Adzine Top-Stories per Newsletter

EditorialVideoinhalte fürs Volk

Von Jens von Rauchhaupt, 29. September 2011

Man mag es ja kaum noch hören, doch die Problematik ist aktueller denn je: Es fehlt noch immer an ausreichend vermarktbarem Videocontent. Die Nachfrage der Mediaeinkäufer übersteigt das Angebot der Werbeträger bei Weitem. Advertiser haben daher Schwierigkeiten ihre Zielgruppen mit ihrer Bewegtbildwerbung in befriedigender Reichweite anzusprechen.

Videowerbung wirkt bei den Rezipienten deutlich besser als Displaywerbung. Das unterstreichen noch einmal unsere Experten wie beispielsweise Christian Bachem, Gründer und Geschäftsführer von der Strategieberatung .companion, im Gespräch mit Adzine TV.

Carola Frost

Allerdings ist Videowerbung im Internet auch eine planerische Herausforderung, da Nettoreichweiten von unabhängiger Stelle wie die AGOF nicht ausgewiesen werden können. Carola Frost, Medienberaterin und Gründungsmitglied der AGOF, erklärt uns im Gespräch noch einmal dazu die Gründe und sagt zudem etwas zu den unterschiedlichen Werbeformaten, die derzeit in der Online-Bewegtbildwerbung herumgeistern.

Denn dieses Jahr ist in Köln auf der dmexco 2011 der Kampf um die Werbeformate voll entbrannt. Bisher galt InStream (Pre-, Mid- und Post-Rolls) als die wirksamere Variante der Online-Bewegtbildwerbung und die TV-Vermarkter werden weiterhin nicht müde, die Vorzüge anzupreisen und mit ihren Studien zu belegen. Nun haben aber in Köln die drei etablierten Online-Vermarkter InteractiveMedia, United Internet Media und Yahoo! mit der eigenen Studie „Brands in (E)Motion“ zu einer Art Gegenschlag ausgeholt: Die Vermarkter wollen darin nachweisen, dass InPage-Videowerbung auch deutliche Vorzüge hinsichtlich der Werbewirkung hat. Die dazu passenden Videointerviews mit Matthias Ehrlich, Vorstand United Internet Media, aber auch mit Thomas Port, Geschäftsführer von SevenOne Media, aus dem „InStream-Gegenlager“ werden wir in Kürze auf adzine.de veröffentlichen.

Bleiben wir bei der InStream-Bewegtbildwerbung. Auch hier gibt es neue Lösungsansätze, um auf mehr Content zu kommen. Eine davon bietet SnackTV. Das Unternehmen richtet sich mit seinen lizenzierten Videoinhalten großer TV-Anstalten an die Publisher. Wir sprachen dazu mit dem Gründer und Geschäftsführer Peter Christmann.

Eine besonders spannende Lösung für den Mediaeinkäufer, der mit Bewegtbild auf Reichweite kommen will, ist mit Sicherheit das neu gegründete Video Ad Network Mediakraft. Mediakraft wagt sich an den heiligen Gral „YouTube“, den weltweiten Video-Reichweitenkönig. Die Macher von Mediakraft haben verstanden, dass viele Nutzergruppen das lineare Fernsehen kaum mehr nutzen. Dies gilt vor allem für die jüngeren Zielgruppen der 16- bis 29-Jährigen. Für sie spielen Entertainment und Musikvideos eine besonders wichtige Rolle. Daher bündelt Mediakraft dazu ausgewählte und markensichere YouTube-Kanäle und vermarktet diese im eigenen Video-Netzwerk.

Specific Media hat einen neuen Deutschlandchef: Steffen Hopf

Auch Specific Media ist im Entertainment und Musikgeschäft angelangt. Nach dem Kauf des Social Networks MySpace entwickelt sich das ehemalige Ad Network nun zu einer echten Online-Medienmarke mit eigenem Contentangebot. Für den deutschsprachigen Markt wird Steffen Hopf, ehemals Yahoo!, die Neuausrichtung verantworten. Grund genug, um mit ihm auf der dmexco über die Zukunft von MySpace und Specific Media zu sprechen.

17 Videointerviews konnten wir insgesamt dieses Jahr in Köln führen. Adzine TV wird diese nach und nach veröffentlichen. Besuchen Sie einfach in den nächsten Tagen dazu unsere Webseite.

Jetzt aber erst einmal viel Spaß mit Adzine!

Jens v. Rauchhaupt Über den Autor/die Autorin: