Online-Marketing Newsletter: AUSGABE 41 / 2010 | 28.10.2010 - ADZINE - Magzin für Online-Marketing
ADZINE :: Magazin für Online-Marketing ::
Die ADZINE Redaktion
   AUSGABE 41 / 2010 | 28.10.2010

Themen dieser Ausgabe

Redaktionskontakt:
e: redaktion@adzine.de

Werben auf ADZINE:
t: 0221 - 7 09 96 61
e: media@adzine.de
Besuchen Sie ADZINE auf facebook

Folgen Sie ADZINE auf twitter
EDITORIAL
von Arne Schulze-Geißler, Editor | ADZINE 28.10.2010

Keine blinde Werbung mehr in fünf Jahren

Arne Schulze-Geißler

Wenn ich mir anschaue, wie viel digitale Werbung man heute schon bekommt, die man recht verlässlich auf das eigene Surfverhalten zurückführen kann, dann darf man davon ausgehen, dass in 3–5 Jahren kaum noch Kampagnen laufen werden, die „blind“, ohne jegliche Profilinformation ausgeliefert werden. Das Paradoxe daran ist, dass man heutzutage von einer Blindschaltung (z.B. über Ad Networks) spricht, wenn der Advertiser die Platzierungen nicht kennt, und in Zukunft wird man von „blind“ sprechen, wenn man die Profile nicht kennt.

Ein geeignetes Medienumfeld wird zwar für die meisten Kampagnen immer noch Voraussetzung sein, aber über die Auslieferung eines Werbemittels entscheidet das Nutzerprofil. Medien werden zunehmend nicht mehr wissen, auf Basis welcher Information Werbung auf ihren Seiten ausgeliefert wird, da sie für große Teile des vermarktbaren Inventars die Hoheit abgeben. Agenturen, Ad Adnetworks, Exchanges oder Yield-Optimierer haben heute schon Zugriff auf Platzierungen und liefern in bekannten und sicheren Umfeldern Kampagnen auf Basis ihrer eigenen Nutzerinformationen aus. Publisher liefern damit zwar auch weiterhin die wertvolle Audience, allerdings entscheiden andere darüber, wer welche Werbung bekommt. Sollte sich in den nächsten Jahren im Display-Werbegeschäft die Auktionierung einzelner Impressions durchsetzen, dann wird irgendwann der Preis darüber entscheiden, für welche Impression welche Werbung ausgeliefert wird. Nimmt man nur einmal an, dass immer mehr Shops ein Retargeting einsetzen und ein potenzieller Konsument drei Onlineshops für Notebooks besucht hat, werden diese drei Shopbetreiber ziemlich sicher irgendwann auf genau die gleichen Impressions bieten, vorausgesetzt natürlich sie nutzen die gleichen Media-Aggregatoren als Trafficquellen.

Grundsätzlich ist es durch den zunehmenden Wettbewerb um die Aufmerksamkeit des einzelnen Nutzers sehr gut vorstellbar, dass sich auch für Publisher durch eine offene Preisbildung positive Effekte ergeben. Für den Performance Bereich halte ich es mittelfristig zumindest für nachvollziehbar, nämlich dann, wenn Advertiser Kaufabsichten bei einem Profil vermuten können.
Auf der anderen Seite muss man aber auch befürchten, dass das sogenannte Premiumgeschäft durch die Trennung von Profil und Inventar angegriffen wird und gerade große Agenturen mit eigenen Profilbeständen kaum noch zu den üblichen Konditionen bei den Medien für ihre Kunden einkaufen möchten, schließlich bringen sie ihre Daten selbst mit. Publisher könnten zu einem Selbstbedienungsladen für Medialeistung werden, jeder nimmt sich genau das, was er braucht. Premiumgeschäft wird dann vielleicht noch an der Käse – und Fleischtheke gemacht, natürlich mit Beratung.

Publishern wird möglicherweise nichts anderes übrigbleiben als ebenfalls ihre Nutzerprofile aktiv zu vermarkten, ohne Medialeistung.

