Online-Marketing Newsletter: AUSGABE 42 / 2010 | 04.11.2010 - ADZINE - Magzin für Online-Marketing
ADZINE :: Magazin für Online-Marketing ::
Die ADZINE Redaktion
   AUSGABE 42 / 2010 | 04.11.2010

Themen dieser Ausgabe

Redaktionskontakt:
e: redaktion@adzine.de

Werben auf ADZINE:
t: 0221 - 7 09 96 61
e: media@adzine.de
Besuchen Sie ADZINE auf facebook

Folgen Sie ADZINE auf twitter
MOBILE PUBLISHING
von Frank Puscher, Redaktion | ADZINE 04.11.2010

Bezahlschranke oder Reichweite?

Frank Puscher

Tablets und Smartphones bringen frischen Wind in die Debatte um die Frage, ob Nutzer bereit sind, für redaktionelle Leistungen zu bezahlen. Ein Markt im Experimentierstadium. Adzine hat einige prominente Vertreter aus Verlagen, Agenturen und Werbung um deren aktuelle Markteinschätzung gebeten und nach den Strategien befragt. Arnd Benninghoff, Patrick Warnking, Christoph Schuh, Martin Enderle und Carsten Frien waren Teilnehmer einer Podiumsdiskussion auf den Medientagen in München. Mit Christian Hasselbring und Frank Wolfram sprachen wir einzeln.

Bedeutet das Mobile Web den Beginn neuer Erlösformen für Verlage? Sind die Nutzer bereit, für Inhalte aus den Redaktionshäusern zu bezahlen und wenn ja für welche? Oder bricht durch die Bezahlpflicht die Reichweite der Verlagsprodukte so stark ein, dass sich in deren Umfeld keine Werbung mehr verkaufen lässt? Ruppert Murdoch wird gerne von den Befürwortern der „Bezahlschranke“ ins Feld geführt. Sein Wall Street Journal fährt eine Doppelstrategie: Vom Portal kommend sind die meisten Artikel bezahlpflichtig. Gleichzeitig werden sie bei der Google-Suche als freie Artikel gefunden.

Adzine: Sehr geehrte Herren, zunächst einmal die Grundfrage: Wird das Mobile Web tatsächlich ein signifikantes Business für redaktionelle Inhalte oder geht es eher um Dienstleistungen wie Preisvergleiche und Co.?

Christoph Schuh, Tomorrow Focus, Quelle: Medientage

Christoph Schuh, Vorstand Marketing Sales Tomorrow Focus: Derzeit kommen 70 Prozent aller relevanten Abrufe bei unseren Portalen von Apps. In diesem Bereich investieren wir auch. Die App der TV-Spielfilm erzeugt rund 30 Mio. PIs pro Monat. Aber das reicht noch nicht, wir brauchen 100 Mio. PIs für den werblichen Durchbruch. Durch Android erwarten wir hier noch einen deutlichen Push in den nächsten Monaten.

Patrick Warnking, Vertical Leader Local bei Google: Es wird funktionieren, wenn es langfristig gelingt, die Einstellung der Nutzer in Richtung Paid Content zu ändern. Es wird spannend sein zu beobachten, was sich die Verlage einfallen lassen, um das zu erreichen.

Christian Hasselbring, Stern.de

Christian Hasselbring, Geschäftsführer Stern.de: Fakt ist auf jeden Fall, dass Mobile Computing den Markt verändert. Unsere iPhone App hat mittlerweile knapp 550.000 Downloads, im Monat machen wir ca. 2 Millionen Visits und ca. 20 Millionen Page Impressions; nach der neuen Mobile AGOF sind wir auf Platz 3 im Gesamtranking der Apps und Marktführer unter den Verlagsangeboten.

