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AUSGABE KW 04 – 26.01.2012

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THEMEN

 Pfeil Mobile Marketing: Der App-Markt ist global, bunt und schnell  Pfeil Mobile Marketing: NFC: Hoffnungsträger für den mobilen Einsatz TERMINE


Mobile Marketing

Der App-Markt ist global, bunt und schnell

Jens von Rauchhaupt, Redaktion

Der App-Markt ist global, bunt und schnell
Jens von Rauchhaupt

Die Dynamik und Mechanismen des App-Marktes werden noch immer nicht überall verstanden. Das meint jedenfalls Matthäus Krzykowski, Mitbegründer des App-Suchmaschinenanbieters Xyologic in Berlin. Wir sprachen mit Krzykowski über die Entwicklung des App-Marktes und wie die Publisher die Verbreitung ihrer Anwendungen für mobile Endgeräte und Tablets verbessern können.


Matthäus Krzykowski ist in der mobilen Branche zu Hause. Der 33-jährige gebürtige Pole kommt aus dem Silicon Valley, wo er u. a. beim Fachmagazin VentureBeat arbeitete, für die er das Mobile Event Business aufgebaut hat und Konferenzen wie den Mobile Summit und MobileBeat moderierte. Daher ist er mit der US-Start-up-Szene und dem Marktverständnis der dahinterstehenden Inverstoren bestens vertraut.

Inzwischen hat der Wahlberliner mit Zoe Adamovicz und Marcin Rudolf sein eigenes Venture Xyologic gegründet. Xyologic ist ein App-Such- und Analysetool, das von wichtigsten App-Plattformen in 29 Ländern die Downloadzahlen der einzelnen Apps zählt, wodurch sich so deren Verbreitung in den Märkten vergleichen und prognostizieren lassen. Die Ergebnisse stellt Xyologic kostenlos in Reports bereit. Damit können auch Advertiser äußerst aufschlussreiche Einsichten zur nationalen und internationalen  Verbreitung von Apps gewinnen.

Matthäus Krzykowski
Matthäus Krzykowski
Adzine: Herr Krzykowski, im Juni soll es laut Xyologic-Hochrechnung so weit sein, dann wird die Downloadzahl der Android Apps die von Apples Apps übersteigen. Wann wird es wohl in Deutschland so weit sein? Bröckelt auch hier die Apple-Dominanz, wie zuletzt überall behauptet?

Krzykowski: Wir halten weiterhin an dieser Hochrechnung vom letzten September fest. Die Downloadzahlen bei iOS wachsen exponentiell, bei Android sogar hyper-exponentiell. Das sehen wir weiterhin, Monat für Monat, wenn wir unsere neuen Daten veröffentlichen. Was Deutschland angeht, da ist eine genauer Prognose schwierig. Es gibt die ersten Staaten in Europa – die Tschechei, Polen, Portugal und Spanien –, wo Android bereits iOS bei den monatlichen Downloadzahlen überholt hat. Apps stehen für das mobile Internet. In Deutschland könnte es Ende des Jahres so weit sein.

Adzine: Vergleicht man die Dynamik der Downloadzahlen für WP-7 Apps mit den Anfängen von Apple und Android, bekommt Microsoft mit Nokia eigentlich bereits ein wenig Grip auf die App-Strecke? Ihre Einschätzung?

Krzykowski: Von der Qualität ja, von der Quantität noch nicht. Für die Geldgeber im Silicon Valley ist es entscheidend, welche User Experience seitens der Plattformen und der dazugehörigen App unterstützt wird: benutzen die User der Apps die Apps so, dass sich die dahinterliegenden Businessmodelle rentieren? Das ist ein rechnerisches Kalkül, welches die Investoren Monat für Monat in den Reports ihrer Start-ups sehen und dann rational entscheiden. Aus Gesprächen weiß ich, dass dies nicht nur bei Android, iOS, sondern auch bei WP7 der Fall ist. Apps sind also nicht gleich Apps. Jedoch fehlt bisher WP die Reichweite, vor allem in den USA, was der Kernmarkt für Start-ups ist. 

Adzine: Wie erheben Sie eigentlich Ihre Daten?

Krzykowski: Wir kopieren monatlich die öffentlichen Daten aus den Appstores in unser System. Das verbinden wir mit unseren selbst entwickelten statistischen Modellen und rechnen dann die Zahlen hoch.

