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AUSGABE KW 49 – 08.12.2011

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THEMEN

 Pfeil Mobile Marketing: „Scan Dich glücklich“: Mobiler Eingriff in den Kaufprozess  Pfeil Search Marketing: Grundlagen der Backlinkanalyse und -optimierung JOBS


Mobile Marketing

„Scan Dich glücklich“: Mobiler Eingriff in den Kaufprozess

Christina Rose, Redaktion

„Scan Dich glücklich“: Mobiler Eingriff in den Kaufprozess
Christina Rose

Per Smartphone emanzipieren sich Käufer zunehmend. Indem sie Barcodes von Produkten scannen und so eine Fülle Informationen direkt am Point of Sale bekommen, können sie Produkte verschiedener Hersteller schnell und bequem online vergleichen. Kunden können so Informationen beispielsweise zu Inhaltsstoffen, Nährwerten, Herkunft, Preisen sowie unabhängige Testberichte oder die Meinung anderer Käufer einholen, was die Kaufentscheidung entscheidend beeinflussen kann. Das Berliner Start-up Barcoo ist Anfang 2009 mit dem Ziel gestartet, Kern-Informationen zu Produkten zusammenzufassen und überall dort anzubieten, wo sie benötigt werden. Im Adzine-Interview erklärt Gründer Benjamin Thym das Barcoo-Modell und spricht über Perspektiven im Mobilmarkt.


Adzine: Herr Thym, erklären Sie bitte das Geschäftsmodell von Barcoo.

Benjamin Thym: Unser Ziel ist es, aus Nutzerperspektive für Transparenz in allen Dimensionen zu sorgen, beim Einkauf und in der After-Sales-Phase. Dazu wollen wir alle Informationen zur Verfügung stellen, die für den Konsumenten wichtig sind: Preisvergleich mit lokalen Einzelhändlern, Testberichte, Nutzerkommentare, Ökoinformationen über den Hersteller und Gesundheitsinformationen, beispielsweise über die Lebensmittelampel. Der Kunde soll am POS mit unserer Anwendung über das Smartphone immer mehr und immer bessere Informationen bekommen.

Adzine: Kann man denn damit Geld verdienen - wie refinanzieren Sie überhaupt Ihr Angebot?

Thym: Mit über vier Millionen Installationen in Deutschland, wovon 40 Prozent aktiv genutzt werden, sind wir mit großem Abstand die führende, rein mobile Brand in diesem Bereich. Wir setzen auf große Reichweite, deshalb ist die App kostenlos. Wir refinanzieren das Angebot indirekt durch Werbung. Hersteller können bei den eigenen Produkten eigene Informationen platzieren, klar gekennzeichnet mit „W“ für Werbung. Als spannende Variante bieten wir auch Guerilla-Targeting, d. h., die Hersteller können ihre Infos bei Konkurrenzprodukten platzieren. Philadelphia mit Milka macht das beispielsweise bei Nutella-Scans bei Barcoo, weil sie dort genau ihre Zielgruppe erreichen. Darüber hinaus haben wir auch Unternehmen wie Chio Chips, Microsoft, Master Card, Danone, Gerolsteiner, Nivea, Elmex, Tassimo, Bionade und Tchibo als Werbekunden.

Nutella gescannt und die Barcoo App empfiehlt eine leichtere Variante eines Wettbewerbers, Quelle: barcoo
Nutella gescannt und die Barcoo App empfiehlt eine leichtere Variante eines Wettbewerbers, Quelle: barcoo


Adzine: Woher beziehen Sie Ihre Inhalte?

Thym:
Für Testberichte haben wir neben Stiftung Warentest noch 320 weitere Fachmagazine an Bord. Außerdem beziehen wir Inhalte von über 50 verschiedenen Quellen, darunter Preisvergleiche wie Billiger.de, Schottenland.de oder Shopping.com. Auch manche Händler wie Schlecker oder Spar in Österreich bieten Preisinformationen. Auf der anderen Seite kommen Inhalte von den Nutzern selber. Bei „high involvement goods“, wie Elektronik, hat der Konsument schon gelernt, sich vor dem Kauf im Internet Meinungen anderer Nutzer einzuholen. Bei sogenannten „low involvement goods“ dagegen ist ein solches Verhalten neu. Doch auch Hautcreme-Käufer wollen wissen, wie andere Konsumenten ihre Hautcreme bewerten. Diese Inhalte bezieht Barcoo aus seiner Community. Ansonsten werden Inhaltsquellen nach Bedarf bemüht – je nachdem, ob Informationen auf Produktebene, Herstellerebene oder Kategorieebene gefragt sind. Wir haben Greenpeace, WWF und verschiedene kleinere Organisationen eingebunden, Fairtrade, Verbraucherzentralen oder neuerdings auch Angebote wie Laktonaut.de, eine Produktsuchmaschine zum Thema Laktoseintoleranz.

