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AUSGABE KW 08 – 24.02.2011

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Editorial

Mediahandel nach Kennzahlen

Arne Schulze-Geißler, Chefredakteur

Mediahandel nach Kennzahlen
Arne Schulze-Geißler
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Vielerorts spricht man von Mediaauktionen, auf deren Basis man Werbung ausliefern und Medialeistung in Echtzeit handeln kann. Damit erreicht die grafische Werbung sicher technologisch die nächste Evolutionsstufe. Allerdings weiß heute noch niemand, ob es tatsächlich die Vorteile für den Gesamtmarkt bringt, wie sie von den Anbietern, die diesen Markt organisieren wollen, proklamiert werden.

Unter Vorteilen verstehe ich ein insgesamt besseres Kampagnen-Matching mit dem Resultat, mehr Geld für die Medien und eine bessere Werbeleistung für den Werbekunden zu erreichen. Neben Google mit der DoubleClick Exchange strömen viele etablierte und neue Unternehmen in diesen jungen, dynamischen Markt, um Angebot und Nachfrage zu regeln und sich selbst eine Scheibe vom Werbekuchen abzuschneiden. Das ist natürlich legitim, wenn sie entweder der Nachfrage oder Angebotsseite einen Mehrwert bringen, der ihr eigenes Salär übersteigt.

Das Problem, dass ich mit der Materie heute habe, ist die diffuse Ausrichtung der einzelnen Player. Einerseits geht es immer wieder um Audiences, auf der anderen Seite soll es doch wieder alles Premium und Branding sein. Wenn man tatsächlich die auktionsbasierte Suchwortvermarktung zum Vorbild nimmt, dann geht es in diesem neuen Segment des „Display Engine Marketing“ um den Mediaeinkauf nach klar definierten Kennzahlen. Letztlich wird doch der Mediaeinsatz auf eine Aktion heruntergebrochen, egal ob es sich um Verkäufe, Probefahrten oder Testabos dreht. Mediaauktionen wären damit das Display-Performance-Tool schlechthin.

Nun hocken die deutschen Publisher auf jeder Menge Inventar, das die Rubicons, Admelds und Improve Digitals dieser Welt und natürlich auch Google gerne organisieren würden. Aber so recht scheinen sie noch nicht überzeugt, obwohl die meisten der großen Player wohl schon mal Tests gestartet haben. Nun lauern aber nicht nur die Exchanges und Yield-Optimierer auf den Dammbruch, auch die Spezialisten auf der Einkaufsseite würden sich über etwas mehr dynamische Manövriermasse freuen.

Für Publisher gibt es natürlich ein kleines Problem, was offensichtlich wird, wenn man sich mal die amerikanische Nachrichtenseite Foxnews.com anschaut, die bei der Monetarisierung ihrer Werbeflächen scheinbar recht dynamisch unterwegs ist.

Quelle: Foxnews.com, Ghostery Trackingtool
Quelle: Foxnews.com, Ghostery Trackingtool

Auf Artikelebene erhält der Nutzer beim Erstbesuch 19 Tracking-Cookies, etwa die Hälfte von Unternehmen, die helfen sollen, die Werbeflächen optimal zu monetarisieren. Ich kann leider nicht beurteilen, welche anonymen Infos über den einzelnen Leser dabei in den Cookies gespeichert werden, aber irgendwas wird gespeichert. Daher stellt sich die Frage, wie können Publisher den Datenabfluss bei der Einbindung dynamischer Monetarisierungsmodelle minimieren bzw. steuern oder ihn sich mindestens bezahlen lassen?

Viel Spaß mit Adzine!

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Search Marketing

Facebook Ads keine Alternative für Google AdWords

Olaf Kopp, Gastautor

Facebook Ads keine Alternative für Google AdWords
Olaf Kopp

Vergleiche zwischen Facebook-Werbung in Form von Facebook Ads und Google AdWords sind derzeit eines der größten Missverständnisse im Online-Marketing. Um das zu verstehen, ist es wichtig, die Unterschiede zwischen Social Media Marketing, Social-Media-Werbung und Google AdWords zu verdeutlichen.

Social Media Marketing nicht gleich Social-Media-Werbung

Zuerst einmal ist es wichtig, die Begriffe Social-Media-Werbung und Social Media Marketing nicht gleich zu setzen. Marketing ist nicht gleich Werbung. Werbung ist nur ein Teilbereich des Marketings, den ich im Social-Media-Kontext als nicht so entscheidend einstufe. Diese Differenzierung muss man erst mal verstehen, bevor man sich auf das Thema Social Media Marketing einlässt.

