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Digitale Neuausrichtung bei Axel Springer

29. Juli 2013 (hc)

Die Axel Springer AG will sich neu ausrichten zugunsten des Digitalgeschäfts. Ende Juli gab ein Sprecher von Axel Springer bekannt, man wolle sich vom französischen Zeitschriften-Verlag PGP trennen. Zu PGP gehören Frauen-, Koch- und TV-Magazine, etwa "Télé Magazine" und "Vie Pratique Féminin". Vorher schon wurden einige deutsche Titel („Hamburger Abendblatt“, die „Berliner Morgenpost“, „Hörzu“) an die Essener Funke-Gruppe verkauft. Den Erlös von knapp einer Milliarde Euro könnte das Verlagshaus nun doch in den Ankauf von scout24 investieren. Die Deutsche Telekom will für die scout24 Gruppe stolze 1,5 Mrd. Euro haben, ein Preis, den Springer bisher nicht gewillt war zu zahlen. Einige Finanzinvestoren bekundeten nun auch ihr Interesse.

Hauptaktionärin Friede Springer kommentiert den Verkauf von PGP gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" so: „Auch wenn ich die Entwicklung des Marktes sehe und die logischen Konsequenzen, die sich daraus für uns als Zeitungshaus ergeben, fallen mir solche Entscheidungen ungemein schwer.“ Die beiden Marken Bild und Welt sollen hingegen sowohl im Print, wie auch im Onlinebereich weiter ausgebaut werden. Friede Springer: "Solange ich als Mehrheitsaktionärin hier etwas zu sagen und mitzubestimmen habe, werden die Welt- und die Bild-Gruppe nicht angetastet."