Adzine: Wie verarbeiten Sie diese Inhalte?

Thym: Wir greifen einerseits über Schnittstellen automatisiert auf diese Inhalte zu. Andererseits haben wir auch eine eigene Redaktion, die solche Inhalte ortet und bei uns einstellt, wenn der Partner beispielsweise keine explizite Schnittstelle hat.

Adzine: Haben Sie Wettbewerber?

Thym: Das sind zum einen klassische Preisvergleichsseiten, die auch mobil aktiv sind. Oder Amazon, die auch in ihre mobilen Apps Barcodescanner integriert haben. Daneben gibt es noch andere Anbieter von Lebensmittelinformationen, wie Das-ist-drin.de. Letztlich konkurrieren wir auch mit Google, die starke mobile Ambitionen haben und in die Produktsuche viel investieren.

Adzine: Sie haben eben schon erwähnt, dass auch Nutzerinhalte eine wichtige Rolle spielen. Welchen Stellenwert hat Social Media in Ihrem Geschäftsmodell?

Thym: An den Klickraten sehen wir, dass Social-Media-Funktionen und –Angebote den Nutzern wichtig sind. Wir werden in diesem Bereich aber die Qualität auch noch erhöhen müssen und es so steuern, dass wir fein trennen nach Produktkategorien und die Nutzer gezielt nach ihren Bewertungen befragen. Werden beispielsweise saure Gurken gescannt, könnten wir gezielt fragen, wie knackig diese Gurken sind. So bekommen die Kommentare noch mehr Empfehlungscharakter. Aber nicht nur Kommentare liefern Input. Die Lebensmittelampel beispielsweise gab es vorher gar nicht. Unsere Nutzer geben mobil diese Nährwerte ein. Inzwischen sind es schon über 750.000 Nährwerte. Damit haben sich die Konsumenten selber eine riesige Nährwertdatenbank geschaffen. Das ist Crowdsourcing par excellence. Die Rolle der Crowd soll in Zukunft noch wachsen.

Adzine: Was motiviert Nutzer, selber Werte einzugeben?

Thym: Um Nutzer zu motivieren, Input zu liefern, halten wir die Hürden so gering wie möglich, beispielsweise gibt es keine Registrierungspflicht. Zudem versuchen wir, optimale Usability zu bieten. Ich habe als User selber erst den Benefit, wenn ich die Werte eingegeben habe, weil ich dann erst die Lebensmittelampel sehe.

Adzine: Über welche Betriebssysteme wird Ihre App genutzt?

Thym: Die meisten nutzen Barcoo über iOS (57 Prozent der Nutzer), gefolgt von Android (30 Prozent). Über die mobile Webseite kommen noch sieben Prozent, über Samsungs Bada 3,5 Prozent und über Sonstige zwei Prozent der Nutzer. Im ersten Quartal 2012 werden sich die Verhältnisse wahrscheinlich ändern.

Adzine: Für Smartphones mit Windows Phone 7 Betriebssystem gibt es noch keine App von Barcoo?

Thym: Sollte der Marktanteil von Windows Phone steigen, werden wir es auch unterstützen. Wir hatten in der Vergangenheit die Ambition, jede Plattform unterstützen zu wollen. Viele hatten aber nicht die nachhaltige Nutzungsintensität, sodass wir uns fokussiert haben. Für uns rechnen sich Systeme mit einem Marktanteil ab etwa 2,5 Prozent.

Adzine: Bei welchen Warengruppen lohnt sich die Barcoo App bzw. wo sehen Sie noch Potenzial?