Bei uns geht es heute um die Besonderheiten der Kosmetikbranche in der Online-Kommunikation und um die Anwendung von Webanalytics beim Unternehmen Philips.

Viel Spaß mit Adzine!

Arne Schulze-Geißler
asg@adzine.de
Artikel einem Freund senden
SMX 2011  --  05. - 06. April 2011  --  München  --  Hilton Park
WEB ANALYTICS
von Claudia Strauch, Gastautorin | ADZINE 28.10.2010

Web Analytics plus Umfrage – ein neues Dreamteam in der Nutzeranalyse

Claudia Strauch

Was ist Erfolg im Web? Der Konzern Philips setzt Erfolg im Allgemeinen mit dem Erfolg in der Kundenbindung gleich, denn: „Die Auswirkung stärkerer oder schwächerer Kundenbindung auf die Entwicklung von Umsätzen und Marktanteilen ist schlicht phänomenal“, betont Geert van Kuyck, Chief Marketing Officer Royal Philips Electronics. Im Einzelhandel oder bei schnelllebigen Konsumartikeln sind diese Auswirkungen unmittelbar zu erkennen. Doch im Gebrauchs- oder Investitionsgüterbereich können Managementteams jahrelang in dem Glauben leben, ein gesundes Unternehmen zu führen, obwohl ihre Kundenbasis beständig schrumpft. Deshalb legt Philips sehr viel Wert auf das regelmäßige Messen der Kundenzufriedenheit und die Weiterempfehlungsrate (engl. NPS für Net Promoter Score) auch im Internet.

„Wir leben in einer Welt, in der durch neue Vertriebswege und neue Medien Produktempfehlungen leicht zugänglich und immer relevanter sind. In dieser Welt kann ein überdurchschnittliches Kundenerlebnis, das dazu führt, dass man weiterempfohlen wird, sehr gut das einzige ‚kontrollierbare‘ Marketinginstrument werden“, sagt Geert van Kuyck. Aus diesem Grund ermittelt Philips auf seinen Websites die „Promotoren“ und bemüht sich, ihre Anzahl zu steigern. Promotoren sind Online-User, die von einem Online-Angebot überzeugt sind und dieses daraufhin Kollegen, Freunden oder Verwandten weiterempfehlen. Besonders im B-to-B-Bereich sind sie von großer Bedeutung für den Geschäftserfolg. Sie gehören, im Webanalyse-Jargon ausgedrückt, zu den wichtigsten Kennzahlen in der Erfolgsmessung.

Doch wie erkennt man Promotoren? Das Problem: Mit herkömmlicher Web Analytics allein kann man sie kaum ermitteln, weil man damit ihre Empfehlungsbereitschaft nicht messen kann. Und würde man stattdessen nur eine Umfrage unter Website-Besuchern durchführen, könnte man nicht in Erfahrung bringen, welche Site-Bereiche ein Nutzer besucht hat und welche ihn zu einer Empfehlung veranlasst haben und welche eher nicht.

Aus diesem Grund entwickelte die Web-Analytics-Abteilung von Philips unter der Leitung von Hans Notenboom, Global Director Online, CRM – Analytics – Commerce, zusammen mit dem Web-Analytics-Berater contentmetrics GmbH, eine besondere Kombination aus Webanalyse und User-Befragung (Survey). Mit dieser Kreuzanalyse ermitteln Philips und contentmetrics seit Anfang des Jahres 2010, welche der Website-Besucher zu den Promotoren gezählt werden können, wie sich diese auf der Website verhalten und welche der Online-Angebote sie überzeugt haben könnten. Ebenso erforschen sie die „Detractors“, also User, die die Philips-Website nicht (oder „eher nicht“) weiterempfehlen würden. Die User bleiben dabei anonym. Das gewonnene Wissen setzt Philips ein, um seinen Webauftritt stetig zu optimieren.

Das Verfahren:

Das Besondere an dieser Kreuzanalyse: Die User-Befragung wird mit der gleichen Technik versehen, wie sie für die Webanalyse eingesetzt wird, deshalb können ihre Daten direkt verknüpft und gemeinsam analysiert werden. 