Adzine: Das sind also Schätzungen, wie hoch ist Ihre Fehlerquote?

Krzykowski: Umso kleiner die Downloadzahl, umso höher ist leider die Fehlerquote. Für Android haben wir eine Fehlerquote von bis zu 26 Prozent, bei Apple Apps mit niedrigen Downloadzahlen um die 10.000 oder 20.000 Downloads kann sie deutlich höher liegen. Wir haben die dahinterliegende Technologie in den letzten zwei Jahren entwickelt  und werden uns dort in den nächsten Monaten noch verbessern.

Adzine: Wie lang ist die durchschnittliche „Halbwertszeit“ einer kostenlosen und einer Bezahl-App, wie lange sind diese durchschnittlich in Gebrauch, bis sie deinstalliert werden? Haben Sie dazu Erkenntnisse?

Krzykowski: Die Industrie veröffentlicht dazu regelmäßig die Kennzahlen. Die sind bei iOS und Android ähnlich. Faustregel ist, dass 90 % aller installierten Apps nach drei Monaten nicht mehr benutzt werden. In einigen App-Kategorien, zum Beispiel „News“, sind es „bloß“ 75 %.

Adzine: Die Vermarktung von Apps erscheint deutlich komplizierter als eine mobile oder stationäre Webseite. Wie kann man nun einer App „Beine machen“, damit sie häufiger runtergeladen wird. Welche Tricks kennen Sie?

Krzykowski: Ganz ehrlich. Das ist viel komplizierter, als man denkt. Grundsätzlich gibt es drei Wege. Es gibt Advertising-Unternehmen wie beispielsweise Madvertise , die mit ihrer Dienstleistung KatAPPult die Platzierung im Ranking für einen App-Publisher verbessern können. Häufig nutzt der Publisher aber In-App-Advertising für andere Apps aus dem eigenen Haus (Stichwort Cross-Advertising). Dann gibt es noch die Incentivized-Installs-Anbieter, allen voran Tapjoy, aber auch SponsorPay.

Adzine: Damit können Publisher ihre App-Downloads nach oben puschen?

Krzykowski: Genau. Tapjoy ist ein pay-per-install advertising network für kostenlose Apps. In der Werbung einer App, zumeist in Games, klappt sich eine Übersicht für andere Apps auf. Wenn der User eine App daraus installiert, wird er zum Beispiel mit virtuellen Gütern belohnt, um im Spiel weiterzukommen. Für Apple Apps sind diese Incentivized-Installs-Angebote seit April 2011 jedoch stark rückläufig, weil Apple interveniert hat und die effektivsten Formen der Incentivized Installs verboten hat.

Adzine: Warum?

Krzykowski: Aus meiner Sicht hat Apple diese Incentivized Installs untersagt, weil allein Tapjoy damit auf iOS-Geräten mehr Umsatz gemacht haben soll als der Apple-Vermarkter AdMob. Seitdem haben sich die Vermarktungsmöglichkeiten für Apps auf iOS deutlich verschlechtert.
Auf Android sind weiterhin alle Formen der Incentivized Installs möglich.

Adzine: Gibt es Unterschiede in den Verdienstmöglichkeiten mit Android und Apple Apps?

Krzykowski: Ja. Deutliche. Die Zahlungsbereitschaft ist beim Android-Nutzer viel niedriger. Es ist also für den Android Publisher einfacher, einen Userdownload zu erzielen, doch viel schwieriger ist es, mit der App auch Geld zu verdienen. Es ist schwierig, eine Zahl anzugeben, die Dimensionen wiedergibt. Vielleicht hilft diese: Grob gilt es für einige der Werbeanbieter in der Industrie, dass sie bereit sind, für einen Lead bei einem Apple Publisher 5,- US-Dollar und einem Android Publisher 2,- US-Dollar zu bezahlen.

Adzine: Nutzen einige Publisher Incentivized Installs auch außerhalb des Gaming-Bereichs?