Das mobile Web, über Apps und mobile Portale, ist ein absoluter Wachstumsmarkt. Dabei hat auch das Thema Video enorm an Bedeutung gewonnen. Außerdem bietet das App-Konzept dem Nutzer Service, zum Beispiel den Download ToGo, um Inhalte auf sein iPhone zu ziehen und dann z.B. im Zug offline zu lesen. Und nicht zuletzt liegt der Erfolg in der Überschaubarkeit. Eine App ist Begrenzung, bedeutet Auswahl, digestible quality sozusagen. Eine Tendenz dazu wird auch im Web wichtiger werden.

Dr. Martin Enderle, Scout24, Quelle: Medientage

Dr. Martin Enderle, CEO Scout24: Es zeigt sich immer wieder: Neue Technologie allein ist noch kein Umsatz. Das war schon vor zehn Jahren so bei WAP. Zehn Jahre später heißt das Zauberwort „die App“ – aber mit „der App“ allein macht man noch keine Milliarden.

Arnd Benninghoff, SevenOne Intermedia, Quelle: Medientage

Adzine: Sie glauben also, dass das Konzept der Apps nur ein Übergangsphänomen ist?

Arnd Benninghoff,
Vorsitzender der Geschäftsführung SevenOne Intermedia: Ich glaube nicht, dass sich das Konzept des Walled Garden auf Dauer aufrechterhalten lässt. Früher oder später wollen die Nutzer die ganze Vielfalt des Webs nutzen. Für Apple selbst allerdings kann es sich rechnen, bei dieser Strategie zu bleiben und sich damit auf ganz bestimmte Zielgruppen zu konzentrieren, für die vor allem die einfache Bedienbarkeit der Geräte wichtig ist. Für die Apps, die es zum Nutzer auf das Smartphone schaffen, ist das natürlich eine tolle Kundenbindung.

Warnking: Wir bei Google glauben langfristig eher an das Konzept offen zugänglicher Web-Apps, zum Beispiel auf HTML-Basis.

Enderle: 2010 wird der AppStore über 6 Milliarden Dollar Umsatz machen. 2013 rechnet Gartner bereits mit 30 Milliarden Dollar Umsatz.

Carsten Frien, Madvertise, Quelle: Medientage

Carsten Frien, CEO Madvertise: Android wird Apple schnell überholen. In den USA ist Android bereits weiter verbreitet als Apple. Dann ist natürlich sehr spannend, was Nokia macht, da Nokia momentan noch Marktführer bei Mobiltelefonen ist. Nokia hat das Thema Apps und somit mobile Werbung bisher aber komplett verschlafen.

Hasselbring: Dabei darf man aber nicht vergessen, dass Apps auch Vorzüge haben. Eine App funktioniert wie eine intelligente Weiterentwicklung der Bookmark mit Offline-Fähigkeiten. Als bildstarkes Magazin-Format können wir außerdem leichter ein tolles visuelles Erlebnis schaffen. Bilder, Videos und intuitive Navigation lassen sich in der Usability einer App noch leichter umsetzen als im Webauftritt.

Adzine: Wir sprechen also bei der potenziellen Paid-Content-Plattform Mobile Web vor allem vom Tablet, weniger vom Smartphone?

Frank Wolfram, Geschäftsführer Syzygy: Einer Studie von Otto zufolge nehmen die Nutzer von Smartphones schon heute die kleine verfügbare Bildschirmfläche im Vergleich zum PC als negativ war. Ich will natürlich nicht, dass so etwas auf meine Kunden und deren Marken abstrahlt. Das iPad hat eine neue Kategorie definiert und das kann doch unseren digitalen Alltag nur bereichern. Ich sehe große Konvergenzen von Print in Richtung tabletbasierte Geräte. Derzeit suchen wir nach guten Lösungen, um Kataloge auf die Tablets zu bringen.

Benninghoff: Das kann ich nicht vorhersehen. Bisher sehen wir das Tablet als ergänzendes Gerät zum stationären Rechner oder dem Notebook. Das Nutzenszenario ist ein anderes. Das muss sich natürlich auch im Content-Angebot widerspiegeln. Was als Erstes zu funktionieren scheint, ist Video. Unser entsprechendes Inventar ist ausverkauft.

