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SEARCH MARKETING

Gravierende Änderungen durch Googles „Keyword Planer“

19. Juni 2013 (jvr)

Die bisherigen Tools “Keyword Tool” und “Traffic Estimator” sollen in einem neuen Tool namens “Keyword Planer” zusammengeführt werden. Dahinter steckt der Versuch, die Recherche nach dem passenden Keyword einfacher und effizienter zu gestalten. Searchmarketing-Experten wie Markus Hövener von der Online-Marketing-Agentur Bloofusion sprechen von gravierenden Veränderungen für die Advertiser.

„Der Keyword Planer ist nun in den ersten deutschen AdWords-Konten aufgetaucht. Dass somit auch das Keyword Tool aus der AdWords-Oberfläche verschwindet, ist wohl sicher. Google hat das Ende der Tools für Mitte/Ende Juli angekündigt“, so Markus Hövener, geschäftsführender Gesellschafter und Head of SEO bei der Bloofusion Germany GmbH.Laut Markus Hövener müssen sich Nutzer auf drei wichtige Änderungen einstellen:

  • Übereinstimmungstyp: Der Keyword Planer enthält ausschließlich Statistikdaten für den Übereinstimmungstyp “Genau passend” im Gegensatz zum Keyword Tool, in dem man die Suchvolumina für “Weitgehend passend”, “Exakt passend” oder “Wortgruppe” bestimmten lassen konnte.
  • Die Zahlen sind nicht 1:1 übertragbar: Wenn man die Zahlen mit dem Übereinstimmungstyp „Genau passend“ von Keyword Planer und Keyword Tool vergleicht, wird man feststellen, dass die Zahlen abweichen. Das liegt daran, dass im Keyword Planer nun auch Tablets und Mobiltelefone in die Statistik reinzählen, ohne dass die Möglichkeit besteht, diese explizit herauszufiltern.
  • Kopplung an AdWords-Konto: Um den Keyword Planer zu nutzen, muss man im Gegensatz zum Keyword Tool mit einem Google-AdWords-Account eingeloggt sein. Des Weiteren erhält man evtl. in Zukunft auf das eingeloggte Konto abgestimmte Ergebnisse und Schätzungen.
Marcus Hövener

„Insgesamt muss man sagen, dass die Änderungen, die der Keyword Planer mit sich bringt, schon gravierend sind. Die fehlende Option, Tablets und Mobiltelefone in der Statistik auszuschließen, ist schon eine Einschränkung, die ich nicht für zielführend halte. Auch graut mir etwas vor den “customized results”, denn ich als SEO-Berater will gerade keine Daten, die sich auf einen Account beziehen. Es wäre natürlich schön, wenn man das alte Keyword Tool weiter nutzen könnte, aber ich glaube nicht, dass Google uns SEOs diesen Gefallen machen wird“, so Hövener.

Weitere Informationen zur Thematik erhalten Sie bei den Internetkapitänen.