Krzykowski: Ja, das tun sie. Da sind Publisher in den Bereichen Messaging, News, Business/Finance, Travel, Utilities etc. zu nennen. Der Trend wird jedoch immer noch am stärksten von US- und japanischen Firmen verstanden und schwappt nur vergleichbar langsam nach Deutschland über. Die meisten hiesigen Publisher verstehen nicht, dass dies gerade die Zeit des Wilden Westens ist - wo die internationalen Spieler gerade aggressiv ihr Publikum mithilfe solcher Taktiken aufbauen.

Adzine: Gibt es für die App-Nutzer eine zentrale, neutrale und plattformübergreifende Webseite, über die er sich über alle aktuellen Apps erkundigen kann?

Krzykowski: Eine solches Portal, das einem Konsumenten eine umfassende Übersicht über alle Apps geben könnte, gibt es meiner Ansicht nach nicht wirklich. Die Anzahl der Apps wächst wie gesagt sehr schnell und einen Dienst, der das Problem für Apps löst, wie es Google für das Web löst, existiert noch nicht. Ein Beispiel zur Verdeutlichung der Dimension der Herausforderung: Bei Xyologic indexieren wir unter anderem im Moment mehr als 1 Mio. Android, iOS und WP Apps und dazu aggregieren wir über 30 Mio. Userbewertungen dieser Apps. Wir glauben, dass jeder Anbieter, der es schafft, in dieser App-Ökonomie mehr Ordnung zu schaffen, die Möglichkeit hat, ein gutes Business aufzubauen.

Adzine: In Ihrem Blog sagen Sie, dass die meisten Publisher bzw. Verlage noch gar nicht die globalen Mechanismen in der App-Ökonomie verstanden haben, auch Deutschland sei da keine Insel …

Krzykowski: Viele Leute behaupten, sich mit dem Apps-Business auszukennen, tatsächlich verstehen nur die wenigsten das Business wirklich. In Deutschland sind das nur eine Handvoll Unternehmen. Typischerweise sind von den 150 in einem Monat am meisten gedownloadeten Apps ungefähr 120 internationale. Hierzulande gibt es ein „altes Mobile Business“, das nur im eigenen Saft schmort, und das „neue Mobile Business“, das von vornherein global agiert und entsprechende Ressourcen hat. Viele im deutschen Web etablierte Player lassen sich gerade im mobilen Internet vom Silicon Valley und aggressiven internationalen Akteuren die Butter vom Brot nehmen und merken es nicht mal.

Adzine: Herr Krzykowski, vielen Dank für das interessante Gespräch!


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'ADTRADER CONFERENCE' by ADZINE & ExchangeWire, am 19.04.2012 in Hamburg

Mobile Marketing

NFC: Hoffnungsträger für den mobilen Einsatz

Christina Rose, Redaktion

NFC: Hoffnungsträger für den mobilen Einsatz
Christina Rose

Near Field Communication (NFC) weckt große Hoffnungen auf die massenhafte Verbreitung mobiler Mehrwertdienste. Skeptisch sind Branchenexperten dagegen, welche Relevanz NFC für Marketing und Werbung haben wird.


Jetzt geht’s los: Das ewige Nachwuchstalent NFC soll nun endlich erwachsen werden. 2012 soll den Durchbruch für den kontaktlosen, bidirektionalen Übertragungsstandard im Kurzstreckenbereich bringen. Für 2014 erwarten die Marktforscher von Juniper Research, dass etwa 34 Milliarden Euro mit Einkäufen über mobile NFC-Bezahlsysteme umgesetzt werden. Bis 2016 soll der Markt für NFC-Handys laut IMS Research auf 700 Millionen von erwarteten 100 Millionen Stück in diesem Jahr wachsen.

Die imposant anmutenden Prognosen für die weltweite Entwicklung wirken für das in Sachen Sicherheit und Schutz persönlicher Daten bei Handytransaktionen traditionell skeptische Deutschland noch wie von einem anderen Stern. Und doch gibt es sie, die Pionierprojekte: Im November hatte die Deutsche Bahn nach dreijähriger Testphase ihr mobiles Bezahlsystem Touch and Travel offiziell gestartet. Als Besitzer eines NFC-Handys hält man sein Gerät einfach vor die Touch-and-Travel-Station, um sein Ticket zu buchen und zu bezahlen. Inzwischen seien laut Bahn bundesweit alle Bahnhöfe mit Touchpoints ausgestattet.

