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AUSGABE KW 40 – 06.10.2011

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THEMEN

 Pfeil Editorial: Analyse hilft  Pfeil Web Analytics: "Ueber-Zertifikat" der Web-Analyse-Zunft  Pfeil Search Marketing: Aktuelle Trends und die Zukunft von Google AdWords JOBS TERMINE


Editorial

Analyse hilft

Arne Schulze-Geißler, Chefredakteur

Analyse hilft
Arne Schulze-Geißler

Es war vielleicht nicht so sexy wie andere Themen auf der dmexco, weil es sich auch nur schwer auf den unzähligen Großbildschirmen abbilden ließ, aber in seiner Bedeutung steht das Thema Analytics den strahlenderen Themen wie Digitaler Kreativität, Bewegtbild, Mobile Advertising auf Smartphones in nichts nach. Ich würde sogar behaupten, ohne Analyse ist zielgerichtete Kreativität fast nicht mehr möglich und die Wahl des Formats, der Audience und auch des Devices kaum noch zu steuern.


Wer in den digitalen Kanälen kreativ sein will, muss seine Optionen kennen. Kreativ ist derjenige, der versteht, seine Idee mit dem technologisch Machbaren zu verschmelzen. Das Modeunternehmen Boss ist gerade mit einer Kampagne unterwegs, die extrem schlicht und dennoch extrem kreativ ist, weil sie einfach konsequent die technischen Möglichkeiten nutzt und sowohl Branding-Ziele verfolgt als auch Direktverkäufe im eigenen Shop generieren soll. Hier wird die Display-Kampagne auf Premiumseiten, die Analyse des Nutzers beim Shopbesuch und in letzter Konsequenz das Retargeting in einem Performance-Netzwerk konsequent miteinander verzahnt.

Darum sollte es gehen, um das Zusammenspiel von Onsite- und Offsite-Daten, das Verlängern des eigenen Contents in das externe Web. Extrem gut zu sehen derzeit auch schon bei der Scout-Gruppe, die beispielsweise für AutoScout24 Retargeting nutzt, um Surfern relevante Kleinanzeigen auf externen Seiten zu zeigen. Aus meiner Sicht ein extrem geeigneter Anwendungsfall für die Webanalyse und das Retargeting.

Die Webanalyse wird immer öfter die Ausgangsinformation für digitale Kampagnen liefern. Sicher wird die Werbemittelkreation in diesem Segment stark standardisiert und automatisiert sein, weil es einfach viele unterschiedliche Anwendungsszenarien geben wird, für die man eine Antwort braucht. Das heißt aber nicht, dass man für diesen Bereich nicht auch anspruchsvolle Konzepte für die Werbemittelerstellung finden könnte.
 
Aktuell und vordergründig scheint dieses Thema in erster Linie E-Commerce-Kunden zu betreffen. Die großen Agenturnetzwerke haben aber längst damit begonnen, auch für ihre großen Offline-Klienten digitale Audiences zu markieren. Dazu bald mehr.

Viel Spaß mit Adzine!


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Web Analytics

"Ueber-Zertifikat" der Web-Analyse-Zunft

Jens von Rauchhaupt, Redaktion

"Ueber-Zertifikat" der Web-Analyse-Zunft
Jens von Rauchhaupt

Webanalyse ist inzwischen weit mehr als das bloße Messen, Auswerten und Optimieren der Besucherinteraktionen auf einer Webseite. Experten auf diesem Fachgebiet sind rar gesät und ihre berufliche Qualifikation lässt sich von Arbeitgeberseite oft nur schwer einschätzen. Am 17. November können Webanalytiker in Frankfurt am Main ihr Können unter Beweis stellen und sich mit der „Web Analytics Certification“ (WAC) dem ultimativen Test unterziehen, der sie zum „Certified Web Analyst“ der Web Analytics Association (WAA) zertifiziert. Wir sprachen dazu mit Matthias Bettag, ehrenamtlicher deutscher Country Manager der WAA und Content Management Expert bei Bayer Healthcare Pharmaceuticals in Berlin.


Adzine: An wen richtet sich die Web Analytics Certification (WAC), wer soll sich mit diesem Test im Bereich Webanalyse zertifizieren?