Facebook Ads sind Social-Media-Werbung und damit, wenn überhaupt, nur ein unterstützendes Element im Social-Media-Marketing-Mix, aber nicht ein entscheidendes. Die Werbung im Social Media Marketing spielt nur eine untergeordnete Rolle.

Social Media Marketing ist von der Funktionsweise eher ein Instrument zum Markenaufbau/Branding als ein Mittel zur direkten Verkaufsförderung. Natürlich kann man über Social Media Marketing auch direkte Umsätze erzielen (Stichwort „Empfehlungsmarketing“), doch bis dahin ist es oft ein langer Weg und die Vorarbeit für ein erfolgreiches Empfehlungsmarketing setzt viel früher an, und zwar über vertrauenschaffende Maßnahmen, wie z.B. Kompetenz, Kundenservice, Reputationsaufbau, Qualitätsmanagement, PR-Arbeit. Dafür ist ein enger sozialer Kontakt zu den Hubs bzw. Influentials notwendig. Das alles hat mit Werbung nichts zu tun.

Die entscheidenden Unterschiede zwischen Facebook Ads und Google AdWords

Werbemittel
Bei den Facebook Ads hat man die Möglichkeit, einen Text und Bild als Werbemittel zu nutzen. Bei Google AdWords besteht die Möglichkeit, mit Textanzeigen in der Google-Suche und im Google-Display-Netzwerk zu werben. Im Google-Display-Netzwerk hat man zudem die Möglichkeit, statische und animierte Bannern sowie Video Ads über die AdSense-Werbeblöcke zu platzieren.

Targeting
Bei Facebook Ads können Zielgruppen nach bestimmten Keywords, die in Userprofilen vorkommen und mittels demografischer Kriterien definiert werden, ausgewählt werden. Die Zielgruppen ergeben sich damit aus thematischen Informationen in den Facebook-Profilen.

Bei AdWords-Kampagnen in der Google-Suche bucht man Keywords, die für bestimmte Suchanfragen angetriggert und wozu entsprechende Anzeigen eingeblendet werden sollen. Die Zielgruppe definiert sich also durch die eigenen Suchanfragen selbst. Das entspricht dann eher einer Pull-Werbung, die durch den Suchenden selber ausgelöst wird.

Das Targeting im Display-Netzwerk wird wie bei den Facebook-Werbekampagnen auch über Keywords definiert. Der Unterschied: Hierbei geht es nicht um die Interessen der User (dort hat aber Google bereits etwas in der Betaphase), sondern um das thematische Umfeld, in dem die Werbemittel ausgeliefert werden sollen. Ein demografisches Targeting wie bei Facebook ist genauso möglich. Zudem erlaubt Google eine Vielzahl an Optimierungsmöglichkeiten der Display-Netzwerk-Kampagnen. Ebenso ist es möglich, bestimmte Seiten als Placements gezielt anzusteuern oder auszuschließen. Placements können hierbei z. B. nach Kategorien, Besucherprofil sowie Interessen beim Surfverhalten geclustert und als Zielseiten definiert werden.

Zielgruppe
Bei der Betrachtung der Zielgruppe auf Facebook sowie Google wird der Unterschied zwischen Facebook Ads und Google AdWords dann am deutlichsten. Bei Facebook und Social-Media-Plattformen sind die User aktiv, um soziale Kontakte zu pflegen. Also ein privates, fast schon intimes Umfeld. Werbung ist verpönt bzw. wird gar nicht erst beachtet. Zudem ist die Transaktionsfreude in einem solchen Umfeld nicht die höchste. Es sei denn, es geht um eine Kommunikation mit dem sozialen Umfeld und wird Teil dessen. Ein Unternehmen ist in der Regel kein Teil des sozialen Umfelds. Als veranschaulichendes Beispiel:

Man sitzt mit den Freunden zusammen an seinem wöchentlichen Stammtisch und es kommt plötzlich ein Vertreter an den Tisch und versucht etwas zu verkaufen. Ein durchaus ungünstiger Zeitpunkt für den Vertreter, um Erfolg zu haben.

