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THEMEN

 Pfeil Keine Daten, kein Markt!?  Pfeil Wie Jenny Gruner das Marketing von Hapag-Lloyd digitalisiert  Pfeil Von Identity bis Addressable TV: Diese Themen begleiten uns 2020  Pfeil Video-Adtech-Akquisition: Tremor kauft Unruly  Pfeil Der Device Graph – Für geräteübergreifende Zielgruppenansprache unabdingbar



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ONLINE MEDIA
Keine Daten, kein Markt!?

Schulze-Geißler, Arne

Zum Jahresauftakt und im Vorfeld der ADTRADER CONFERENCE wollen wir uns besonders mit den Herausforderungen beschäftigen, die es zu meistern gilt, um den unabhängigen digitalen Werbemarkt und dessen Produkte zu stärken und dadurch für die Nachfrageseite verlässlicher und attraktiver zu machen.

Der Markt für digitale Medialeistung wurde in den letzten Jahren zunehmend technologisiert und damit auch "daten-enabled", wenn man so will. Soweit so gut! Je mehr Ad- und Daten-Technologie verfügbar waren, desto schwächer wurde allerdings der unabhängige Ad-Markt im Vergleich zu den geschlossenen Plattformen wie Facebook, Google, Amazon. Eigentlich keine Überraschung, denn es war schon immer einfacher, eine geschlossene Produktwelt mit eigenen Regeln zu schaffen als einen bunten Markt mit Hunderten von Playern, Formaten und Interessen zu harmonisieren. Aber genau das bleibt die Challenge für die nächste Dekade, ein einheitliches universelles Framework für den offenen unabhängigen Ad-Markt abzustimmen und durchzusetzen und damit Klarheit und Verlässlichkeit für die Nachfrage zu schaffen. Entweder gelingt das, oder in zehn Jahren wird es keinen nennenswerten digitalen Werbemarkt mehr abseits von Walled Gardens geben. Die Rahmenbedingungen für den Markt scheinen widriger denn je. Denn während die US-Plattformen in ihren eigenen Datenwelten nach allen Regeln der Kunst auf sämtlichen Screens und Devices die User targeten, wird es für Werbungtreibende im freien Netz in Zukunft schwer werden, flächendeckend Consents von der gewünschten Audience zu erhalten. Natürlich wäre Werbung mit Consent erstrebenswert, aber wir machen uns etwas vor, wenn wir glauben, den digitalen Werbemarkt, wie wir ihn kennen, ansatzweise auf aktive Zustimmung überführen zu können.

Klar, könnte man auch beim Targeting ohne Personendaten etwas kreativer werden, aber allzu oft hört man dann etwas von Wetter- und Geotargeting. Das Wetter sagt aber eben nichts über den Nutzer aus und der Aufenthaltsort auch nur bedingt über die digitalen Shopping-Intents. Im Wettbewerb mit den amerikanischen Datenmaschinen kann man da einpacken. Auch Umfeld und Kontext können zu einem gewissen Grad weiterhelfen, aber wir wollen Nutzer ja gern gezielt ein zweites und drittes Mal ansprechen und da ist Kontext ohne Cookie und ID auch keine verlässliche Methode. Da fließen dann eben die Advertising-Euros weiter vom "dummen" Premium-Umfeld zum "intelligenten" Low-Quality Content. Eine unschöne Entwicklung. Die Programmatic-Welt hatten wir uns doch irgendwie anders vorgestellt.

Wie sehen die Audience-Produkte der Zukunft aus?

Wer Lösungen und Antworten bieten kann oder alles ganz anders sieht, bitte per Mail an redaktion@adzine.de. Wir freuen uns auf eure Antworten, die wir zeitnah veröffentlichen werden.

Auch auf der ADTRADER CONFERENCE am 19. Februar in Berlin wird es eine Panel-Diskussion zum Thema "Keine Daten, kein Markt!?" geben. Ich hoffe, wir sehen uns in Berlin!

Nächste Woche werde ich die Forderung nach Transparenz im Media Buying aufgreifen.

Viel Spaß mit unserem Newsletter!

Arne Schulze-Geißler
Herausgeber ADZINE

redaktion@adzine.de


MARKETING ENTSCHEIDER
Wie Jenny Gruner das Marketing von Hapag-Lloyd digitalisiert

Sandra Goetz

Bild: Hapag-Lloyd Die Kapitänsenkeltochter Jenny Gruner, Director Digital Marketing bei Hapag-Lloyd, digitalisiert seit 20 Monaten die fünftgrößte Reederei der Welt mit Hauptsitz in Hamburg. Ursprünglich studierte die 41-jährige Rostockerin Biologie und entschied sich dann doch, den weißen Laborkittel gegen BWL mit Schwerpunkt Marketing und HR zu tauschen. „Das war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte“, sagt die Digitalexpertin im ADZINE-Entscheider-Portrait. Artikel lesen

redaktion@adzine.de


PROGRAMMATIC
Von Identity bis Addressable TV: Diese Themen begleiten uns 2020

Bild: Tuesday Temptation; CC0 - unsplash.com Gut und gerne können wir 2019 als ein Jahr voller Veränderungen bezeichnen. Die Welt ist in Bewegung und auch das digitale Marketing entwickelt sich stetig weiter. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat ein Grundsatzurteil zur Cookie-Einwilligung gefällt, die DSGVO feierte ihr einjähriges und die Purpose-Diskussion hat die Programmatic-Branche erreicht. Umso spannender die Frage, wie sich die Branche in 2020 verändern wird, um unser Ökosystem offener und kollaborativer zu gestalten. Artikel lesen

insider@adzine.de




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VIDEO
Video-Adtech-Akquisition: Tremor kauft Unruly

Bild: Savvas Stravrinos; CC0 - unsplash.com Zum Jahresanfang übernimmt Tremor International den Video-Adtech-Anbieter Unruly von News Corp. Rupert Murdochs Medienhaus erhält dafür 6,91 Prozent der Aktien des internationalen Technologieanbieters für Videowerbung, inklusive einer Mindestumsatz-Garantie von 30 Mio. britischen Pfund (GBP) für die Partnerschaft. Der Deal markiert auch den Beginn einer dreijährigen Partnerschaft der beiden Unternehmen, die Tremor das exklusive Recht einräumt, Outstream-Videos für mehr als 50 News Corp.-Titel in Großbritannien, den USA und Australien zu verkaufen. Artikel lesen


Whitepaper

Logo Höhere Werbe-Erlöse für Publisher durch richtigen Daten-Einsatz
Whitepaper

Höhere Werbe-Erlöse für Publisher durch richtigen Daten-Einsatz

Logo Personalisierung als Herausforderung im Marketing
Whitepaper

Personalisierung als Herausforderung im Marketing

DATA & TARGETING
Der Device Graph – Für geräteübergreifende Zielgruppenansprache unabdingbar

Frederik Timm

Bild: Tryfonov - Adobe Stock “Wer bist du und wenn ja, wie viele?” Im Hinblick auf die fragmentierte Mediennutzung stellen sich Werbetreibende, Agenturen, aber auch Publisher und Vermarkter diese Frage zunehmend über die Nutzer. Zum Desktop-PC und Laptop sind Smartphones, Tablets und mittlerweile auch Smart TVs hinzugekommen. Die Entwicklung hin zu IoT-Geräten und Wearables können zukünftig für weitere Kontaktpunkte zwischen Nutzer und Marke auf der Customer Journey sorgen. Der Device Graph führt all diese Kontaktgeräte eines Nutzers in einer ID zusammen. Artikel lesen

ft@adzine.de




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