Dank dieser Verknüpfung zu einheitlichen Datensätzen pro Besucher kann contentmetrics für Philips detaillierte „Segmentanalysen“ vornehmen: Um die Promotoren zu erforschen, unterteilt Philips zunächst die Teilnehmer der Website-Umfrage in die Segmente Promotoren, Detractors und „Neutrals“ (Nutzer, die weder zustimmend noch ablehnend reagieren). Dazu werden die Teilnehmer gebeten, auf einer Skala von 1 bis 10 die Stärke ihre Empfehlungsbereitschaft anzugeben. (Diese Einteilung unterliegt den gängigen Regeln für NPS-Messung, Net Promoter Score = Weiterempfehlungsbereitschaft). Für die Befragung werden Website-Besucher zufällig ausgewählt.

Empfehlungsbereitschaft per NPS. Bild: Contentmetrics.


Im Anschluss wird per Webanalyse das Nutzungsverhalten der ermittelten – anonymen   Promotoren und Detractors analysiert. Diese Daten werden dann mit jenen, die aus der Website-Umfrage gewonnen wurden, verknüpft.

Die Ergebnisse:

Die bisher durchgeführten Analysen zeigen ein klares Bild:

  • Viele Healthcare User suchen nach Online Learning. Wenn der User Online Learning findet, ist die Chance, dass er als Promoter die Seiter verlässt sehr hoch. Leider fanden viele das Online Learning Center nicht, was wiederum viele Detractors generiert hat. Das hat sich nach der ersten Analyse und nach den ersten Optimierungsmaßnahmen verbessert.
  • Promotoren und Detractors verlassen die Website in unterschiedlichen Bereichen: Die Detractors verließen die Website am häufigsten über die Startseite – ein Indiz dafür, dass sie auf der Startseite „stecken“ blieben. Promotoren hingegen stiegen häufiger in tiefer liegenden Bereichen aus. Sie fanden sich wohl besser zurecht.
  • Auch bei Gegenüberstellung von „Erstbesuchen zu wiederkehrenden Besuchen“ (und der „Häufigkeit der wiederkehrenden Besuche“) zeigen die Segmenttypen deutliche Unterschiede: Während vor allem Promotoren zu den wiederkehrenden Besuchern gehören, sind Detractors vor allem Erstbesucher.

Durch diese Kreuzanalyse aus Besucherbefragung und Webanalyse gewinnt Philips wertvolle Informationen darüber, welche Inhalte der Website zu Empfehlungen führen   und wo es Verbesserungspotenziale gibt. Anhand dieses Wissens optimiert Philips seine Website kontinuierlich. Damit sich zum Beispiel Erstbesucher (die häufig Detractors sind) besser zurechtfinden, verstärkte Philips auf der Startseite die Hinweise auf das Healthcare Learning Center. Der Effekt war ein deutlich erhöhter NPS – ein Anstieg der Promotorenzahl.

Philips setzt die Kombination aus Survey und Webanalyse auch für weitere Themen ein, zum Beispiel um die Content-Nutzung zu erforschen. Dabei stellte sich heraus, dass Besucher das Download-Angebot vor allem schätzen, um einen Überblick zu gewinnen. Sobald es um konkrete Fragen geht, nutzen sie den „Request-More-Info-Button“. Detractors nehmen diesen häufiger in Anspruch als Promotoren – wohl, weil sie auf der Website nicht das finden, was sie suchen. Ihre Fragen werden zunächst analysiert, um mehr über die Gründe ihrer Unzufriedenheit zu erfahren, und im Anschluss sehr individuell und häufig auch telefonisch beantwortet.