Frien: In Sachen Tablets sind wir uns sehr sicher, dass das ein großer Markt wird. Insofern sehe ich sehr viel Potenzial für browserbasierte mobile Werbung jenseits der Apps. Allerdings muss man mit dem Stand von heute sagen, dass das Thema iPad derzeit für die Vermarktung noch wesentlich weniger Relevanz hat, als es in der öffentlichen Wahrnehmung besitzt.

Schuh: Das ist zwar eine ganz andere Plattform, aber auch beim Tablet-Computing glauben wir, dass die Strategie des Walled Garden, also der geschlossenen App-Anwendungen zwar am Anfang durch die einfache Usability dazu führt, dass die Nutzer die Geräte annehmen. Auf Dauer wird aber das offene Web wichtiger.

Adzine: Nun zum Kern der Debatte. Funktioniert Paid Content im Mobile Web?

Frien: Nein, in der Breite nicht, nur in der Nische. Die Zukunft gehört kostenlosen, werbefinanzierten Angeboten, sowohl in Apps also auch im mobilen Browser.

Enderle: Der App-Markt zeigt, es gibt eine grundsätzliche Zahlungsbereitschaft für Content bei entsprechend niedrigen Payment-Hürden. Es wird interessant zu beobachten, was Murdoch und der Axel Springer Verlag erreichen mit dem Schritt hin zur Kostenpflicht.

Benninghoff: Ja, wir glauben fest daran, dass die Nutzer bereit sind, für gute Inhalte auch zu bezahlen. Aus unserer Sicht sind das Videos und Spiele. Bei einigen unserer Serien verfolgen wir die Strategie, sie in der ersten Woche nach Ausstrahlung kostenlos als Stream anzubieten und danach via maxdome zu verkaufen. Im Bereich Spiele hat sich das Premiummodell flächendeckend durchgesetzt. Der Einstieg ist kostenlos, die Vollversion muss bezahlt werden. Und nicht unterschätzen sollte man das Item Selling. Das ist eine gelernte Mechanik innerhalb der Onlinespiele.

Patrick Warnking, Google, Quelle: Medientage

Warnking: Ein signifikantes Problem ist doch, dass die Nutzer mit jedem Verlag eine eigene Geschäftsbeziehung eingehen müssten. Für die Nutzer ist das viel zu aufwendig. Da müssen starke Portale als digitale Kioske her, die das Clearing übernehmen. Hier kann Google den Verlagen beim Vertrieb helfen.

Schuh: Paid Content ist bisher für General-Interest-Titel den Erfolg schuldig geblieben. Es kann aus unserer Sicht für die nächsten 2 3 Jahre allenfalls eine Ergänzungsstrategie zum Advertising-Modell sein. Es gibt zu viele kostenlose Inhalte ähnlicher Qualität in diesem Segment. Eine Marke wie Bild.de mit uniquem regionalem Content als Add-on kann signifikante Paid-Erlöse erzielen, die allermeisten anderen Marken, wie zum Beispiel Wochenmagazine, werden sich aus unserer Sicht schwertun.

Man muss allerdings die Plattformen klar voneinander unterscheiden. Was im Web funktioniert, funktioniert nicht zwangsläufig Mobile. Ich könnte mir vorstellen, dass bestimmte Inhalte im Web kostenlos angeboten und durch Werbung refinanziert, gleichzeitig aber im Rahmen einer App als kostenpflichtiges Abo verkauft werden.

Benninghoff: Mit Verlaub, das halte ich für ein ziemlich gewagtes Konzept. Die Nutzer werden dahinterkommen und sich veralbert fühlen. Das schadet doch der Marke. Auf Dauer wird das auch bei Murdochs Wall Street Journal nicht gut gehen.

Adzine: Aber die Werbung tut sich bislang doch auch schwer damit, ins Mobile Web zu investieren, allenfalls mit Marken-Apps.

Schuh: Im konjunkturell schwierigen Jahr 2009 wurde wenig in Branding investiert – dementsprechend schwer haben sich die redaktionellen Portale getan. 2010 sieht es deutlich besser aus.