Kann man einen USP vorweisen oder eine Emotionalität auf Facebook erzeugen, wird die Botschaft von sich aus verbreitet und mit Glück erreicht man eine virale Verbreitung durch das soziale Netzwerk. Man sollte sich bei Facebook-Werbung nicht von der großen Reichweite, die Kampagnen auf Facebook ohne Zweifel bieten, blenden lassen. Reichweite ist für modernes Online-Marketing nicht mehr ein ausschlaggebendes Argument. Liebe 100 sehr intensive soziale Kontakte als 100.000 Werbeeinblendungen, die keinen interessieren.

Bei Google AdWords in der Google-Suche ist die Zielgruppe aktiv auf der Suche nach einem Thema. Das ist ein ganz anderes Umfeld für Werbung als bei Facebook, wo die Zielgruppe anhand von generellen Interessen oder demografischen Kriterien bestimmt wird  und kein akutes Bedürfnis nach diesem Thema hat.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Google AdWords Pull-Werbung ist, während Facebook Ads Push-Werbung nach dem klassischen Werbemodell ist.

Die überflüssige Diskussion Facebook vs. Google

Facebook Ads und Google AdWords sind beides PPC-Werbemodelle. Das war es aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Social Media Marketing verfolgt andere Ziele als Google-AdWords-Kampagnen und Facebook Werbung spielt keine große Rolle im Social Media Marketing. Die virale Verbreitung von Botschaften in sozialen Netzwerken ist nicht durch Werbung, sondern durch Community-Management zu erreichen.

Deswegen ist der Konkurrenzkampf zwischen Google und Facebook nicht der Rede wert. Social Media Marketing bzw. Facebook Ads und Google AdWords sind nicht vergleichbar und stehen dementsprechend in keiner Konkurrenz zueinander. Je nach Zielen und Geschäftsmodell sollte man die Prioritäten setzen.


Über den Autor

Olaf Kopp ist Inhaber der Google AdWords Agentur SEM Deutschland und hat 2006 seine Diplomarbeit zum Thema Viral-, Word of Mouth und Buzz Marketing geschrieben. Zudem ist der passionierte Online-Marketing-Fan aus Hannover regelmäßiger Gastautor auf diversen Fachportalen zum Thema Performance-Marketing und gibt AdWords-Seminare. In seinem Online-Marketing-Blog veröffentlicht er regelmäßig Beiträge über Social Media Marketing, Suchmaschinenmarketing und Online-Marketing.

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18 Themen aus dem Online Marketing auf Adzine.de

Mobile Marketing

Mobile World Congress 2011 – Das Handy wird zum digitalen Zauberstab

Axel Hoehnke, Gastautor

Mobile World Congress 2011 – Das Handy wird zum digitalen Zauberstab
Axel Hoehnke

Den 65.000 Besuchern, darunter 3.000 Geschäftsführer aus mehr als 200 Ländern, wurde in Barcelona auf dem Mobile World Congress 2011 wieder viel geboten: Neben dem Stand der mobilen Technik waren es in diesem Jahr vor allem auch die Präsentationen der Konzernchefs von Google, HTC, HP, Microsoft, Nokia, NTT Docomo, RIM, Yahoo und WPP. Doch wirklich beherrscht hat Barcelona nur ein Thema, die neue Partnerschaft von Nokia und Microsoft.

Mobile is where the scale is. This is where the growth is!

Der Google CEO Eric Schmidt brachte es auch zu diesem Mobile World Congress 2011 auf den Punkt: „Mobile is where the scale is. This is where the growth is!“ Mobile Geräte werden inzwischen häufiger verkauft als klassische Computer und verlagern das Internet vom Schreibtisch in die Hand der Nutzer. Daraus entstehen gänzlich neue Anwendungen und Möglichkeiten. Laut Mary Meeker vom US-Investmenthaus Kleiner Perkins erlebt die Technikwelt ihren bisher tiefsten Umbruch: „Diese neue gewaltige Technologie wird jede andere Industrie transformieren.“ Das mobile Internet – jederzeit und überall – ist heute eine Selbstverständlichkeit. Dazu Eric Schmidt: „Bill Gates’ Vision: ‚Information at your fingertips‘ war richtig! Es brauchte nur 20 Jahre, bis wir diese Vision auch umsetzen konnten.“ Google gab zum Teil gigantische Einschätzungen zum Marktpotenzial einzelner Branchen heraus. Dennoch hatte man den Eindruck, dass Eric Schmidts Optimismus sich im Vergleich zum Vorjahr etwas abgekühlt hatte.