Matthias Bettag: Das Zertifikat richtet sich an drei Zielgruppen: Mitarbeiter der Webanalyse-Toolanbieter, unabhängige Web-Analytics-Berater und natürlich die „Praktiker“, also Webanalysten in den Unternehmen.

Adzine: Einfach ein weiteres Zertifkat? Was ist denn der Nutzen für den Zertifizierten?

Bettag: Das WAA-Zertifikat ist wirklich sehr anspruchsvoll. Um den dazugehörigen Test zu bestehen, setzt das drei bis fünf Jahre Berufserfahrung in der Webanalyse voraus. Das kann man nicht mit den Zertifikaten der einzelnen Toolanbieter vergleichen. Das Zertifikat ist für all jene Webanalytiker sinnvoll, die aus der Masse hervorstechen wollen. Etablierte Webanalyse-Experten mögen dieses Zertifikat nicht brauchen, außer vielleicht für ihr eigenes Ego – aber Webanalytiker, die beispielsweise in großen Unternehmen arbeiten, können damit ihr über die Jahre erworbenes Fachwissen endlich zertifizieren lassen. Das steigert ihre beruflichen Chancen enorm. Webanalyse ist ja noch eine sehr junge Disziplin und Unternehmen täten gut daran, ihre ganzheitlich strategische Kompetenz dort auszubauen.

Adzine: Wie meinen Sie das?

Matthias Bettag
Matthias Bettag
Bettag: Viele Unternehmen fahren hochkomplexe und teure Marketingkampagnen und legen dabei immer noch unzureichende Messprozesse dahinter. Das ganze Thema Webanalyse wird erst langsam von den Unternehmen richtig erkannt. Webanalytiker müssen das Business ihres Unternehmens und das Online-Geschäft verstehen. Das sind keine reinen Zahlenjunkies. Sie setzen Businessziele mithilfe einer Online-Kampagne um, messen und optimieren dann diese Online-Maßnahmen so, dass der gewünschte Erfolg auch wirklich eintritt – oder sehr schnell aus Fehlern gelernt wird. Noch immer gehen viele davon aus, dass eine schick designte Online-Kampagne zwangsläufig erfolgreich ist. Dabei muss verstanden werden, wie die unterschiedlichen Online-Kanäle und Endgeräte genutzt werden. Webanalysten müssen manchmal in Echtzeit eine Kampagne pro Segment und pro Konversionsstufe und Trafficstrom analysieren. SEO ist beispielsweise eine von vielen möglichen Maßnahmen, die abgeleitet wird von analytischen Ergebnissen und dennoch Kreativität erfordert.

Adzine: „Webanalysten“, stimmt dieser Begriff dann überhaupt noch?

Bettag: Nein, eigentlich greift der Begriff inzwischen zu kurz. Online-Analyst würde es weit besser treffen. Einzeldisziplinen wie SEO, SEA, also Advertising, sowie Usability, Accessibility, Mobile und Social Media, nicht zu vergessen das große Thema Business Intelligence usw. spielen in ihre täglichen Arbeit ebenfalls rein. Aber auch Offline-Maßnahmen, wie z. B. ein Callcenter als erweiterter Support zur Online-Hilfe. Hier ist die Webanalyse gar das Bindeglied zwischen der On- und Offlinewelt. Kampagnenmanagement oder strategische Online-Marketing-Beratung gehören meines Erachtens zu den Webanalyse-Prozessen.

Adzine: Was für Stärken muss ein guter Webanalytiker dann haben, eher betriebswirtschaftliche oder eher technische – was sind das für Menschen?

Bettag: Viele, die ich kenne, haben ein Informatikstudium als Background. Das sind aber nicht die klassischen Programmierer – eher Medien- oder Wirtschaftsinformatiker, die während ihrer Berufslaufbahn nicht nur in Kontakt mit dem Web gekommen sind, sondern auch mit dem Marketing. Manche kommen direkt aus der Betriebswirtschaft, seltener direkt aus dem Marketing. Aber genau das muss nicht so bleiben.

Adzine: Kann man Webanalyse eigentlich studieren?