Das Segmentanalyseverfahren, das Philips einsetzt, wird auch genutzt, um das Verhalten einzelner Besucher zu analysieren. Mit dieser Analyse erforscht contentmetrics für Philips die „offenen“ Antworten der Surveys (Antworten, die Befragte selbst formulieren). Der Vorteil: Durch die direkte Verknüpfung der Daten aus Webanalyse und Survey kann nachvollzogen werden, wo sich der Nutzer online aufhielt, bevor er seine Antwort formulierte, und auf welche Bereiche sich seine Angaben beziehen: Nehmen wir uns dieses Fallbeispiel vor:

Auf die Frage „What can we improve …” antwortete ein User „Links to Asia Pacific that actually work!”. Offensichtlich funktionierten ein paar Links nicht. Weiterhin wissen wir (aus der Survey), dass dieser User Ersatzlampen für ein Mikroskop kaufen wollte.

Anhand der Segmentanalyse konnte Philips erkennen, dass der Antwortende den Healthcare-Bereich besuchte (obwohl sein Interesse eindeutig dem Bereich Lighting gelten müsste) und welche Länderversion er nutzte. So erfuhr Philips, welche Links nicht funktionierten, und bekam den wertvollen Hinweis, dass verstärkt auf den Bereich Lighting hingewiesen werden muss.

Die Segmentanalysen werden in der Web-Analytics-Abteilung bei Philips durchgeführt. Zur Durchführung der Nutzerbefragungen arbeitet sie mit dem Marktforschungsunternehmen MetrixLab zusammen. Die Webanalyse-Daten gewinnt sie mit Adobe (Omniture) Tools.

Datenschutz bei Philips:

Selbstverständlich hält Philips während der Nutzeranalysen den Datenschutz ein: Sowohl bei den Kreuzanalysen als auch bei den Single-Response-Analysen bleiben alle User völlig anonym! Um dies zu gewährleisten, bekommt jeder entstehende Datensatz einen Benennungscode. Philips kann somit sehen, was ein anonymer „Datensatz-Produzent“ auf der Website macht, wie wahrscheinlich es ist, dass er die Website weiterempfiehlt, warum er auf der Website ist und ob er sein Ziel erreicht hat. Philips kennt aber keine persönlichen Details, weder Namen noch E-Mail- oder IP-Adressen.

Philips setzt diese Kreuzanalyse seit Anfang des Jahres 2010 ein und nutzt die Erkenntnisse, um seine Website kontinuierlich zu verbessern. Seitdem verzeichnet der Konzern einen massiven Anstieg von Promotoren, besonders im Bereich Healthcare, worauf sich die ersten Analysen konzentriert haben. Auch das Kosten-Nutzen-Verhältnis könnte besser nicht sein: Die zusätzlichen Kosten für die Verknüpfung der Daten sind so gering, dass sie in den Gesamtkosten nicht weiter ins Gewicht fallen.

Über die Autorin:

Claudia Strauch, 32, ist seit 2005 in der Web Analytics tätig. Bei Philips baute sie diesen Bereich auf und etablierte ihn. Heute leitet die technische Betriebswirtschaftlerin als Senior Web Analytics Consultants der contentmetrics GmbH das Web-Analytics-Team bei Philips und ist für das gesamte Thema Web Analytics bei Philips verantwortlich.

Claudia Strauch
claudia.strauch@contentmetrics.de
Artikel einem Freund senden
Die Dialog Akademie  --  Fachwirt/in: Social Media  --  Online Marketing  --  Dialogmarketing
BRANDING & PERFORMANCE
von Christina Rose, Redaktion | ADZINE 28.10.2010

Online trommeln für Cremes und Düfte

Christina Rose

Die Ausgaben für Körperpflege wachsen überdurchschnittlich: Sie werden in diesem Jahr erstmals mehr als 2.300 Euro oder fast acht Prozent des durchschnittlichen Jahresbudgets deutscher Haushalte von knapp 40.000 Euro für Konsum beanspruchen.

Ein erheblicher und vor allem stetig steigender Teil dieses Umsatzes wird über das Web generiert. Studien der Arbeitsgemeinschaft Online (AGOF) und Fittkau & Maaß (W3B) zufolge interessieren sich drei Viertel der deutschen Onliner für Körperpflegeprodukte. Vier von zehn Nutzern recherchieren online zu Cremes, Shampoos und Parfums, ein Fünftel kauft diese Produkte regelmäßig im Web.