Microsoft & Nokia

Aber vielleicht lag das ja auch an ganz anderen Gründen. Denn kurz vor der Messe schlug die Bombe ein: Laut Nokia CEO Stephen Elop stünde sein Unternehmen in Flammen und die Herausforderung gleiche einer brennenden Öl-Plattform. Der weiße Ritter in Gestalt von Stephen Elops ehemaligen Arbeitgeber war dann aber schnell gefunden: Microsoft mit seinem neuen Betriebssystem und einem atemberaubenden Quartalsergebnis stünde bereit, um die Lücken in Nokias Betriebssystemen zu füllen. Im Gegenzug erhalten die Nokia Divisionen Navteq bzw. Nn4d Einzug in die Microsoft-Plattformen. Zur Erklärung: Navteq ist weltweit führend im Bereich Digitale Karten und war Nokia im Jahr 2007 sportliche 5,7 Mrd. € wert. Erstklassiges Kartenmaterial ist die erfolgskritische Voraussetzung für nahezu alle Formen von Location Based Services und gilt damit als Schlüssel zum regionalen Werbemarkt bzw. gezielt geografisch angepassten Diensten.

Ist Navteq der wahre Zugewinn für Microsoft?
Ist Navteq der wahre Zugewinn für Microsoft?

Dennoch herrscht in Finnland Unruhe, denn die Brandrede des Nokia CEO war ein deutlicher Weckruf an das eigene Unternehmen und versprach eine unsichere Zukunft für das nokiaeigene Betriebssystem Symbian. Dies sei „… auf Talfahrt und noch keine zündende Alternative in Sicht “– zudem bestünde nur die zweifelhafte Hoffnung, mit dem Betriebssystem MeeGo von Intel eine zukunftsweisende Software für Mobile Devices zu entwickeln. Dies ist umso dramatischer, da sich der „Krieg der Endgeräte“ mittlerweile zu einem „Krieg der Ökosysteme“ entwickelt hat und Nokia zwei erfolgskritische Säulen fehlen. Die perfekte Ergänzung findet Nokia nicht in Android (wie es Eric Schmidt laut eigenem Bekunden gerne gesehen hätte), sondern in der Partnerschaft mit Elops ehemaligem Arbeitgeber Microsoft. Eine gute Wahl, wie der gemeinsame Auftritt von Steve Ballmer und Stephen Elop vermitteln soll.

Das Bündnis Microsoft & Nokia verfügt über ein schlagkräftiges Portfolio

Microsoft hat eine treue Basis von Windows-Entwicklern, die auch in der Lage sind, gute und kommerziell attraktive Applikationen (Apps) zu schreiben. Davon ist Nokia weit entfernt. Den Einstieg in den Consumer-Markt hat sich Microsoft mit seiner Xbox über Jahre teuer erkauft, Nokia hat hier die internationalen Mobil-Massenmärkte fest im Griff. Laut Elop sind die „Emerging Markets“ für Nokias Zukunft von höchster Priorität: „80 % der Menschen leben weltweit im Versorgungsbereich digitaler Netze – jedoch nur 20 % der Menschen haben Zugang zu diesen Netzen.“ Man mag über die Geräte der Series 30 oder Series 40 hierzulande schmunzeln. Für Milliarden Menschen können diese Geräte den überlebensnotwendigen Anschluss an die digitale Welt bedeuten.

Microsofts Stellung im Geschäftskundensegment ist exzellent, da die Windows-Betriebssysteme und Office-Anwendungen dort den Standard definieren. Im Werbemarkt hat Microsoft Advertising sein Portfolio um die Search-Technologie erweitert und bietet unmittelbaren Zugang zu den Werbebudgets. Auch im Geräteportfolio ist kein Wettbewerber so komplett aufgestellt wie Microsoft und Nokia: Vom einfachen Feature Phone bis zum Top-End-Smartphone ist im vereinten Portfolio nahezu alles vorhanden, was Privat- oder Geschäftskunden in den hoch entwickelten Märkten – aber eben auch in den Wachstumsmärkten nachfragen. Mit den Kartendiensten von Navteq werden Microsoft und Nokia aus meiner Sicht zu einem ernst zu nehmenden Wettbewerber für Google.

