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„Nicht ganz ernst zu nehmen“

27. Oktober 2011 (jvr)

Bei der heutigen BVDW Konferenz zum Themenbereich Bewegtbild sprach Matthias Ehrlich, Vorstand United Internet Media AG (UIM), von einem „Digitalisierungswind der auch über die TV Sendern hinwegfegen würde.“ Neben grundlegenden Veränderungen im Produktionsaufwand und bei den Auslieferungstechnologien, hat diese Digitalisierung aber auch einen Einfluss auf die Vermarktung der Bewegtbildinhalte: TV Sender wollen dazu die Reichweiten aus Online InStream und TV mit einer Währung ausweisen.

Klassische Onlinevermarkter wie UIM lehnen sich dagegen auf, denn sie setzen bei der Bewegtbildvermarktung lieber auf InPage Inhalte. ADZINE TV sprach dazu bereits auf der dmexco 2011 mit Matthias Ehrlich.

Worum es geht:
TV Vermarkter wie IP Deutschland forcieren die Etablierung einer sogenannten Konvergenzwährung (Anmerkung: Klicken Sie dort auf Trailer), unter anderem für TV- und lineare Online-InStream-Werbung. Diese wird derzeit in der ag.ma diskutiert. Richtige Bauchschmerzen verursacht eine gemeinsame Reichweitenausweisung von TV- und InStream-Werbung all jenen Vermarktern, die zwar ebenfalls voll auf Bewegtbildwerbung setzen, die Kontakte aber aus einer Webseite über ein Online-Werbebanner mit Bewegtbildwerbung beliefern, also die nichtlineare InPage-Werbung. Diese Gruppe der Onlinevermarkter wäre von einer solchen neuen TV-InStream-Konvergenzwährung ausgeschlossen, gleichwohl es sich ebenfalls um Bewegbildwerbung handelte. Käme also eine gemeinsame TV-InStream-Währung, würden die TV-Planer die Angebote dieser Vermarkter nicht berücksichtigen. Widerstand regt sich.

Mehr dazu gibt es auch im ADZINE Newsletter Ausgabe KW 41

Zudem gibt es im aktuellem ADZINE Newsletter Ausgabe KW 43 ein Interview mit Patrick Edlefsen, dem neuen Country Manager Deutschland vom US Video Ad Network  BrightRoll.