Bettag: Als expliziten Studiengang in Deutschland leider noch nicht, es gibt aber Vorlesungen und Kurse dazu. Bekannt und etabliert ist der Fernkurs an der University of British Columbia in Kanada. Das ist ein tief gehender Grundkurs, der einen drei Monate gut beschäftigt. Damit hat man sich aber als angehender Webanalyst ein sehr gutes berufliches Fundament gelegt.

Adzine: Zurück zum angebotenen WAA-Zertifikat: Zu den Praktikern hatten Sie ja schon was gesagt. Aber Berater und WA-Toolanbieter, wie profitieren die von einem solchen Zertifikat?

Bettag: Die Berater arbeiten ja meist in Agenturen oder Webanalyse-Consulting-Unternehmen. Diese können damit gegenüber ihren (potenziellen) Kunden belegen, dass sie Mitarbeiter haben, die sich wirklich ganzheitlich mit der Materie auskennen. Bei vielen Webanalyse-Toolanbietern übernehmen die Mitarbeiter auch die Funktion des Webanalyse-Consultant oder -Implementierers beim Kunden. Da ist umfangreiches, generelles Know-how über die eigene Software hinaus natürlich von Vorteil. In erster Linie sollten sich aber Webanalysten nach den hohen WAA-Standards testen lassen, weil sie eine solche Zertifizierung für sich selbst als sinnvoll erachten und ihr Wissen und ihre Berufserfahrung bestätigt sehen wollen.

Adzine: Ist es von der WAA so gewollt, das einzelne Tool-Anbieter mit der Zertifizierung ihrer Mitarbeiter hausieren gehen?

Bettag: Hausieren gehen klingt etwas anbiedernd, das ist nicht der Sinn der Sache. Aber ja, es sind generell alle Personen aus der Webanalysewelt willkommen, den Test zu machen. Man sollte sich bloß vorher überlegen, ob man genügend Erfahrung hat und was einem die Zertifizierung persönlich bringen soll oder kann.

Adzine: Was ist das inhaltlich überhaupt für ein Test zum WAC?

Bettag: Es geht eher um strategische und methodische Fragestellungen – um die typische Prozesskette von der strategischen Planung, Umsetzung bis zur Auswertung. Es sind Fragen aus den Bereichen, Webseitenoptimierung, Kampagnenmanagement und Management einer „Analytical Business Culture“, die den Anwärter in ganz unterschiedliche Richtungen schickt. Nach den einzelnen Analyse-Tools wird nicht gefragt. Es geht darum, zu zeigen, wie Webanalyse sinnvoll eingesetzt werden kann. Bei dem Test wird nicht nach statistischen Modellen oder die Nutzung einzelner Excelfunktionen für den Datenimport gefragt. Hier ein Beispiel aus den öffentlichen Testfragen: Über welche Metrik kann eine B2B-Webseite die Intention der Besucher erkennen? : Top Entry Pages, Top Referring Domains, Top Search Engines, Top Search Phrases?

Adzine: Und die Antwort ist?

Bettag: Die Search Phrases natürlich. Um zu wissen, mit welcher Intention die Leute auf eine Webseite kommen, sind die Suchmaschinen-Keywords in diesem Kontext die Metrik, die am ehesten weiterhilft. In diesem Stil geht es weiter. Die Fragen im gegebenen Kontext richtig zu beantworten, setzt einfach Berufserfahrung voraus.

Adzine: Haben Sie eigentlich den Test bestanden?

Bettag: Nein, ich habe ihn noch nicht gemacht, was ich darüber weiß, resultiert aus den Links oben und Gesprächen z. B. mit Jim Novo (der den Test konzipiert hat) oder Stephane Hamel (verantwortlich für das UBC-Studium) sowie natürlich Webanalysten, die den Test schon gemacht haben.

Adzine: In welcher Sprache wird der Test durchgeführt?

Bettag: Englisch. Wer kein Englisch kann, wird Schwierigkeiten haben. Wer schlecht Englisch versteht, wird es in der vorgegebenen Zeit nicht schaffen. Für die WAA ist es bisher leider zu aufwendig, für viele Sprachen eine Übersetzung anzufertigen. Das war zunächst angedacht, aber wenn eine Sprachversion nur wenige Anwärter erreicht, macht das noch keinen Sinn. Eine Übersetzung ist auch schwierig, weil fachfremde Übersetzer mit dem Fachvokabular überfordert sind.