Thym: Ausbaupotenzial gibt es eigentlich noch bei allen Warengruppen. Wir konzentrieren uns auf Fast Moving Consumer Goods (Lebensmittel, Getränke, Drogerieartikel). Medien und Elektronik scannen wir auch, wenn auch in geringerem Umfang, weil man auch nicht täglich mit neuen Elektronikprodukten in Kontakt kommt. Bei Medien, insbesondere bei Büchern, wollen wir künftig das Angebot ausbauen in Richtung Kommentare. Denkbar wären E-Book-Reviews, Trailer bei DVDs etc. Der Schwerpunkt liegt aber auch künftig im FMCG-Bereich.

Adzine: Welche Themen werden in diesem Bereich wichtig?

Thym: Wir werden in Zukunft noch stärker auf das Thema Rückverfolgbarkeit setzen und weitere Hintergrundinformationen liefern. Die Weisheit der Massen werden wir noch zielgerichteter als in der Vergangenheit nutzen, anderen Usern zur Verfügung stellen und schnell auf Themen reagieren. Beim Thema dioxinverseuchte Eier hatten wir auch nur ein paar Stunden um zu reagieren.

Adzine: Wie wird sich nach Ihrer Ansicht der M-Commerce entwickeln?

Thym: Wir beobachten, dass M-Commerce vielerorts noch ein Phantom ist. Wenn ich einen Onlineshop hätte, würde ich nicht drauf bauen. Es gibt sicherlich größere Hebel, an die man ansetzen kann, als das mobile Shopping – zumindest in Bezug auf die Transaktion. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass der mobile Kauf von nicht digitalen Gütern in Deutschland ein schwieriger Markt ist und dies auch auf absehbare Zeit so bleiben wird, wenn man nicht gerade Amazon oder Ebay heißt.

Adzine: Wie wird sich nach Ihrer Einschätzung der Markt für Location based Services entwickeln?

Benjamin Tym
Benjamin Tym
Thym: LBS ist ein Wachstumsmarkt. Rückschläge und Justierungen wird es auch in Zukunft geben. Dass Facebook seine Local Deals eingestellt hat, zeigt, dass dieser Markt noch einiges an Überraschungen birgt. In einem Jahr wird es Apps geben, an die heute noch niemand denkt. Foursquare macht derzeit auch eine interessante Entwicklung durch und beweist, dass es nicht nur für die Nutzer relevant ist, die diesen Dienst per Check-in schon nutzen. Basierend auf diesem Check-in können wiederum Social Recommendations ausgegeben werden für Nutzer, die keine aktiven Foursquare-Einchecker sind. D.h. Foursquare geht von Mobile to Web. Basierend auf der Anzahl der Check-ins sucht man sich die angesagteste Bar in Berlin o.Ä. Um davon zu profitieren, muss ich kein Foursquare-User sein. Foursquare erschließt sich so neue Nutzungsschichten unabhängig von den Leuten, die den Check-in machen. Das kann für jemanden wie Qype auf längere Sicht lebensbedrohlich sein. Mobile hat somit das Potenzial, Dienste zu bedrohen, die im Web angesiedelt sind und nicht in diese Richtung denken. Es bleibt spannend.

Adzine: Herr Thym, wir danken für das Gespräch und wünschen weiterhin viel Erfolg.


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Search Marketing

Grundlagen der Backlinkanalyse und -optimierung

Axel Zawierucha, Gastautor

Grundlagen der Backlinkanalyse und -optimierung
Axel Zawierucha

Bis heute ist die Anzahl und Qualität der Backlinks ein wichtiger Rankingfaktor in Suchmaschinen. Während die Bedeutung hochwertiger Backlinks allgemein bekannt ist, herrscht nicht immer Einigkeit über die optimale Vorgehensweise im Linkbuilding. Sogar von (vermeintlichen) Experten lassen sich mitunter zweifelhafte Praktiken beobachten. Wer eine Website betreibt und sich regelmäßig mit dubiosen Linkanfragen konfrontiert sieht, kennt diese Praxis. Im Folgenden sollen die wichtigsten Grundlagen der Backlinkanalyse und des Linkbuildings zusammengefasst und mit Erfahrungen aus unserer täglichen Agenturarbeit ergänzt werden.

