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Mehr Spielregeln für In-App-Werbung?

10. Juli 2012 (sb)

Apps mit datenschutzverletzender oder aggressive Werbung werden immer öfter angeboten und leider auch immer öfter heruntergeladen. Gerade auf dem Smartphone, wo man sämtliche Kontaktdaten speichert, kann das gefährlich sein. Lookout, ein Unternehmen für mobile Sicherheit, hat aus diesem Grund Werberichtlinien für Apps entwickelt.

Die Richtlinien mit dem Titel „A Framework for Encouraging Innovation While Protecting Privacy” sollen einerseits die Datenschutzbedürfnisse der Nutzer stärken und andererseits Selbstregulierung und Innovation auf dem mobilen Markt ermöglichen. Denn laut Lookout gibt es bisher keine deutlichen Vorgaben, wie mit den Nutzerdaten umgegangen werden muss und inwiefern auch außerhalb der App geworben werden darf. Beispielsweise werde in kritischen Fällen auf einmal Werbung in der Benachrichtigungsleiste des Smartphones angezeigt oder auf die E-Mail-Adresse zugegriffen ohne darüber zu informieren.

Lookout fordert unter anderem, dass App-Publisher umfassende Datenschutzinformationen lesbar bereitstellen müssen. Durch Opt-ins oder Opt-Outs in der App kann der Nutzer entscheiden, ob die Anwendung Zugriff auf persönliche Daten erhält. Wenn außerhalb dieser Werbung angezeigt werden soll, muss dies klarer der App zugeordnet werden.

Jules Polonetsky, Co-Vorsitzender des Future of Privacy Forums, eines des US-Think Tanks, der sich dem verantwortungsvollen Umgang mit Daten verschrieben hat, zu den Richtlinien: „Viele Jahre lang waren PC-Nutzer von Programmen geplagt, die Pop-ups erzeugen, unerwünschte Toolbars installieren oder die Startseite verändern. Die Geschäftsmodelle für mobiles Marketing sind noch in der Entwicklung, und diese Richtlinien machen sehr klar, welche Maßnahmen nicht akzeptabel sind. Das ist eine gute Nachricht für alle Nutzer und verantwortlich handelnde Unternehmen.“

Die vollständigen Richtlinien von Lookout finden Sie hier.