Vergleich der Ökosysteme

Microsoft unterhält eine partnerschaftliche Zusammenarbeit auf unterschiedlichen Ebenen. Dagegen ist Android primär noch eine Allianz aus Google und vielen Hardwareherstellern. Der Android-Messestand war dementsprechend darauf ausgerichtet, ein reichhaltiges Ökosystem von Content-Partnern im Umfeld des grünen Androiden zu dokumentieren.

Apple fehlte in Barcelona. Die Firma ist der gegenwärtige Champion im Privatkundensegment und hat ein bestens integriertes Portfolio. Der Schwachpunkt ist die Akzeptanz im Geschäftskundensegment. Denn noch wehren sich IT-Abteilungen dagegen, Apple-Hardware in großer Zahl in die Unternehmens-IT zu integrieren. Dies dürfte dann noch schwieriger werden, sobald die Champions des Geschäftskundensegments eigene attraktive Lösungen anbieten. Neben HP, Intel und Cisco gehört dazu vor allem auch Research in Motion (RIM). Intel setzt eher auf den Embedded statt auf Verbrauchermärkte. Der Intel CEO Paul Otellini kündigte dazu noch in diesem Jahr erste Geräte an.

Mobile Gerätschaften & Inhalte

RIM plant noch 2011 zwei weitere Modelle seines Playbook-Tablets für das Geschäftskundensegment, um dort gegen auf Android basierende Tablets von Samsung, Motorola, Sony Ericsson und HTC anzutreten. Das Motorola Xoom inkl. Honeycomb/Android 3.0 gefiel mir sehr gut. Dennoch wird sich erst noch zeigen, ob sich diese Geräteklasse nachhaltig am Markt etablieren kann. Die Präsentationen in Barcelona haben diesen Beweis sicher noch nicht geleistet. HTC veröffentlichte zwei auf dem Android-System basierende Smartphones inkl. Facebook Branding. Das HTC Salsa und das HTC ChaCha bieten eine tiefe Integration zu Facebook inkl. Kalendersynchronisation, Statusaktualisierung und der Möglichkeit zum einfachen Austausch von Bildern und Musik.

HTC reagiert damit auf die Initiative des Herstellers INQ, der ebenfalls einige auf Android basierende Handys mit Facebook-Integration vorgestellt hat. Auch Gemalto, ein bisher im Bereich SIM-Karten bzw. Digitale Sicherheit etablierter Anbieter, versucht, von der großen Facebook-Reichweite zu profitieren, und hat den Zugang zur Social-Plattform auf seinen SIM-Karten implementiert. Jedes SMS-fähige Endgerät kann dadurch auf der Facebook-Plattform Nachrichten hinterlassen und erschließt das Netzwerk für die Besitzer von einfachen Feature Phones.

Eine attraktive Smartphone-Plattform braucht eine Auswahl an Apps, die für den Konsumenten attraktiv und für den Entwickler profitabel sind. Die App Planet Area ist dafür auf dem MWC der zentraler Treffpunkt für die App Entwickler und den Vertretern der Industrie. Um die dazu notwendige Zusammenarbeit zwischen den Developern, Vermarktern und Plattformbetreibern voranzutreiben, haben HP, IMGA, Microsoft, Nokia, RIM, Samsung, WAC u. a. eigene Developer-Programme aufgelegt. Mittlerweile etabliert haben sich dazu die Mobile Premier Awards (MPA), die auch vom MobileMonday Germany e. V. unterstützt werden.

Ausblick 2013

Die Ausrichtung des Mobile World Congress wird ab 2013 neu vergeben. Im Rennen sind der aktuelle Veranstalter Barcelona und Paris, Mailand und München. Trotz des im Frühjahr üblicherweise sehr verlockenden Wetters in Barcelona drücke ich eindeutig München die Daumen. Denn neben den jungen Mobile-Messen, wie den Frankfurter M-Days und der im Oktober 2011 erstmals stattfindenden Hamburger Konferenz MxO, wäre ein Mobile World Kongress in Deutschland ein fantastisches Signal für die Wirtschaft. Wie sagte Mary Meeker: „Diese neue gewaltige Technologie wird jede andere Industrie transformieren.“ Es wäre schön, wenn Deutschland diese fundamentale Veränderung von der Spitze aus steuern könnte, anstelle nur als gern gesehener Gast an der Reise teilzunehmen.