Nur an NFC-Handys fehlt es noch. Deshalb hatte die Bahn ihre mittlerweile 3000 NFC-Testkunden auch mit den nötigen Handys ausgestattet, wie Bahn-Sprecher Holger Auferkamp erklärt. Kunden ohne NFC-Chip in ihrem Handy müssen alternativ den auf dem Touchpoint aufgedruckten Barcode scannen oder die Nummer des Touchpoints eingeben und per App die Anwendung nutzen, also einen weniger komfortablen Umweg gehen.

Auch Couponing-Anbieter Coupies hat Ende vergangenen Jahres seine Partnergeschäfte mit Touchpoints in Form von Aufklebern im Kassenbereich ausgestattet. Handys, die ein NFC-Modul integriert haben, müssen nur an den Sticker gehalten werden. Nutzer ohne NFC-Smartphone müssen den Sticker aus der Coupies-App heraus abfotografieren, um den Coupon einzulösen. „Bereits seit geraumer Zeit statten Handyhersteller wie Samsung, Nokia oder Motorola ihre Smartphones mit NFC aus, allein es fehlen die entsprechenden Dienste bzw. Apps, die diese Technik auch einsetzen“, schildert Coupies-Geschäftsführer Felix Schul.

„Wir wollen nicht nerdy sein“

Joachim Bader
Joachim Bader
Bislang fehlt es an der nötigen Infrastruktur, um NFC-Projekte aus der Innovationsecke zu holen und einen ausreichenden ROI zu erzeugen, bemängelt Joachim Bader, Director Sapient Nitro: „Neben einer flächendeckenden Installation von NFC auf Smartphones müssten auch auf Händler- und Anbieterseite Strukturen gegeben sein, damit ich mit meinem NFC-Handy überhaupt etwas anfangen kann: beispielsweise Kassensysteme, Regale, Rauminstallationen etc. Auch die Außenwerbung muss mehr in diese Richtung tun. Zudem müssen die Nutzer erst mal verstehen, dass ihr Handy NFC-fähig ist und was sie damit anfangen können. Viele wissen beispielsweise bislang nicht einmal, dass bei ihrem Handy ein QR-Code-Reader vorinstalliert ist.“

Technische Voraussetzungen sind das eine, die praktische Durchdringung in der breiten Nutzung das andere. Bis es so weit ist, sieht Mobile-Experte Joachim Bader noch keine Notwendigkeit, seinen Kunden NFC-Projekte zu empfehlen: „Wir holen seit Jahren mit unseren Projekten Mobile aus dieser Kann-man-mal-probieren-Ecke heraus. Relevanz statt Nische. Mit NFC-Anwendungen, die bislang nur von einer sehr überschaubaren Menge genutzt werden, ist das noch nicht zu machen. Und wir wollen nicht nerdy sein.“

An QR-Codes als adäquate Vorstufe für NFC glaubt Bader nicht: „Ich erkenne bei den meisten QR-Codes keinen Mehrwert. Man kann auf jedem Smartphone eine URL eingeben. Und andere, die kein Smartphone haben, benutzen eh keine QR-Codes.“ Wenn das Mobilportal für ein entsprechendes Angebot gut gemacht sei, könne man sofort Content und Apps herunterladen. Nichts anderes mache der QR-Code in den meisten Fällen auch, winkt Bader ab.

Henning Ralf
Henning Ralf
„QR-Codes haben nie die Erwartungen erfüllen können, die an Nutzung und Reichweite gestellt wurden“, pflichtet Henning Ralf bei, Director Mobile bei Razorfish. Auch wenn gerne jeder Smartphone-Nutzer zu den potenziellen Verwendern von QR-Codes zähle – wirklich genutzt habe sie praktisch niemand, egal, wie viele Plakate mit Codes versehen wurden. „Sie sind eine Lösung für ein Problem von vorgestern, nämlich das Eintippen von Webadressen auf alten Handys. QR-Codes haben sicherlich bald ausgedient“, ist Ralf sicher. Daher sei es besser, „saubere mobile URLs zu kommunizieren statt QR-Codes zu propagieren“.