Knapp 80 Prozent dieser Käufer sind zwischen 14 und 49 Jahren alt, knapp 52 Prozent sind weiblich. Das bedeutet, dass erstaunliche 48 Prozent der Online-Creme- und -Parfümkäufer männlich sind. Männer sind auf dem Vormarsch, da sie mehr als früher in gepflegtes Aussehen investieren. Entsprechend umworben sind sie von Markenartiklern als eine der letzten Zielgruppen in der Kosmetikbranche, die noch echtes Wachstumspotenzial versprechen. So wurde Fußballprofi Michael Ballack pünktlich zur WM das neue Gesicht für L'Oréal in Deutschland. Pech für die Werbestrategen, dass ausgerechnet er zur WM ausfiel.

Schmink-Videos funktioneren, der Diskurs über Produkte weniger

Auch im Web sehen Branchenexperten noch viel Potenzial für Männer als Zielgruppe, weil sie online sind und dort die Schwellenangst beim Kosmetikkauf leichter zu überwinden ist als in einer Parfümerie. Hauptanspruch der männlichen wie weiblichen Kunden an die Sites sind laut W3B-Studie ausführliche Preisinformationen (für 70,6 % aller Nutzer wichtig). Detaillierte Textinformation wünschen sie 70,2 % und Testergebnisse zu Produkten 65,4 % der Online-Nutzer.

Web-2.0-Funktionalitäten schneiden dagegen durchwachsen ab. Während Meinungen und Bewertungen anderer Nutzer via Communitys und Foren nebensächlich sind, kommen Beratungsformate zu Körper-, Haut- und Haarpflege und auch Videos mit Schminktipps gut an. So hat ein Tutorial für Smokey Eyes auf YouTube schon weit über eine Million Abrufe. Nahezu Kultstatus erlangte dort eine junge Dame namens „EbruZa“ mit ihren Schminktipps per Webcam vom Küchentisch aus. Ihr Erfolg zog Kreise bis hin zu Bild Online, wo sie einmal pro Woche exklusiv per Video Tipps gab, wie man seine Füße Flip-Flop-tauglich macht und welcher Lidschatten zu welcher Augenfarbe passt.

Kunden sind Online weiter als die Hersteller

Kosmetik-Luxusgüterhersteller sind von Web-2.0-Marketing weniger überzeugt, konstatiert der Münchner Unternehmensberater Kilian Manninger, der zuvor bei Procter & Gamble das Marketing für ein Portfolio aus Parfümlizenzen in Deutschland verantwortete. Manninger und seine Kollegen bei Keylens haben anhand einer Umfrage unter 100 Entscheidern ermittelt, dass Luxusgüterhersteller noch starke Ressentiments gegenüber dem Web haben. Ein Drittel dieser Hersteller glaube nicht, dass ihre Kunden bei ihnen online einkaufen würden, schließlich passe das Internet nicht zu Marke und Vermarktungsstrategie. Die Kunden scheinen aber schon einen Schritt weiter zu sein als die Hersteller. Denn laut einer Keylens-Segmentierung des Luxusmarktes ist in den vergangenen Jahren eine neue Luxuszielgruppe entstanden „mit hoher Internet-Affinität und intensiver Nutzung sozialer Netzwerke“.

