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Trügerische Ruhe nach Googles neuem Penguin-Update

24. Mai 2013 (stg)

Gestern hat Matt Cutts von Google bestätigt, dass das von der SEO-Branche seit langem erwartete Penguin 2.0-Update ab sofort wirksam ist. Laut Google sind rund 2,3% aller US-Suchanfragen betroffen – beim ersten Penguin-Update waren es laut der SEO-Agentur Sistrix noch 3,1%.

Google nennt dieses Update Penguin 2.0, da sie die zugrundeliegende Technologie zur Spam-Erkennung nach eigenen Aussagen deutlich weiterentwickelt und verbessert haben.

Die SEO Agentur Sistrix hat dazu seine Sichtbarkeitsindex-Daten für Deutschland aktualisiert und kann hier einen ersten Blick auf beispielhafte Verlierer von Penguin 2.0 liefern. Dabei sollte im Hinterkopf behalten werden, dass Google bei größeren Updates in den Tagen danach häufig noch an den ganzen Stellschrauben des Algorithmus drehen wird und sich die Werte damit verändern können:

Die Sichtbarkeit wurde bei diesen Seiten am meisten eingeschränkt. Quelle: Sistrix

Eine gesonderte Analyse der Gewinner dieses Updates macht bei derart gelagerten Algorithmus-Updates wohl keinen Sinn, da Google hier explizit gegen Verstöße gegen die Webmaster-Richtlinien vorgehen will und dementsprechend landen die Domains in den SERPs weiter hinten.

Die Auswirkungen von Penguin 2.0 scheinen nach ersten Reaktionen der Branchen geringer zu sein als im Vorfeld angenommen. Starke Veränderungen wie beispielsweise beim ersten Panda-Update sollen sich aber nicht abzeichnen.

Johannes Beus

„Mit Penguin 2.0 hat Google den Grundstein für zahlreiche weitere Updates gelegt: auf der technologischen Basis werden wir in den nächsten Monaten vermutlich noch viele Überraschungen erleben. Beim gestrigen Update hat Google sich offenbar eher zurückgehalten – die Veränderungen in den SERPs sind nicht so stark, wie von vielen befürchtet. Diese vermeintliche Ruhe ist aber trügerisch, da kommt bestimmt noch mehr“, so Johannes Beus, Gründer und Geschäftsführer von Sistrix.