Adzine: Wie viele Personen besitzen eigentlich bereits in Deutschland ein solches WAC-Zertifikat der WAA?

Bettag: Etwa ein Dutzend. In Deutschland gab es aber erst zwei Termine für den Test. Letztes Jahr haben in Berlin 10 von 14 Anwärtern den Test bestanden. Das ist meines Wissens die beste Quote, die es bisher überhaupt gegeben hat. Die Erfolgsrate liegt eigentlich bei 50-60 Prozent.

Adzine: Sind die Deutschen besonders gute Webanalysten?

Bettag: In Berlin waren auch Tschechen, Holländer und Dänen dabei. Die Hälfte der Anwärter kam aber aus Deutschland. Bisher haben deutsche Webanalysten überdurchschnittlich gut abgeschnitten.

Adzine: Was kostet der Test, also ein solches Zertifikat?

Bettag: Das Zertifikat ist nicht ganz billig, auch weil da gut drei Jahre Entwicklung drinstecken und der Test unter hohen Standards durchgeführt wird, ähnlich wie eine Abiturprüfung. Am 17. November können wir in Frankfurt am Main ein Gruppen-Zertifikat zum Sonderpreis anbieten. Das kann nur stattfinden, wenn eine Mindestanzahl an Registrierungen eingeht, aber ich bin hier sehr zuversichtlich angesichts des großen Interesses. Bis zum 14. Oktober gibt es einen Frühbucherrabatt.

Adzine: Herr Bettag, vielen Dank für das Gespräch.


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Search Marketing

Aktuelle Trends und die Zukunft von Google AdWords

Marco Mayer, Gastautor

Aktuelle Trends und die Zukunft von Google AdWords
Marco Mayer

Aus der Anzeigenvermarktung und Anzeigenschaltung fließt nach wie vor am meisten Geld in die Kassen von Google. Und wenn wir von Geld und Google reden, geht es um Massen. Durch geschickte Zukäufe – wie 2006 YouTube für 1,65 Milliarden US-Dollar – und stetig verbesserte Möglichkeiten für Werbetreibende sowie höhere Reichweiten baut Google seinen Umsatz und Gewinn außerdem von Jahr zu Jahr weiter aus.


Während 2009 ein Umsatz von 23,65 Milliarden und 6,5 Milliarden Gewinn erwirtschaftet wurden, hat Google 2010 einen deutlichen Sprung nach vorne hingelegt. Der Umsatz lag im vergangenen Geschäftsjahr bei 29,32 Milliarden, davon 8,5 Milliarden Gewinn.

Lokal werben in fünf Minuten – AdWords Express

„Mit Hilfe von Google AdWords in fünf Minuten zur lokalen Werbekampagne“ – das verspricht Google mit seinem neu gestarteten Tool „AdWords Express“, das es vorerst allerdings nur in den USA gibt. Der Ablauf gestaltet sich für User mit Erfahrungen im Umgang mit den herkömmlichen AdWords-Anzeigen einfach: Der Werbetreibende formuliert seinen Anzeigentext und definiert sein Monatsbudget. Die Anzeigen erscheinen dabei typisch für AdWords über oder rechts neben den organischen Suchergebnissen und werden mit dem aus „Google Places“ bekannten Pin markiert. So erkennt der Google-Suchende, dass es sich um eine lokale Kampagne handelt bzw. ein Geschäft in seiner Nähe das gesuchte Produkt anbietet.

Seine Anzeigen kann der Werbende mit der Webseite oder dem Google-Places-Profil verlinken. Diese Werbemöglichkeit richtet sich aber ausschließlich an Geschäfte, die schnell und einfach lokal werben möchten.

Auch AdWords wird sozialer!

Seit Juli 2011 ermöglicht Google es Usern sogenannte „Klick Empfehlungen“ abzugeben. Dafür stellt Google nun grundsätzlich neben AdWords-Anzeigen die +1“-Schaltfläche zur Verfügung. Klickt ein User diese Schaltfläche an, erhalten Freunde und Bekannte aus dem Netzwerk personalisierte Hinweise bzw. Empfehlungen.

