SEARCH MARKETING

Knowledge Graph soll die Google Suche verbessern

5. Dezember 2012 (ts)

Google startet den Knowledge Graph. Das ist ein zusammengefasstes Ergebnis zur eingegebenen Suche am rechten Browser-Rand. Die Kurzzusammenfassung zeigt sofort Schlüsselinformationen zu Dingen, Ort und Menschen an. Google versucht zudem die Bedeutung von mehreren eingegebenen Suchbegriffen nicht nur als Buchstabenfolgen sondern auch semantisch zu erfassen.

Der Google Knowledge Graph greife nicht nur auf öffentliche Datenquellen wie Freebase und Wikipedia zurück, sondern umfasse mehr als 570 Millionen Objekte und mehr als 18 Milliarden Fakten über verschiedene Objekte und deren Queverbindungen zueinander. Zudem berücksichtigt der Graph Bewertungen und ähnliche Suchanfragen anderer Nutzer. Der Knowlede Graph bezieht also im Ergebnis wesentlich ein, was andere User bereits suchten, wofür sie sich interessierten und was sie zusätzlich suchten. Das ist nicht besonders neu, sonderen die  beispielsweise von Amazon oder Netz-Zeitungen bekannte Funktion  "Andere kauften auch", "Andere lasen auch", "meist gelesen".

Was ändert sich? Drei Dinge sind neu in Googles Suchergebnissen. Erstens: Mehrdeutigkeiten eines Begriffs werden auf der Ergebnisseite oben rechts angezeigt. Mit Bild und Verlinkungen. Für den Begriff 'George Bush' beispielsweise taucht sowohl Vater und Sohn mit Wikipedia-Artikel auf. Zweitens werden Lebensdaten von Personen oder wichtige Keyfacts am rechten Rand neben den gewohnten Suchergebnissen angezeigt. Für "Bret Easton Ellis" stünde also folgendes: Geboren: 7. März 1964 in Los Angeles.  Hat geschrieben: American Psycho, Lunar Park. Drittens, was andere User gesucht haben wird ebenfalls sofort angezeigt. In unserem Beispiel wäre das Patrick Bateman, Christian Bale. Auch Verknüpfungen des Suchbegriffs werden sofort angezeigt. Passend hier wären Begriffe wie New York, Christian Kracht, Faserland.

Mehr direkte Ergebnisse in der Googlesuche (Quelle: Google)