DISPLAY ADVERTISING

Werbemarkt trotzt der Finanzkrise

4. Oktober 2011 (rr)

Laut einer Studie der Mediaagenturgruppe ZenithOptimedia hat die instabile Situation an den Finanzmärkten bisher nur geringen Einfluss auf die Entwicklung des weltweiten Werbemarktes. Trotz des Börsenschocks sind die Investitionen der Werbungtreibenden demnach vor allem beim Medium Internet gestiegen.

Zum Jahresende prognostiziert ZenithOptimedia jedoch verhaltenere Investitionen. Die Mediaagenturgruppe stellt in ihrer Studie „Advertising Expenditure Forecast“ ein Wachstum des weltweiten Werbemarkts von 3,6 Prozent fest und korrigiert damit die Juli-Prognose (4,1 Prozent) leicht nach unten. Wesentlich verantwortlich für den schwächeren Anstieg sei der sehr deutliche Rückgang der Werbeinvestitionen in Nordafrika und dem Mittleren Osten (-14,2 Prozent), welcher bedingt durch die politischen Umbrüche in dieser Region sei.

Das mit Abstand am stärksten wachsende Werbemedium sei dabei mit einem jährlichen Anstieg von 14,6 Prozent bis 2013 weiterhin weltweit das Internet. Vor allem in Display-Werbung, zu der die Agenturgruppe auch die Werbeformen Online-Bewegtbild und Social Media zählt, investieren Werbungtreibende demnach mit 17,2 Prozent jährlich stark. Suchmaschinenwerbung gewinnt mit 14,6 Prozent ebenfalls deutlich hinzu. 2013 werde das Internet hinter TV das weltweit stärkste Werbemedium sein und damit die Tageszeitungen beim Umfang der Werbespendings auf Platz drei verweisen. In Deutschland fließe dieses Jahr 13,2 Prozent mehr Werbegelder in das Internet als im Vorjahr.

Frank-Peter Lortz

Frank-Peter Lortz, Chairman ZenithOptimedia, erklärt: „Die Bürger zeigen sich zwar irritiert über die starken, rational nicht immer nachvollziehbaren Schwankungen an den Aktienmärkten. Das Konsumklima hat sich infolgedessen auch leicht abgekühlt, aber der Index bleibt dennoch positiv.“, und erläutert: „Grund sind die positiven Nachrichten vom Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenzahlen sind so niedrig wie zuletzt vor 20 Jahren. Verbraucher rechnen mit steigenden Einkommen. Wir sehen derzeit keine Anzeichen dafür, dass wir in Deutschland in eine neue Rezession fallen.“