Laut Aussage von Google hat diese Empfehlung keine Auswirkungen auf den Qualitätsfaktor einer Kampagne. Allerdings fließen die vergebenen Pluspunkte als eines von vielen Signalen in die Berechnung der organischen Suchergebnisse ein. Das Ziel von Google ist es, die Ergebnisse noch ansprechender, persönlicher und relevanter zu machen. Um die +1-Funktion nutzen zu können, sind keine Änderungen an den bestehenden Kampagnen notwendig. Als Webseitenbetreiber macht es auf jeden Fall Sinn, den +1-Button auf seiner Webseite zu integrieren, um Besuchern die Möglichkeit zu geben, diese Seite anderen Usern zu empfehlen.

Generell empfiehlt es sich aber natürlich, ansprechende Angebote mit ebenso ansprechenden Texten zu versehen, um eine Reaktion, also den Klick auf die „+1“-Schaltfläche zu erhalten.

AdWords bald in Google+?

Während die Nutzerzahlen der neuen Social-Media-Plattform Google+ weiter rasant ansteigen – Schätzungen gehen von 25 Millionen Usern nach knapp einem Monat aus – stellt sich die Frage, wann Google das neue Netzwerk auch für AdWords nutzt. Ähnlich wie bei Facebook könnte der Werbende dann zielgruppengerecht nach Alter, Interessen, Region und weiteren Faktoren Anzeigen einblenden. Da User sehr individuelle und persönliche Daten preisgeben, wird ein sehr exaktes Targeting möglich. Sicher wird es noch einige Zeit dauern, bis diese neue Möglichkeit zur Verfügung steht, allerdings wäre dies der nächste logische Schritt, der ein enormes wirtschaftliches Potenzial für Google bietet.

Bewertungen in AdWords-Anzeigen

Auch wenn diese Funktion schon nicht mehr ganz neu ist, gibt es im Tagesgeschäft dennoch viele Fragen dazu. In zahlreichen Branchen haben Rezensionen schon einen guten Anklang gefunden, wie z. B. in der Reisebranche die Hotelbewertungen. Ende vergangenen Jahres hat Google das Thema aufgegriffen, um Bewertungen von Shop-Anbietern direkt in AdWords-Anzeigen einzublenden. Die Bewertungen erscheinen dabei automatisch, wenn mindestens 30 Shop-Bewertungen vorliegen, die vier oder mehr Sterne erzielt haben und von denen zehn der Sprache (Benutzeroberfläche) des Suchenden entsprechen. Klicks auf die Bewertungen sind dabei im Gegensatz zum Anzeigentitel kostenlos.

Für den Werbetreibenden macht es natürlich Sinn, seine Kunden gezielt auf Bewertungsplattformen hinzuweisen, damit diese Option frühzeitig in den Anzeigen erscheint und einen zusätzlichen Vorteil gegenüber der Konkurrenz bietet. Hierfür bieten sich z. B. Mailings nach dem Kauf eines Produktes an.
Mögliche Bewertungsportale sind dabei z. B. Ciao.de, Dooyoo.de, Idealo.de, Yopi.de und viele weitere, die Google dafür heranzieht.
Bildquelle: http://adwords-de.blogspot.com
Bildquelle: http://adwords-de.blogspot.com

Die AdWords-Kreditkarte kommt!

Nach einer Kooperation von Google mit Mastercard können ausgewählte Werbekunden in den USA ihr Werbebudget nun mit einer AdWords-Kreditkarte abrechnen lassen. Der Zinssatz liegt bei 8,99 Prozent, jährliche Gebühren fallen nicht an. Das Angebot richtet sich gezielt an kleine und mittelständische Unternehmen, die größere Kampagnen zu saisonalen Ereignissen wie dem Valentinstag schalten wollen, auch wenn das Kampagnen-Budget dafür normalerweise nicht ausgelegt ist.

Endloses Scrollen in der organischen Suche – was passiert mit den AdWords?

Ein neues interessantes Experiment von Google hat User Alon Laudon in einem YouTube-Video dargestellt. Dabei arbeitet Google versuchsweise mit endlosem Scrollen in der organischen Suche. Der rechte Bereich wird dabei durch die Vorschau ersetzt, der linke Bereich bleibt unverändert. Da diese Scroll-Funktion schon fester Bestandteil der Bildersuche und anderer Bereiche von Google ist, ist sie auch für den organischen Bereich vorstellbar.

