Die Axel Springer Akademie macht ein Online-Experiment. Die Journalistenschule lässt zwanzig Schüler auf die Oranienstraße in Berlin los. Ziel ist mit dieser hyperlokalen Berichterstattung die Menschen in der unmittelbaren Umgebung zu begeistern. Facebook, Twitter, QR-Codes, Smartphones und Videos spielen dabei eine wichtige Rolle bei diesem "digitalem Storytelling".

Auf www.zoom-berlin.com beleuchten zwanzig Journalisten-Schüler jeden Winkel der Oranienstraße. Unter dem Motto „Die Stadt. Eine Straße. Dein Leben.“ berichten sie über die Menschen, die dort seit langer Zeit oder auch erst kurz leben, beleuchten die geschichtsträchtige Vergangenheit der Straße im Berliner Stadtteil Kreuzberg, setzen sich mit aktuellen Problemen auseinander und laden über Facebook, Twitter und ein eigenes Blog ihre User ein, zusammen mit der Redaktion Visionen für die Zukunft der Straße zu entwickeln.

Interessant an dem Projekt ist nicht nur die hyperlokale Ausrichtung, sondern auch der Einsatz moderner Technologien und Medienkanälen. Für das digitale Storytelling kommt beipsielsweise eine Augmented-Reality-App zum Einsatz. Die App lädt Touristen und Bewohner ein, weitere Aspekte der Straße zu entdecken. Auf der Hompage gibt es zahlreiche Reportagen, exklusive Hintergrundberichte und Interviews. Dazu interaktive Grafiken, Audio-Slideshows und insgesamt 65 Videos. Auch eine virtuelle QR-Code Schnitzeljagd haben die angehenden Journalisten ins Leben gerufen.

„Nichts interessiert die Menschen mehr als das, was direkt vor ihrer Tür passiert. Deshalb lernen unsere Studenten schon in der Ausbildung, welches Potenzial hyperlokale Berichterstattung hat“, sagt Marc Thomas Spahl, Direktor der Axel Springer Akademie. „Bei dem Projekt war ihnen wichtig, nicht nur über, sondern mitten aus der Straße zu berichten. Näher dran und authentischer kann Lokaljournalismus kaum sein.“