Tools und Theorie der Backlinkanalyse

Um die Backlinks einer Domain zu analysieren, bot sich bisher für ein erstes Ergebnis der Yahoo! Site Explorer an, der jedoch vor einigen Wochen abgeschaltet wurde. Neben einigen kostenlosen Tools mit eingeschränkten Funktionen und Auswertungsmöglichkeiten finden sich auf dem Markt verschiedene kostenpflichtige Lösungen, die eine tiefere Analyse der Backlinks ermöglichen. Vergleiche verschiedener kostenpflichtiger Tools zeigen jedoch, welche zum Teil großen Unterschiede zwischen den ermittelten Zahlen bestehen: Sowohl die Gesamtzahl der Backlinks als auch die Aufschlüsselung nach unterschiedlichen Domains und IP-Adressen weichen zum Teil erheblich voneinander ab.

Vereinfacht lässt sich sagen, dass die Vergleichbarkeit sehr schwer fällt und die ermittelten Daten daher eher als Anhaltspunkt gesehen werden können. Eine unterschiedliche Datenbasis, verschiedene Crawler und Aktualisierungsintervalle führen zu einem Spektrum an unterschiedlichen Ergebnissen. Auch wir stellen in der täglichen Arbeit als Online-Marketing-Agentur fest, dass Daten aus Linkanalyse-Datenbanken mit Vorsicht zu genießen und nicht als absolute und vollständige Ergebnisse zu sehen sind. Bisher kann es keine Datenbank leisten, ein vollständiges Ergebnis zu liefern, alle Tools finden Links, die in den anderen Auswertungen fehlen. Für eine möglichst umfassende Analyse müssten theoretisch alle verfügbaren Linkdatenbanken abgefragt und die Ergebnisse miteinander kombiniert werden.

Interessant sind bei der Backlinkanalyse nicht nur die Daten der eigenen Domain. Als Grundlage des Linkbuildings ist es sinnvoll, die Backlinks der wichtigsten Wettbewerber zu identifizieren und zu analysieren. Hierbei können sowohl Backlinkstrategien der Konkurrenz ermittelt als auch neue Backlinkquellen gefunden werden. Wichtig ist hierbei, diejenigen Wettbewerber zu analysieren, die tatsächlich auch für die eigenen Keywords ranken. Die größte Konkurrenz im Ranking ist nicht unbedingt identisch mit den wichtigsten Wettbewerbern auf dem Offline-Markt.

Grundlagen des Linkbuildings

Die wichtigsten Grundlagen des Linkaufbaus können natürlich in einem Abschnitt niemals vollständig abgehandelt werden. Wir beschränken uns darum auf die wichtigsten Tipps und Irrtümer, die uns aus der Praxis bekannt sind.

Einer der gängigsten Fehler, dem unerfahrene oder ungeschulte Linkbuilder noch oft genug aufgesessen sind, ist der, die Qualität vermeintlicher Linkquellen ausschließlich nach dem Pagerank zu bewerten. Schon Google selbst betont regelmäßig, dass die Bedeutung dieser Kennzahl nicht überschätzt werden sollte. Wichtig ist, die Anzahl der Backlinks einer Domain, die Qualität des Inhalts und die Relevanz für das Thema der eigenen Domain sowie die Rankings der Website für relevante Keywords zu betrachten. Einen Anhaltspunkt für die Bewertung der Domain kann auch die Größe des Netzwerkes geben: zum Beispiel die Anzahl der (aktiven) Fans auf Facebook und Twitter Follower.

Der gewählte Linktext sollte nicht ausschließlich das Main Keyword beinhalten. Eine zu deutliche Konzentration auf ein generisches Keyword kann  - besonders bei stark umkämpften Keywords - als negativ angesehen und abgestraft werden. Bei einem natürlichen Linkaufbau sind immer auch suboptimale Linktexte dabei: Die URL ist verlinkt, der Brand oder sogar Linktexte wie „hier“. Überoptimierte Linktexte legen leicht die Vermutung nahe, dass es sich um gekaufte Links handelt. Ähnlich kann ein zu rascher Aufbau von Backlinks gewertet werden: Besonders neue Domains sollten sich hierbei vorsichtig verhalten. Auch eine große Anzahl an Deeplinks, die in eine tiefere Ebene der Websitestruktur gehen, kann negativ gewertet werden. Beim Linkaufbau lohnt es sich, bei der Wahl der Linktexte Keywords auszuwählen, die sich auf einer Schwellenposition befinden (in der unteren Hälfte der Top 10 bzw. zwischen Position 11 und 20). Hierbei sollte der Fokus auf Keywords mit einem hohen Suchvolumen sowie einer hohen Conversionrate liegen.

