Online-Shops setzen auf ein bisschen Web 2.0

Von Andreas Habel, 12. Oktober 2007

Deutsche Online-Shop-Betreiber setzen auf das Mitmach-Netz – ein wenig jedenfalls. Zu diesem Ergebnis kam T-Systems mit einer neuen Studie über Web 2.0-Anwendungen im Händleralltag.

Die von der T-Systems-Tochter Multimedia Solutions durchgeführte Umfrage berücksichtigt die Antworten von 124 Shops mit einem Jahresumsatz von 100 Millionen Euro. Demnach sind den meisten Betreibern Web 2.0-Elemente geläufig: 97 Prozent von ihnen kennen Communities und Foren, immerhin 43 Prozent von ihnen beabsichtigen die Integration einer solchen Kommunikationsplattform in naher Zukunft. Als besonders zukunftsträchtig stuften die Shop-Betreiber Produktbewertungen ein: 25 Prozent haben sie bereits im Einsatz, aber weitere 57 Prozent planen, Bewertungen künftig anzubieten. Dem Blogging hingegen stehen die Unternehmen kritisch gegenüber, gerade 24 Prozent sehen den Aufwand für die Pflege von Themen und Inhalten als gerechtfertigt an. An letzter Stelle steht das Tagging, ein nutzergeneriertes Schlagwortsystem, das 21 Prozent künftig in Angriff nehmen wollen.

Doch die Studie brachte vor allem eine Erkenntnis: das alte Web 1.0 hat im Onlinehandel noch nicht ausgedient. Online-Umfragen, Votings, E-Cards, ein virtueller Rundgang, ein interaktives E-Magazin, eine Pinwand oder Recommendations-Tools – es sind die bewährten Anwendungen, die vor allem auf den To-Do-Listen der Betreiber ganz oben stehen.