Frien: Bisher haben wir im Jahr 2010 rund 60 Kampagnen ausgeliefert. Unter anderem für große Marken wie Renault, Comdirect und HRS. Die Kampagnen haben Budgets zwischen 5 000 und 50 000 Euro. Der deutsche Markt ist im Vergleich zu anderen europäischen Märkten tatsächlich noch ziemlich unterentwickelt.

Meine Herren, vielen Dank.

Frank Puscher
redaktion@adzine.de
Artikel einem Freund senden
Augmented Reality World  -  08.-09. November in Düsseldorf
SOCIAL MEDIA MARKETING
von Jens von Rauchhaupt, Redaktion | ADZINE 04.11.2010

Mit der Macht der Crowd zum Werbeerfolg

Jens von Rauchhaupt

Jede Community, jeder Blogger, jeder Twitter- und jeder Facebook-User ist auf seine Art Publisher und eignet sich damit auch prinzipiell als Werbeträger und zur Weitergabe von Online-Werbung. Inzwischen gibt es Plattformanbieter, mit denen Werbungtreibende ihre Werbebotschaft völlig kontrolliert über diese Art von „Social Media Publisher“ in den Mid und Long Tail distribuieren können. Im Gegenzug erhalten diese eine Vergütung.

Witzige oder emotionale Videos von oder um eine Marke wie der jüngste T-Mobile Flashmob werden in den Social Networks oder Communitys besonders gerne weitergeleitet und geklickt. Dies ist lange bekannt. Doch die erste Verbreitungsphase, also das Seeding von Viralspots ist seit jeher eine Herausforderung für die Agenturen – der Erfolg ist niemals garantiert und die Zahl der Rohrkrepierer übersteigt bei Weitem die Erfolgsgeschichten wie etwa die der Rollschuh fahrenden EVIAN Babys.

Bezahlmodelle sichern die Verbreitung

Diese Ungewissheit über Erfolg oder Misserfolg eines Viralspots rief Seeding-Anbieter wie etwa Goviral auf den Plan. Goviral hatte sich früh auf das Paid Seeding von Viralvideos spezialisiert. Dazu baute das internationale Unternehmen aus Dänemark neben einem Videoplayer mit Weiterempfehlungsfunktion ein großes internationales Publishernetzwerk auf, zu dem laut Alexander Gösswein, Geschäftsführer Goviral Deutschland, inzwischen 14.000 Publisher gehören.

Alexander Gösswein, goviral Deutschland

Der Werbungtreibende muss hier für generierte Views seines Spots über einen Cost-per-View- (CPV) Modell zahlen und der Publisher, bei dem der Viralspot abgerufen wurde, wird am Werbeerfolg beteiligt. „Publisher erhalten einen Revenue Share von uns und werden ebenfalls auf Performance-Basis pro View bezahlt. Die Ausbezahlung erfolgt ab 25 Euro“, sagt Gösswein. Inzwischen will sich Goviral aber gar nicht auf Viralspots reduzieren lassen. Ganz im Gegenteil: „Wir distribuieren tatsächlich nahezu jeglichen Videocontent vom TV-Spot über Branded Content, Interaktive Spots, Serien, Applikationen, Filmtrailer bis hin zum viralen Video. Die wenigsten Spots sind allerdings wirklich viral, schätzungsweise weniger als 5 Prozent“, so Gösswein.

Goviral liefert laut Gösswein Realtime-Informationen über Views, Impressions, Klickrate und der View-to-end-Rate. Letztere zeigt, wie viel Prozent der User die Videos bis zum Ende angesehen haben oder ob das Video abgebrochen wurde. Auch virale Aktionen wie Weiterleitung, Empfehlungen, Embeds und Kommentare kann Goviral ausweisen. „Alle Informationen können auf jede einzelne Website, über die wir distribuieren, heruntergebrochen werden“, erläutert Gösswein
Zu den Publishern von Goviral zählen themenspezifische Websites, Blogs, Portale, Video- und Entertainmentseiten und Social Communitys. „Seit zwei Monaten kann man sich auch mit einem Facebook-Profil als Publisher anmelden, solange die Inhalte unseren Qualitätsanforderungen entsprechen. So dulden wir beispielsweise keine gewaltverherrlichende, rassistische oder pornographische Inhalte“, sagt Gösswein. Damit hat Goviral die Crowd zum Werbeträger gemacht.

