Artikel
Games Advertising

Gamification als Marketinginstrument

07.08.2012 | Von adz_hc

Mit der Allgegenwart des Internets, Smartphones, sozialen Netzwerken wie Facebook und Social Games erreichen Spiele heute zu jeder Zeit ein viel größeres Publikum. „Spiele haben eine besondere Macht, Menschen zu motivieren“, erklärt die Berliner Zukunftsforscherin und Wirtschaftswissenschaftlerin Nora Stampfl, „Sie vereinfachen Dinge oder machen sie verlockender.“

Aktuelle Beispiele sind die Smartphone-Apps Zombies, run! und Epic Win. Bei Zombies, run! handelt es sich um eine Motivations-App für Jogger, die beim Sport mit einer spannenden Geschichte unterhalten werden wollen. Als zusätzliche Belohnungen können sie unterwegs virtuelle Gegenstände einsammeln und damit die im Spiel von Zombies belagerte Basis zu Hause erweitern. Epic Win hingegen gamifiziert To-do-Listen. So lassen sich selbst beim Fensterputzen Highscores erzielen.

„Wie fördere ich Beziehungen zwischen Menschen? Durch ein Spiel“, sagt Mario Herger, Innovationsstratege des Software-Riesen SAP und Gamification-Experte. „Nehmen wir FarmVille als Beispiel: Damit kann ich mit meinen Freunden in Kontakt bleiben – es geht nicht hauptsächlich darum, zu gewinnen, sondern um die gemeinsame Unterhaltung, gemeinsames Erleben.“ Diese Spiele zielten „auf unsere Motivatoren wie Spaß, Lernen und besser werden, Loyalität, zwischenmenschliche Beziehungen, Liebe und Anerkennung – werden die erreicht, sind die Nutzer zufriedener."

Natürlich werden beim Spielen Daten generiert, die nicht nur Advertiser sich zu Nutze machen können.„Wer spielt, sollte sich immer kritisch damit auseinandersetzen, wer hinter dem Spiel steckt und welche Absichten damit verfolgt werden“, rät jedoch Zukunftsforscherin Nora Stampfl. „Spieler verursachen immer einen Datenschatten im Netz, der ausgewertet werden könnte.“ Gerade junge Menschen würden dieses Problem häufig verdrängen.

Das Aktuelle Magazin von Spielplatz können sie hier lesen: Spielplatz-Ausgabe vom 7. August 2012



Weitere News zum Thema Games Advertising

Editorial

Arne Schulze-Geißler Editorial von Arne Schulze-Geißler
Der richtige Moment
Wann ist eigentlich der richtige Moment, signifikantes Digital-Budget in mobile Media zu stecken? Wenn Analysten eine veränderte Mediennutzung zu Gunsten Mobile feststellen? Wenn die Mediaagentur dazu rät? Wenn Sie selbst zu Hause keinen PC mehr haben? Wenn die Konkurrenz mobil wirbt? Wenn die Konkurrenz noch nicht mobil wirbt? Wenn man seine Zielgruppe auf dem Desktop nicht mehr erreicht? Editorial lesen

ADZINE KW 36 - Sichtbarkeit + Transparenz