Über den Autor
Axel Hoehnke berät seit 2002 Technologiefirmen bei deren Einstieg in neue Absatzmärkte. Sein beruflicher Werdegang führte ihn über Stationen beim Süßwarenriesen Mars, dem deutschen Pay-TV-Unternehmen Premiere und Microsoft Advertising. Er leitete die Aktivitäten des Electronic & Mobile Business der finnischen elisa-Group in Deutschland. Hoehnke ist Gründer und Repräsentant des Hamburger MobileMonday Chapters.

Über MobileMonday
MobileMonday (momo) wurde im Jahr 2000 gegründet und vereint weltweit Innovatoren, Entwickler und Unternehmen der mobilen Branche in mehr als 100 Metropolen. Der MobileMonday soll den globalen Technologietransfer und eine barrierefreie Zusammenarbeit fördern. Im Februar 2011 vereint der deutsche momo-Verbund mehr als 3800 Mitglieder aus Agenturen, Industrie- und Medienunternehmen, die sich bundesweit zu gut 25 Konferenzen treffen. Die nächsten Termine des Hamburger Chapters sind beispielsweise: Mobile Healthcare am 04.04.2011 und Mobile Retail am 30.05.2011.

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JOBS

Affiliate Manager (m/w)

TuneUp Software GmbH, Darmstadt


Web Developer (m/w)

TuneUp Software GmbH, Darmstadt


Junior Account Manager / Account Manager (m/w)

iProspect GmbH, Hamburg

iProspect ist eine der weltweit führenden Performance-Marketing-Agenturen. In Deutschland zählen wir zudem zu den technologiestärksten SEM-Agenturen. Am Standort Hamburg betreuen wir national und international agierende Unternehmen – u. a. aus den Bereichen Mobile, Finance und Consumer Goods – und suchen hierfür zum nächstmöglichen Zeitpunkt folgende Verstärkung:


Sales Manager Junior/Senior

YBRANT DIGITAL GmbH

Ybrant Digital ist eines der weltweit führenden Internet-Werbenetzwerke und Teil der in 40 Ländern operierenden Ybrant Digital Group – einem der schnellstwachsenden Unternehmen im digitalen Marketing. Die Ybrant-Digital-Group hat Niederlassungen unter anderem in Israel, Nordamerika, Argentinien, Frankreich, Deutschland, Italien, Polen, den Philippinen und Großbritannien sowie Vertretungen in Australien, Belgien, den Niederlanden und Skandinavien.


Techie / Campaign-Manager (m/w)

Mediaschneider AG, Zürich

Wir suchen per sofort oder nach Vereinbarung einen: Techie / Campaign-Manager (m/w)


Designer - Flex/Flash Entwickler (m/w)

adnologies GmbH, Emden

Die adnologies GmbH entwickelt und betreibt Technologien für die Online-Marketing-Branche zur Planung, Durchführung und Analyse von Online-Werbung (AdServing), Steigerung von Umsätzen und Erlösen (Re-Targeting) sowie der Profil-gesteuerten Auslieferung von Werbung. Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt am Standort Emden eine/einen Designer - Flex/Flash Entwickler (m/w).


Admanager/in

adnologies GmbH, Emden

Die adnologies GmbH entwickelt und betreibt Technologien für die Online-Marketing-Branche zur Planung, Durchführung und Analyse von Online-Werbung (AdServing), Steigerung von Umsätzen und Erlösen (Re-Targeting) sowie der Profil-gesteuerten Auslieferung von Werbung. Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt am Standort Emden eine/einen Admanager/in.

TERMINE

Online Marketing Seminar -- Hamburg Vom 24.02.2011 bis 25.02.2012

Online Marketing Seminar -- Hamburg


ecommerce conference in Hamburg, München, Düsseldorf, Frankfurt Vom 22.03.2011 bis 30.03.2011

ecommerce conference in Hamburg, München, Düsseldorf, Frankfurt


Seminar: Wie Sie mit neuen Ideen und Strategien Ihr E-Mail Marketing optimieren Am 29.03.2011

Seminar: Wie Sie mit neuen Ideen und Strategien Ihr E-Mail Marketing optimieren


Search Marketing Expo - SMX München Vom 05.04.2011 bis 06.04.2011

Search Marketing Expo - SMX München


eMetrics Marketing Optimization Summit Vom 05.04.2011 bis 06.04.2011

eMetrics Marketing Optimization Summit


Internet World 2011 in München Vom 12.04.2011 bis 13.04.2011

Internet World 2011 in München


Vom 03.05.2011 bis 18.05.2011

Das Online Marketing Forum geht wieder auf Tour!



 

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