v.l.n.r. Martin Dräger, Christian Wilfer, Dialog Solutions Group (DSG)

Die Online Crowd besteht aus Millionen von Affiliates

Doch Goviral steht auf diesem Gebiet nicht allein da. Just im Oktober hat die Dialog Solutions Group (DSG) um die Geschäftsführer Martin Dräger und Christian Wilfer eine neue Social-Media-Distributions-Plattform mit dem Namen Shareifyoulike gestartet, die sie gemeinsam mit der Internet-Agentur Pier 314 entwickelt haben. Auf dem ersten Blick erscheint dieser „Marktplatz“ dem Goviral-Prinzip sehr ähnlich. Doch gehen die Hamburger noch ein kleines Stück weiter in die Tiefe der Crowd. Denn neben einzelnen Sites, Blogs, Communitys und den Facebook-Usern mit mindestens 25 Freunden können sogar Twitter-Account-Inhaber für die Distribution eines kommerziellen Werbespots Geld kassieren. Freilich erst wenn Shareifyoulike den „Distributor“ überprüft hat, um so Brand Safeness gewährleisten zu können. „Jeder der Publisher kann für sich entscheiden, ob er einen Inhalt mit seinem Netzwerk teilen möchte oder nicht. Die Plattform trägt kommerziellen Content als persönliche und echte Empfehlung in private Netzwerke. Und Shareifyoulike tut dies absolut transparent und immer von einem klaren Absender“, sagt Martin Dräger.

Der Wunsch nach Kostentransparenz bei Viralspots käme laut Dräger von den Advertisern und war ein Grund für die Idee von Shareifyoulike: „Klassische Seedingmodelle sind zum einen meist nicht transparent genug und Werbetreibende investieren somit in ein schwarzes Loch. Zum anderen sind sie nur auf einige trafficstarke Multiplikatoren beschränkt. Das Web ist aber mit den Jahren vielschichtiger und fragmentierter geworden.“

Die Mehrheit der Videoabrufe und der Weiterempfehlungen finden im Longtail Bereich statt. Quelle: goviral.


Bestand vor dem Launch von Shareifyoulike das Distributionsportfolio ausschließlich aus Content Sites, hat sich dies inzwischen deutlich in Richtung Social-Media-User verschoben: „Im Augenblick liegt die Quote bei ca. 40 zu 60. Facebook- und Twitter-Nutzer verbuchen ein viel stärkeres Wachstum als Content Sites“, berichtet Dräger. Damit wird die Online Crowd bei Shareifyoulike theoretisch millionenfach zu Affiliates der Advertiser. Und hier ähnelt sich wieder das Angebot von Goviral und Shareifyoulike. Bei beiden Plattformen können die Distributoren frei den Werbespot auswählen oder es auch lassen. „Viele Publisher sind wählerisch was den Content angeht. Sie arbeiten nicht nur mit uns zusammen, um Geld zu verdienen. Der Content muss zu ihrer Seite passen“, berichtet Gösswein über die Erfahrungen bei Goviral.

Kontrolle für den Advertiser

Shareifyoulike will die Distributionen zu „sehr effektiven Kosten“ anbieten. Der Advertiser legt zu Beginn das Budget und den Kampagnenzeitraum fest. Auf dieser Grundlage errechnet das Team von Shareifyoulike die garantierte Reichweite und somit auch den spezifischen Cost Per View für den Advertiser aus. Twitter und Facebook werden über einen Pauschalpreis vergütet. Shareifyoulike erhält 30 Prozent und die Distributoren 70 Prozent vom Budget der Advertiser und die scheinen mit dem neuen Modell zufrieden zu sein: „Ein Kunde hat uns neulich mit einer sechsmal höheren CTR als Google via Twitter gelobt. Auf Twitter selbst finden Shares mit einer pauschalen Vergütung statt. Der Tweet wird durch einen Link auf die entsprechende Content Site verlinkt“, sagt Dräger.