Was passiert dann mit den AdWords? Zwei Varianten sind denkbar.

Variante 1: Google blendet die AdWords-Anzeigen dauerhaft im rechten Bereich der Vorschau ein. Sobald man mit der Maus über die Lupe fährt (Webseitenvorschau), werden die Anzeigen durch die Vorschau kurzzeitig überblendet.

Variante 2: Google räumt den AdWords-Anzeigen den üblichen Bereich rechts neben den organischen Ergebnissen ein. Der Vorschau-Bereich wird rechts von den Anzeigen eingeblendet.
Beim Scrollen werden in beiden Varianten die Anzeigen vermutlich nach und nach angezeigt, egal in welcher Tiefe der Suchergebnisse sich der User befindet.

Welche Anzeigenposition bringt mir mehr Erfolg?

Viele AdWords-Nutzer haben sich schon die Frage gestellt, wo ihre Anzeigen besser zur Geltung kommen. Oberhalb der organischen Suchergebnisse oder doch besser im rechten Bereich? Google bietet nun über die Segmentierung die Möglichkeit, genau diese Frage für eigene Kampagnen zu beantworten.

So lässt sich die Funktion aktivieren:
  1. Wählen Sie in Ihrem AdWords-Konto den Tab „Kampagnen“, „Anzeigengruppen“, „Anzeigen“ oder „Keywords“ aus.
  2. Klicken Sie in der Toolbar oberhalb der Datentabelle auf „Segment“.
  3. Wählen Sie die Option „Obere Position im Vergleich zu seitlichen Positionen“ im Dropdown-Menü aus. Die Ergebnisse werden in Zeilen unterhalb der einzelnen Anzeigen dargestellt.

Rückblick: Die AdWords-Markenrichtlinie kurz zusammengefasst

Ein oft heiß diskutiertes Thema ist die Verwendung von Markennamen als Keywords in den AdWords-Kampagnen. Dies ist seit September vergangenen Jahres möglich. Kampagnenbetreiber dürfen auf Keywords bieten, die den Marken des Unternehmens entsprechen. Allerdings dürfen die geschützten Begriffe nicht im Anzeigentext verwendet werden. Umgekehrt: Ist ein Markeninhaber der Meinung, dass Konkurrenzanzeigen den Suchenden verwirren, kann er jederzeit unter folgendem Link eine Beschwerde einreichen:

https://services.google.com/inquiry/aw_tmcomplaint?hl=de

Den Blogbeitrag zur Markenrichtlinie ist hier zu finden:

http://adwords-de.blogspot.com/2010/08/anderungen-der-google-markenrichtlinie.html

Mehr Support für AdWords-Werbekunden

Endlich bietet Google Hotline-Nummern an, um Werbekunden die Möglichkeit zu geben, mit einem Experten zu sprechen. Je nachdem wie stark der Bedarf in einzelnen Ländern ist, sollen weitere Hotline-Nummern geschaltet werden.
  • Deutschland: 0180 111 1134
  • Österreich: 0810 1025 1509
  • Schweiz: 0848 560 155
  • Großbritannien: 0845 600 0278
  • Irland: 1890 907 106
  • Polen: (00)8004411830 (gebührenfrei)
  • Spanien: 901 010 016
  • Italien: 840 320 106
  • Frankreich:– 0811 650 221
  • Niederlande: 0900 0400 898
  • Belgien: 0703 59 959

Die Zukunft: Löst AdWords Search ab?

Ein ganz klares Nein! Genauso wie für viele Unternehmen AdWords mittlerweile unverzichtbar ist, so ist die Einnahmequelle AdWords für Google nicht mehr wegzudenken. Eine Suchmaschine, die allerdings nur von Bezahlergebnissen lebt, ist nicht vorstellbar. Die Akzeptanz der Nutzer dafür würde gegen Null gehen. Dann wäre Google keine Suchmaschine für Informationen mehr, sondern lediglich eine reine Werbeplattform. Für das Online-Marketing von Unternehmen ist es daher auch weiterhin wichtig, einen dauerhaften Mix aus Suchmaschinenoptimierung- (SEO) und Search-Engine-Advertising- (SEA) Strategien sowie Social Media zu planen.

