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Es hätte "so ein schöner" Datenschutz-Skandal werden können. Hätte Facebook private Nachrichten versehentlich in der Timeline für jedermann sichtbar veröffentlicht. Hat Facebook aber nicht. Daher bleibt es bei einer Medien-Ente.

Facebook hat nichts falsch gemacht. Bei der derzeitigen Umstellung auf die Timeline packte einige Nutzer die Angst. Der Verdacht: wenn man auf der rechten Seite auf die Jahreszahlen klickt, tauchen alle Post von Freunden auf der Timeline auf. Darunten seien aber nicht nur Timeline-Posts, sondern auch private Nachrichten. Ein sensibler Vorwurf.

Aber der Vorwurf ist unbegründet. Bevor es die Chronik gab, verschwanden die Posts irgendwann. Nun werden  alle Einträge chronologisch aufbewahrt. So kommen vergessen geglaubte Posts wieder an die Oberfläche. Manches davon schien den Nutzern so peinlich, dass sie Facebook den schwarzen Peter zuschoben. Das können doch nur private Nachrichten sein.

Bild.de und Techcrunch griffen das Gerücht auf. Während Bild sich zwar nicht festlegte, klangen manche Passagen eindeutig:  "BILD.de-Leser bestätigen diesen Bug in E-Mails und auch in der BILD-Redaktion taucht der Fehler auf. Betroffen sind hauptsächlich Mitteilungen aus 2009 und den Jahren davor." Eine frühere Version eines Techcrunch-Artikels bestätigte den Verdacht.

Jetzt rudert Techcrunch-Autorin Colleen Taylor zurück: "TechCrunch has investigated more, and we have found no evidence that the allegedly exposed posts were actually private messages. Our Facebook specialist Josh Constine found that email receipts show allegedly exposed messages were in fact Wall posts, and the posts do not appear in users’ Facebook Messages inbox."

Damit ist die Sache erledigt. Der Angeklagte hat das letzte Wort: "A lot of the confusion is because before 2009 there were no likes and no comments on wall posts. People went back and forth with wall posts instead of having a conversation [in the comments of single wall post.]“, so ein Facebook-Sprecher gegenüber Techcrunch.



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