Jede Aktivität der Verbreitung wird von Shareifyoulike dokumentiert und die verschiedenen Kennzahlen wie Ad Impressions, aktive Views und Response-Clicks stündlich aktualisiert und transparent dargestellt. Ebenfalls einsehbar ist, welche Sites, Blog und Social-Network-Profile die Inhalte eingebunden haben. Die bisher größte bei Shareifyoulike gebuchte Reichweite betrug 650.000 aktive Views. „Hier war die Distribution allerdings mit einer Tagesdeckelung versehen. Ohne diese Deckelung sind durchaus 7-stellige Reichweiten drin. Die Kampagne hatte dabei eine Dauer von 21Tagen“, berichtet Dräger von DSG.

Werbecontent: Bisher vorwiegend Videos

Bisher bieten sowohl Goviral als auch Shareifyoulike ihre Plattformen in erster Linie für Videos an. „Filme sind das populärste Medium. Die Filme brauchen nicht zwangsläufig ein virales Potenzial zu haben. Nur sind sie dann natürlich noch effektiver. Wichtig ist, dass wir relevante Inhalte distribuieren“, erläutert Dräger und weiter: „Das können auch Tutorials sein oder andere interessante Teaser für spannende Themen. Es können auch interaktive Medien sein, z.B. Apps oder Spiele. Wenn Advertiser einen Banner distribuieren wollen, ist Shareifyoulike vielleicht nicht die erste Adresse. Aber Advertiser sollten sich die Frage stellen, was sie Konsumenten an die Hand geben können, das sie präsentiert, aber letztlich für den Konsumenten gemacht ist. Wenn solche Inhalte in Netzwerken angeboten werden, hat das fantastische Folgen. Shareifyoulike bietet dafür ein vielschichtiges und effektives Netzwerk.“

Bei Adfly verdient der Linkpublisher mit

Auch Werbebanner können durch Communitys in den Long Tail „distribuiert“ werden, wie uns das Beispiel des Linkshrinkers Adfly zeigt. Adfly-Links haben es gewissermaßen in sich, klickt der User auf einen durch Adfly generierten Link, wird seine digitale Reise durch ein ganzseitiges Interstitial Ad für 5 Sekunden unterbrochen, bis er dann auf die gewünschte Zielseite gelangt. Jeder User kann bei Adfly Linkpublisher werden, indem er sich bei Adfly mit einer E-Mail-Adresse und einem Paypal-Konto anmeldet. Die Preise für den Advertiser bewegen sich je nach Land zwischen 1 und 5 US Dollar TKP. Dem Advertiser wird eine Plattform bereitgestellt, wo er sein Werbemittel hochladen, das Budget und den Kampagnenzeitraum angeben kann. Dazu erhält er ein einfaches Reporting. Zurzeit ist aber die Beteiligung aufseiten der Linkpublisher eher niedrig, was dem mühsamen Weg der Verlinkung geschuldet sein mag. Brandsafeness kann dieser Dienst natürlich nicht garantieren, denn wer weiß schon, wohin ein solcher Link den User schickt. Doch hat die dazwischengeschaltete Werbung auch wenig mit der Zielseite zu tun.

Jens von Rauchhaupt
jvr@adzine.de
Artikel einem Freund senden

 

Anzeigen-Markt

Account Manager SEM (m/w)

QUISMA GmbH, München

Für die Verstärkung unseres Suchmaschinenmarketing-Teams suchen wir ambitionierte Mitarbeiter (m/w) an den Standorten München, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Wien und Zürich. Je nach Qualifikation kann diese Stelle auch als Senior Account-Manager besetzt werden.



