einem Werbemittel abwechslungsreiche Interaktionsmöglichkeiten, wie zum Beispiel Bonusmaterial zum Download, Video- oder Bildergalerien, Twitter oder Timelines, Gewinnspiele und vieles mehr. Kein Wunder also, dass das Format Spitzenwerte in der Performance erreicht.

Alle Marketingverantwortlichen wünschen sich mehr Engagement mit ihren Werbemitteln. Aber die Klickraten für Standardbanner liegen seit vielen Jahren konstant durchschnittlich bei 0,01 Prozent und lassen sich nur mühsam steigern. Ursachen hierfür gibt es viele, wie zum Beispiel Klickmüdigkeit, langweilig gestaltete Standardbanner oder eine schlechte Platzierung der Werbemittel im nicht sichtbaren Bereich. Abhilfe könnte VPAID schaffen. VPAID ist ein Standard, der vom Digital Video Committee des IAB 2009 entworfen wurde. Im Jahr 2012 wurde der Standard VPAID 2.0 eingeführt. Er definiert die Kommunikation zwischen Video-Player und der darin angezeigten In-Stream-Werbung. Die Entwicklung des Standards soll den Anforderungen von In-Stream-Werbeformaten gerecht werden.

Diese sind zum Beispiel:

-    nichtlineare Videowerbeformate (Video Ads wie Overlay Ads)
-    interaktive Videowerbeformate

Das Ziel des VPAID-Standards ist, Probleme der Kommunikation zwischen dem Video-Player des Publishers und den verschiedenen Adservern zu lösen. Besonders wenn innovative Formate realisiert werden sollen (zum Beispiel nichtlineare und interaktive Werbung), die ein hohes Maß an Kommunikation und Interaktion zwischen dem In-Stream-Ad und dem Video-Player erfordern, bedarf es eines Standards, der den Abstimmungsaufwand mindert und hilft, die Werbemittel schneller zu erstellen und live zu schalten. VPAID-Formate werden heute noch überwiegend in Flash realisiert.

Dass VPAID noch einen kleinen Teil ausmacht, liegt auch daran, dass andere Formate ebenfalls Aufmerksamkeit auf sich ziehen. In-Stream-Videos oder Rich Media mit Video erreichen hervorragende Leistungswerte und auch neue Formate wie Rising Stars (IAB-zertifizierte Formate) bringen neuen Schwung in Online- und mobile Kampagnen. Für VPAID hat DG MediaMind auf dem internationalen Markt aber bereits ebenfalls erstaunliche Leistungswerte gemessen. So erzielten Kampagnen in den Vereinigten Staaten eine Steigerung der Engagementmetriken, die interaktive und Videoelemente beinhalteten. Die Interaction Rate stieg von 2,5 Prozent für Rich Media auf 6,4 Prozent für Interactive In-Stream Video (VPAID), ein Wachstum von 156 Prozent. Ein Trend, der weltweit beobachtet wurde. Global lag der Wert für interaktive In-Stream-Ads bei über 10 Prozent. Für den Benchmark Report 2012 wurden über 600 Milliarden Display Ad Impressions aus 47 Ländern weltweit im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 ausgewertet. (Benchmark Report 2012 http://145124-at-hubspot.per.fm/2012-global-benchmarks/

Interaktiv gestaltete Videowerbemittel weisen zudem den höchsten Anteil an Videos auf, die bis zum Ende gesehen werden. Und dies signalisiert auch, dass der User gewillt ist, sich mit dem Video zu beschäftigen.

Christoph Benning Über den Autor/die Autorin:

Christoph Benning ist Managing Director DG in der DACH-Region. Er verantwortet als Managing Director die Geschäfte der DG Produktunit MediaMind in Hamburg. Zu den Kunden von MediaMind zählen in Deutschland die größten Agenturnetzwerke wie MediaCom, Mindshare, OMD.