Mobile Impulse für das stationäre Web

QR-Codes sind also nicht die Zukunft. NFC noch nicht. Das Vakuum dazwischen wird sich füllen, wenn Händler und Dienstleistungsunternehmen erkennen, an welchen Touchpoints sie NFC einsetzen können: an der Kasse, im Regal, auf dem Flughafen, im Taxi. „Das geschieht dann auch über Werbung, aber nicht mehr im klassischen Sinne von One-to-many, sondern interaktiv. Das würde auch den erhofften Mehrwert bringen können“, skizziert Joachim Bader. Mobile Bezahlverfahren oder das papierlose Einlösen von Coupons sind da nur der Anfang. Stationäre Händler stehen durch die Online-Konkurrenz und deren mobiles Engagement erheblich unter Druck. Im Sinne der Steigerung des Einkaufserlebnisses und Services müssen Händler ein Gesamtpaket schnüren, das neben Buchungs-, Bezahlungs- und Coupon-Einlösefunktionen beispielsweise auch Beratung, Treueprogramme und Location based Services umfasst.
Dann könnte Mobile auch für das stationäre Web interessante Impulse bieten, wie Barcoo-Gründer Benjamin Thym am Beispiel des standortbezogenen sozialen Netzwerkes Foursquare erklärt: „Foursquare macht derzeit eine interessante Entwicklung durch und beweist, dass es nicht nur für die Nutzer relevant ist, die diesen Dienst per Check-in schon nutzen. Basierend auf diesem Check-in können wiederum Social Recommendations ausgegeben werden für Nutzer, die keine aktiven Foursquare-Einchecker sind. Das heißt, Foursquare geht von Mobile to Web. Basierend auf der Anzahl der Check-ins sucht man sich die angesagteste Bar in Berlin o. Ä. Um davon zu profitieren, muss ich kein Foursquare-User sein.“ Foursquare erschließe sich so neue Nutzungsschichten unabhängig von den Leuten, die den Check-in machen. „Das kann für jemanden wie Qype auf längere Sicht lebensbedrohlich sein. Mobile hat somit das Potenzial, Dienste zu bedrohen, die im Web angesiedelt sind und nicht in diese Richtung denken.“

Roll-out in der breiten Masse noch nicht 2012

Thorsten Linz
Erfolgsgeschichten, wie man mobile Empfehlungsfunktionen in der Werbung einsetzt, gibt es bislang hierzulande noch nicht. In den USA dagegen hat beispielsweise Draftfcb für den Lebensmittelkonzern Del Monte schon erfolgreich ein Projekt umgesetzt, schildert Thorsten Linz, Senior Vice President und Director Emerging Technologies bei Draftfcb München: „Draftfcb hat für den Lebensmittelspezialisten in San Francisco, Chicago, New York und Los Angeles 434 Kontaktportale, sogenannte Geo-Fences, im Handel aufgestellt. Über diese versorgt Del Monte Kunden mit gezielten Informationen in Form von SMS.“ Das Ergebnis: 37 Prozent der User hätten daraufhin einen Kauf getätigt und 17 Prozent zusätzliche Infos zu den Produkten abgerufen.

„NFC kommt, im Bereich E-Commerce naturgemäß stark“, resümiert Joachim Bader, der für seine Kunden, wie beispielsweise Lufthansa, schon die ein oder andere Idee hat – auch in Verbindung mit Außenwerbung: „Da gibt es noch viele Möglichkeiten.“ Allerdings dämpft er Erwartungen, noch in diesem Jahr mit massenmarktfähigen Projekten aufwarten zu können. „Ob sich NFC in Zukunft die Erwartungen an Nutzung und Reichweite erfüllen wird, muss sich zeigen“, bremst auch Henning Ralf die Euphorie. „Die Relevanz dieser Technologie für Werbung und Marketing lässt sich noch gar nicht einschätzen. Wie sich NFC entwickelt, sehen wir in diesem Jahr. Wir sind gespannt.“


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TERMINE

Vom 27.03.2012 bis 28.03.2012

SMX München


Vom 27.03.2012 bis 28.03.2012

„Die Zunkunft des E-Commerce“ – Motto der 16. Internet World in München


E-Mail-Marketing-Seminar: Wie Sie mit neuen Ideen und Strategien Ihr E-Mail Marketing optimieren Am 29.03.2012

E-Mail-Marketing-Seminar: Wie Sie mit neuen Ideen und Strategien Ihr E-Mail Marketing optimieren


Am 19.04.2012

Ad Trader Conference 2012



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