Mit AdWords wird es in Zukunft noch mehr Möglichkeiten geben, in weiteren Google-Services zu werben und noch gezielter Werbung zu schalten. Google AdWords bleibt schnell und flexibel im Vergleich zu SEO und ist gerade in Bereichen, die mit SEO nur sehr schwer zu erreichen sind, ein einfaches und effektives Mittel, um zu werben – das passende Budget oder eine gut optimierte Kampagne vorausgesetzt.

Über den Autor

Marco Mayer ist Leiter Operations bei plateo und beschäftigt sich bereits seit sechs Jahren mit Online-Marketing (SEO, SEA, AdSense, Affiliate, Social Media). Unter dem Motto "Kreativ zum Ziel" findet er individuelle Lösungen für jede Herausforderung.


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JOBS

Director International (m/w)

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Adcloud GmbH, Köln

Adcloud ist ein junger, unabhängiger Technologie- und Dienstleistungsanbieter im stark wachsenden Segment des performancebasierten Online-Marketings. Wir betreiben einen der führenden Internetmarktplätze für die optimierte Aussteuerung von digitaler Werbung. Als neutraler Dienstleister unterstützen wir so alle Marktteilnehmer im Online-Werbemarkt bei der Erreichung ihrer Ziele.


Country Manager D-A-CH (m/w)

Country Manager D-A-CH (m/w)

Adcloud GmbH, Köln

Wir starten durch – und suchen dafür Unterstützung. Adcloud ist ein junger, unabhängiger Technologie- und Dienstleistungsanbieter im stark wachsenden Segment des performancebasierten Online-Marketings. Wir betreiben einen der führenden Internetmarktplätze für die optimierte Aussteuerung von digitaler Werbung. Als neutraler Dienstleister unterstützen wir so alle Marktteilnehmer im Online-Werbemarkt bei der Erreichung ihrer Ziele.


Projekt Manager (w/m) Online Marketing

OBI Group Holding GmbH, Wermelskirchen

Vorausgehen statt folgen. Das ist der Anspruch von OBI. Immer wieder neue Wege zu beschreiten, ist unser Erfolgsrezept. In Deutschland sind wir damit bereits die Nr. 1 unter den Bau- und Heimwer-kermärkten geworden. In Europa gehören wir zur Spitze. Heimwerker in 13 europäischen Ländern finden in über 560 OBI Märkten genau das, was sie suchen. Qualität, Auswahl, Rat und Tat. Dafür ziehen jeden Tag über 41.000 engagierte Mitarbeiter gemeinsam an einem Strang. Dazu bietet OBI beste Aufstiegschancen, internationale Perspektiven und intensive Weiterbildungsprogramme. Wir suchen Menschen, die mit uns vorangehen möchten.


Produkt-Manager/in „Werbemanager“

Deutsche Post AG, Bonn

Als Tochter der Deutschen Post unterstützt die Deutsche Post Com ihre Kunden bei der Optimierung der Geschäfts- und Marketingkommunikation. Wir entwickeln und betreiben als Full-Service-Partner namhafter Unternehmen innovative Lösungen für die Integration elektronischer und physischer Kommunikationsströme. Unser Anspruch: exzellente Qualität und höchste Sicherheit bei maximaler Flexibilität – erdacht und umgesetzt von visionären Menschen. Seien Sie dabei. Gestalten Sie mit uns die Zukunft des Informationsmanagements in der B2B- und B2C-Kommunikation. Aktiv und auf höchstem Niveau.

TERMINE

Vom 07.11.2011 bis 08.11.2011

Conversion Conference Hamburg


Vom 09.11.2011 bis 29.11.2011

Conversion Rate Forum in Hamburg, München und Düsseldorf


Vom 10.11.2011 bis 22.11.2011

The Search Conference in Hamburg, München und Frankfurt


„CMO-Circle 2011“ der FTD  -- Halbzeitbilanz!  --  Was muss Social Media jetzt leisten?  --  17. November 2011, Glockenbachviertel, München  Am 17.11.2011

„CMO-Circle 2011“ der FTD -- Halbzeitbilanz! -- Was muss Social Media jetzt leisten? -- 17. November 2011, Glockenbachviertel, München


Vom 05.12.2011 bis 06.12.2011

Social Media Conference in Hamburg



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