Zur Quelle der Backlinks lässt sich zusammenfassend sagen, dass der Kauf und die Miete von Backlinks noch immer ein weitverbreitetes Vorgehen sind. Jede Art künstlichen Linkaufbaus wird jedoch von Google nicht gewünscht und kann aufgedeckt und abgestraft werden. In der Praxis bekamen wir nicht selten Linkangebote von Agenturen, die für ein geringes oder höheres Entgelt den Aufbau von Backlinks versprechen, die oft von eher niedriger Qualität und damit geringem Nutzen sind. Unserer Erfahrung nach zahlt es sich aus, im Linkbuilding in langfristigere Strategien zu investieren. Nachhaltiger Linkaufbau setzt auf die Vernetzung mit themenrelevanten Websites sowie hochwertigen Content und professionelles Linkbaiting.

Linkbaiting und andere kreative Formen des Linkbuildings

Eine der einfachsten Strategien des Linkbuildings ist der Linktausch mit anderen relevanten Websites. Da reziproke 1:1-Verlinkung wenig effektiv ist, gehen viele Website-Betreiber dazu über, ein Netzwerk verschiedener Domains zum Linktausch aufzubauen. In begrenzter Form kann dies Erfolg versprechend sein, doch vermutet man, dass Google zunehmend Domainnetzwerke identifizieren kann und Links innerhalb dieser zusammengehörigen Domains als geringer bewertet. Auch erleben wir regelmäßig, dass Linktauschanfragen mithilfe unpersönlicher Textvorlagen verschickt werden, die geringe Aussichten auf Erfolg haben.

Eine persönliche Ansprache sollte die E-Mail mindestens enthalten, für größere Chancen auf eine Antwort sollte sogar jede Anfrage individuell auf den Empfänger abgestimmt sein. Noch besser ist meist ein persönlicher Kontakt, zum Beispiel über die sozialen Netzwerke, bevor eine Anfrage versendet wird. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es entscheidend ist, dem Nutzer einen klaren Mehrwert zu bieten, der freiwillig verlinkt wird, statt in einer Anfrage um einen Link zu bitten.

Um freiwillige Links von Nutzern zu erhalten, bietet sich eine Vielzahl kreativer und bewährter Strategien an, die vorrangig vom eigenen Marktumfeld und dem angebotenen Produkt oder Themenbereich abhängen. Einige Beispiele können Produkttests, kostenfreie Apps sowie E-Books und Whitepaper zum Download sein. Die Veranstaltung eigener Events oder das Sponsoring branchenrelevanter Veranstaltungen sind weitere Möglichkeiten, Aufmerksamkeit auf sich zu lenken und damit Links zu generieren. Auch mithilfe professioneller Pressearbeit oder durch gezieltes Social Media Marketing kann ein ähnlicher Effekt erzielt werden. Wichtig ist bei allen Strategien, das Linkbuilding nicht als alleinstehende Maßnahme zu sehen, sondern es in den Kontext anderer Online- Marketing-Strategien einzubetten.

Fazit: Linkbuilding durch Know-how, Erfahrung und Kreativität

Wie in den vorgestellten Beispielen gezeigt, ist ein professionelles und effektives Linkbuilding immer ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Nicht nur sind Grundlagenwissen und Erfahrung notwendig, ein hohes Maß an Kreativität verhilft außerdem zu einzigartigen Ideen und einem USP, der es der Konkurrenz schwermacht, Linkbaits zu kopieren. Eine spezialisierte Agentur kann hier wertvolle Unterstützung leisten, doch auch inhouse lassen sich mit dem entsprechenden Wissen effektive Maßnahmen umsetzen.

Über den Autor
Axel Zawierucha, Diplom-Kommunikationswirt, ist seit 1998 im Online-Marketing tätig. 1996 gründete er als Geschäftsführer die Berliner Fullservice-Online-Marketing-Agentur internetwarriors GmbH. Seit 2001 arbeitet Axel Zawierucha intensiv mit Google zusammen und nutzt deren Produkte, Suchmaschinenmarketing und Suchmaschinenoptimierung sind eine persönliche Leidenschaft geworden. Seine Agentur beschäftigt über 10 Mitarbeiter und ist branchenübergreifend für kleine und große Unternehmen tätig.


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