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Versandhandel wächst – dank Internet und Frauen

Von Andreas Habel, 6. Juli 2007

Als mit der Erfindung der E-Mail der Tod des handgeschriebenen Briefes vorausgesagt wurde, konnte noch niemand ahnen, dass im Gegenzug dazu Päckchen und Pakete einen sagenhaften Boom erleben werden. Der deutsche Versandhandel konnte allein 2007 ein Umsatzplus von sieben Prozent verzeichnen und freut sich über die Gesamtsumme von 27,6 Milliarden Euro.

Wie der Bundesverband des Deutschen Versandhandels e.V. (Bvh) mitteilte, gilt weiterhin der Online-Handel als Wachstumsmotor der Branche: 10,9 Milliarden Euro Umsatz wurden in diesem Jahr hier generiert – ein Plus von neun Prozent im Vergleich zu 2006. Vor einem optimistischen Blick in die Zukunft braucht sich also niemand zu scheuen: "Behält der wirtschaftliche Aufschwung seine derzeitige Dynamik und werden die Prognosen über die steigende Konsumbereitschaft der Deutschen tatsächlich Wirklichkeit, sind wir zuversichtlich, im laufenden Jahr ein weiteres Wachstum von rund zwei Prozent erzielen zu können", kommentiert Bvh-Präsident Rolf Schäfer die Aussicht.

Wie die von TNS-Infratest in Auftrag gegebene Studie weiter verrät, zählen rund 52,4 Millionen Deutsche zu den Versandhandelskunden. Die eifrigsten Shopper unter ihnen sind die Frauen, die in diesem Jahr rund 17 Milliarden Euro für Produkte ausgegeben haben, bei den Männern reichte es immerhin für 10,3 Milliarden. Die beliebtesten Artikel bleiben Textilien und Schuhe (12,4 Milliarden Euro Umsatz), gefolgt von Büchern, CDs und DVDs (rund drei Milliarden Euro). Der drittgrößte Umsatzanteil wird mit Unterhaltungselektronik und -technik erreicht (2,1 Milliarden Euro), noch vor Möbeln und Dekorationsartikeln (2,0 Milliarden Euro) sowie Produkten aus dem Bereich Hobby, Sammeln und Freizeit (rund 1,8 Milliarden Euro).