Beate Hafeneder, Specific Media

Exklusive Düfte werden vermehrt Online gekauft

Das Sortiment im Kosmetikmarkt ist so breit gefächert wie die Zielgruppe. FMCG-Produkte wie Deo und Rasierschaum verkaufen sich hauptsächlich stationär. „Entsprechend selten sind Abverkaufskampagnen, da Verbraucher wissen, dass sie diese Produkte in jedem üblichen Drogeriemarkt zu günstigen Preisen finden“, erklärt Beate Hafeneder, Country Manager von Specific Media Germany. Daher seien Kampagnen für günstige FMCG-Produkte meist branding-orientiert. Luxusprodukte lassen sich dagegen schon eher online verkaufen. Für deren Erfolg sei, insbesondere bei Düften, das Konsumentenverständnis für die Marke von großer Relevanz, betont Hafeneder. Online-Branding spiele hierfür eine große Rolle, denn Kunden sollen so für eine Produktprobe am POS sensibilisiert werden. „Weil die Zielgruppe zwar oftmals das Geld, aber keine Zeit hat, zum POS zurückzukehren, werden exklusive Produkte zudem stärker online vertrieben als FMCG-Produkte – deshalb ist das Internet für Luxuskosmetik sowohl ein wichtiger Branding- als auch Performance-Kanal“, erklärt die Specific Media-Managerin.

Bei Kampagnen über digitale Kanäle sei die Incentivierung in Form von Coupons oder Produktproben zentral und biete dem Werbungtreibenden und der Zielgruppe einen Vorteil, erklärt Dagmara Greve, Media Supervisor Zed digital: „Das Incentive ist auch ein wichtiger Faktor, um die Erfolge messbar zu gestalten. Unsere Erfahrungswerte zeigen, dass die Auswirkung der digitalen Maßnahmen nicht nur im E-Commerce einen positiven Effekt hervorrufen, sondern auch positive Auswirkungen auf die Abverkäufe im Handel haben.“

Emotional geladene Güter wie Parfum leben vom Markenimage

FMCG-Produkte gehören zum täglichen Leben, sie werden ganzjährig beworben. „Das Image einer Marke muss daher stetig aufrechterhalten werden, um sich vom großen Wettbewerb abzuheben. Der Abverkauf der Produkte am POS lebt von der Sympathie zur Marke, die zuvor mit Branding-Kampagnen gestärkt wurde“, betont Beate Hafeneder. Auch Branding-Kampagnen für Luxusartikel haben das ganze Jahr Konjunktur. Da sich diese Produkte jedoch gut als Geschenk eignen, werden sie daher zu besonderen Anlässen wie Muttertag, Weihnachten, Valentinstag etc. verstärkt mit Branding und besonders mit Abverkaufskampagnen beworben.

Dagmara Greve, Zed digital

Um dauerhafte Branding-Effekte generieren zu können, ist eine langfristige Präsenz in Form von Kooperationen und content-orientierten Integrationen erforderlich. „Da unterscheiden sich die digitalen Medien kaum von anderen Kanälen“, unterstreicht Dagmara Greve. Auch thematisch orientierte Kampagnen böten Gelegenheiten, Höhepunkte zu setzen, erklärt sie und führt als Beispiel die Kooperationen zwischen Zed-digital-Kunde Maybelline und „Germany’s next Topmodel“ an: „Wir konnten in den letzten Jahren feststellen, dass gezielte Maßnahmen, die an dem TV-Ausstrahlungstag oder unmittelbar danach stattgefunden haben, das Interesse der User und damit auch die Responseraten deutlich in die Höhe treiben.“

Fazit

Körperpflegeprodukte verkaufen sich über die Marke. Und auch wenn der Vertrieb online recht unproblematisch ist – es muss nichts anprobiert werden, es sind keine verderblichen oder sperrigen Waren –, werden sich Deo & Co. auch weiterhin vorrangig am POS verkaufen. In die Entscheidung, wie gut es einem Produkt gelingt, ein Markenimage zu transportieren, was den Kunden dann zum Kauf bewegen kann, greift das Web aber erheblich ein, Tendenz steigend.

Christina Rose
redaktion@adzine.de
Artikel einem Freund senden

 

Anzeigen-Markt

Account Manager SEM (m/w)

QUISMA GmbH, München

Für die Verstärkung unseres Suchmaschinenmarketing-Teams suchen wir ambitionierte Mitarbeiter (m/w) an den Standorten München, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Wien und Zürich. Je nach Qualifikation kann diese Stelle auch als Senior Account-Manager besetzt werden.