QUISMA GmbH, München

Berater Digital Media (m/w)

Goldbach Interactive (Switzerland) AG, Zürich

Wir fahren in der Spitzengruppe statt nur im Verfolgerfeld, wenn es um Trends im digitalen Marketing geht. Als Full-Service-Agentur konzipieren, entwerfen und realisieren wir State-of-the-Art Online- und Mobile-Lösungen und platzieren Marken geschickt in den Social Media. Für unsere Standorte in Biel und Zürich (CH) sowie Konstanz suchen wir Online-Experten verschiedener Disziplinen.



Goldbach Interactive (Switzerland) AG, Zürich

Technical Product Development Manager (w/m)

Goldbach Audience – Küsnacht-Zürich / Schweiz

Goldbach Audience ist die führende Schweizer Anbieterin für Online-, Internet-TV-, Mobile- und In-Game-Marketing. Goldbach Audience vermarktet Online-Werbeplattformen und vermittelt innerhalb des Goldbach Audience Ad Netzwerkes Zielgruppen an Werbetreibende. Als grösstes unabhängiges pan-europäisches Ad Netzwerk ist Goldbach Audience in der Schweiz, in Österreich wie in den adriatischen Ländern tätig und weist im Verbund mit ihrer Schwestergesellschaft ARBOmedia eine einzigartige Abdeckung des osteuropäischen Raumes auf. Weitere Informationen unter www.goldbachaudience.com.



Goldbach Audience  –  Küsnacht-Zürich / Schweiz

Berater Suchmaschinen-Marketing (m/w)

pilot 1/0 GmbH & Co. KG, Hamburg

In einer der innovativsten unabhängigen und inhabergeführten Agenturgruppen für Performance Marketing und moderne Markenkommunikation Deutschlands übernehmen Sie Verantwortung für die eigenständige Betreuung unserer Kunden, von der strategischen Entwicklung von SEM Konzepten bis zur Initiierung, Planung und Umsetzung von SEM Kampagnen.



pilot 1/0 GmbH & Co. KG, Hamburg

Account Manager/in Adserving

ADITION technologies AG, Düsseldorf

Die ADITION technologies AG entwickelt seit 2004 eine Adserver-Technologie für die Auslieferung von Werbemitteln im Internet und hat mittlerweile eine der führenden Rollen in Deutschland, Österreich und der Schweiz übernommen.



ADITION technologies AG, Düsseldorf

Head of Marketing (m/w)

komoot GmbH, Berlin/Potsdam

Wir suchen ab sofort einen kreativen, erfahrenen Kopf mit Leidenschaft für Online-, Produkt- & Innovationsmarketing, der bereit ist die Verantwortung für den Aufbau des Bereichs Marketing bei komoot zu übernehmen.



komoot GmbH, Berlin/Potsdam
Termine im Online-Marketing

08.11.2010  -  09.11.2010

Online Marketing Seminar -- Hamburg



08.11.2010  -  09.11.2010

Augmented Reality World, Hotel Nikko in Düsseldorf



10.11.2010  -  11.11.2010

DMMK Digitale Wirtschaft 2010, Stuttgart



10.11.2010

The Search Conference - München



11.11.2010

Conversion Rate Forum im November - München



17.11.2010

Search Conference - Frankfurt



17.11.2010

SEOkomm: Erste SEO-Konferenz in Österreich



18.11.2010

Conversion Rate Forum im November - Düsseldorf



23.11.2010

Search Conference - Hamburg



23.11.2010

AdMonsters and BVDW co-host the first OPS event in Germany



24.11.2010

Conversion Rate Forum im November - Hamburg




 

Sie können über diesen Link Ihre Newsletter-Einstellungen anpassen oder den Newsletter komplett abbestellen.

IMPRESSUM
Electronic Publishing Corporation Ltd. | 483 Green Lanes | GB - London N13 4BS | Company No. 5506015 | Companies House
Niederlassung Deutschland | Electronic Publishing Corporation Ltd. | NL Deutschland | Feldstraße 36 | 20357 Hamburg | e-mail: info@e-publishing-corp.com