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MOBILE

Performance keine Hemmschwelle beim M-Commerce

10. April 2012 (rr)

Das US-Unternehmen Keynote Systems, Anbieter von Lösungen zum Internet- und mobilen Cloud-Monitoring, hat die mobile Erreichbarkeit von 18 Shopbetreibern vermessen. Die Performance der Websites ist demnach keine Hemmschwelle für den mobilen Einkauf.

Mit Bezug auf die Studie „Smart Shopping“ von eBay und dem Bundesverband Verbraucher Initiative stellt Keynote fest, dass mittlerweile zwar ein Drittel der Verbraucher (36 Prozent) über das Smartphone oder das Tablet einkaufen, folgende Aspekte aber einen höheren Prozentsatz verhindern: Hohe Kosten für das mobile Surfen (69 Prozent), eine schlechte Infrastruktur kostenloser öffentlicher WLAN-Netze (69 Prozent), der Sicherheitsaspekt beim Bezahlen sowie geringe Transparenz bei Kaufverträgen (59 Prozent).

Kein Grund für eine Zurückhaltung beim mobilen Einkaufen ist laut Keynote die Performance der Shopseiten. Wie aus einem Testingbericht zum ersten Quartal 2012 hervorgeht, lag die Verfügbarkeit der beobachteten Seiten um die 99 Prozent. Untersucht wurden allerdings auch nur 18 Shopseiten, deren Betreiber von Keynote als Top-Einzelhändler eingestuft wurden. Diese stammen aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Australien, Japan und Schweden.

Die Seiten wurden neben der Verfügbarkeit in den monatlichen Tests von Januar bis März 2012 auch auf ihre Downloadgeschwindigkeit hin überprüft. Dabei landeten die beiden deutschen Unternehmen Otto und Aldi auf den ersten Plätzen. Der Versandhändler hatte demnach eine Durchschnittsladezeit (Peak) von 4,71 Sekunden über die letzten drei Monate, der Discounter 5,36 Sekunden. Dahinter folgen das französische Modelabel Chanel (5,96), der englische Versandhandel Marks & Spencer (6,03) sowie Amazon Deutschland (6,05).

Performance von Shopseiten im März 2012; Quelle: Keynote Systems

„Damit sich M-Commerce in Zukunft noch schneller und besser etablieren kann, ist es notwendig, dass die Vorbehalte der Kunden im Bereich der Performanceleistung und der Infrastruktur ernst genommen werden und kontinuierlich an deren Abbau seitens der Betreiber gearbeitet wird. Nur so kann dem Kunden der mobile Einkauf als echte Alternative schmackhaft gemacht werden“, erklärt Kai Ahrendt, Manager für D. A. CH., Benelux und Osteuropa bei Keynote Systems.

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