QUISMA GmbH, München

Account Manager/in Adserving

ADITION technologies AG, Düsseldorf

Die ADITION technologies AG entwickelt seit 2004 eine Adserver-Technologie für die Auslieferung von Werbemitteln im Internet und hat mittlerweile eine der führenden Rollen in Deutschland, Österreich und der Schweiz übernommen.



ADITION technologies AG, Düsseldorf

Technical Product Development Manager (w/m)

Goldbach Audience – Küsnacht-Zürich / Schweiz

Goldbach Audience ist die führende Schweizer Anbieterin für Online-, Internet-TV-, Mobile- und In-Game-Marketing. Goldbach Audience vermarktet Online-Werbeplattformen und vermittelt innerhalb des Goldbach Audience Ad Netzwerkes Zielgruppen an Werbetreibende. Als grösstes unabhängiges pan-europäisches Ad Netzwerk ist Goldbach Audience in der Schweiz, in Österreich wie in den adriatischen Ländern tätig und weist im Verbund mit ihrer Schwestergesellschaft ARBOmedia eine einzigartige Abdeckung des osteuropäischen Raumes auf. Weitere Informationen unter www.goldbachaudience.com.



Goldbach Audience  –  Küsnacht-Zürich / Schweiz

Berater Digital Media (m/w)

Goldbach Interactive (Switzerland) AG, Zürich

Wir fahren in der Spitzengruppe statt nur im Verfolgerfeld, wenn es um Trends im digitalen Marketing geht. Als Full-Service-Agentur konzipieren, entwerfen und realisieren wir State-of-the-Art Online- und Mobile-Lösungen und platzieren Marken geschickt in den Social Media. Für unsere Standorte in Biel und Zürich (CH) sowie Konstanz suchen wir Online-Experten verschiedener Disziplinen.



Goldbach Interactive (Switzerland) AG, Zürich

Berater Suchmaschinen-Marketing (m/w)

pilot 1/0 GmbH & Co. KG, Hamburg

In einer der innovativsten unabhängigen und inhabergeführten Agenturgruppen für Performance Marketing und moderne Markenkommunikation Deutschlands übernehmen Sie Verantwortung für die eigenständige Betreuung unserer Kunden, von der strategischen Entwicklung von SEM Konzepten bis zur Initiierung, Planung und Umsetzung von SEM Kampagnen.



pilot 1/0 GmbH & Co. KG, Hamburg

Head of Marketing (m/w)

komoot GmbH, Berlin/Potsdam

Wir suchen ab sofort einen kreativen, erfahrenen Kopf mit Leidenschaft für Online-, Produkt- & Innovationsmarketing, der bereit ist die Verantwortung für den Aufbau des Bereichs Marketing bei komoot zu übernehmen.



komoot GmbH, Berlin/Potsdam
Termine im Online-Marketing

08.11.2010  -  09.11.2010

Online Marketing Seminar -- Hamburg



08.11.2010  -  09.11.2010

Augmented Reality World, Hotel Nikko in Düsseldorf



10.11.2010  -  11.11.2010

DMMK Digitale Wirtschaft 2010, Stuttgart



10.11.2010

The Search Conference - München



11.11.2010

Conversion Rate Forum im November - München



17.11.2010

Search Conference - Frankfurt



17.11.2010

SEOkomm: Erste SEO-Konferenz in Österreich



18.11.2010

Conversion Rate Forum im November - Düsseldorf



23.11.2010

Search Conference - Hamburg



23.11.2010

AdMonsters and BVDW co-host the first OPS event in Germany



24.11.2010

Conversion Rate Forum im November - Hamburg




 

Sie können über diesen Link Ihre Newsletter-Einstellungen anpassen oder den Newsletter komplett abbestellen.

IMPRESSUM
Electronic Publishing Corporation Ltd. | 483 Green Lanes | GB - London N13 4BS | Company No. 5506015 | Companies House
Niederlassung Deutschland | Electronic Publishing Corporation Ltd. | NL Deutschland | Feldstraße 36 | 20357 Hamburg | e-mail: info@e-publishing-corp.com