Online-Marketing Newsletter: AUSGABE 31 / 2009 | 14.08.2009 - ADZINE - Magzin für Online-Marketing
ADZINE :: Magazin für Online-Marketing ::
Die ADZINE Redaktion
   AUSGABE 31 / 2009 | 14.08.2009

Themen dieser Ausgabe

Redaktionskontakt:
e: redaktion@adzine.de

Werben auf ADZINE:
t: 0221 - 7 09 96 61
e: media@adzine.de

twitter
EDITORIAL
von Arne Schulze-Geißler, Editor | ADZINE 14.08.2009

Non-Premium kann Premium werden

Arne Schulze-Geißler

Nachweisbare Wirkung für die Advertiser und gleichzeitig gute Erlöse für die Websitebetreiber, das ist das, was die digitale Werbung einmal leisten soll. Momentan ist nicht so recht vorstellbar, wie das Modell der Zukunft aussehen wird, das alle glücklich macht. Zu viele wollen oder müssen an den digitalen Werbegeldern teilhaben und damit an der Aufmerksamkeit der Internetnutzer verdienen.

Momentan machen die meisten Websites mit einem relativ geringen Anteil von 20-30 % an verfügbaren Werbeplatzierungen 80-90 % ihrer Umsätze. Es gibt daher reichlich Online-Inventar, das entweder ungenutzt bleibt oder preisgünstig über Ad Networks oder andere Performance-Netzwerke gebucht werden kann. Laut dem Industry Report „The Opportunity in Non-Premium Display Advertising“ von Think Equity LLC wird der weltweite Markt für Premium-Display-Werbung bis 2013 nur verhalten wachsen, dagegen sehen die Analysten größere Wachstumschancen im Non-Premium-Segment.

Non-Premium ist natürlich ein weiter Begriff, denn im Grunde handelt es sich ja um all jenes Inventar, das nicht zu einem festen Zeitpunkt gebucht und damit dem Werbekunden garantiert wurde. Auch bei Non-Premium kann es sich also um gute Platzierungen handeln, die aber eben dann auf einem Umweg verkauft werden. Daher wird es auch im Bereich des Non-Premium-Traffics durchaus sehr große Unterschiede geben. Diese Differenzen resultieren aus der Contentqualität, den thematischen Umfeldern, dem Targeting, der zusätzlichen Veredelung durch Nutzerdaten und als Konsequenz aus alledem natürlich auch aus den Preisen. Non-Premium-Inventar muss also auf keinem Fall ein Cent-Artikel sein. Vielleicht etabliert sich sogar ein ganz neues bedeutendes Inventarsegment, etwa ein „Secondary Premium“, das die hochpreisigen Umfeldplatzierungen für den Advertiser optimal ergänzt und für „Brand Response“ eingesetzt wird. Damit es für Advertiser wie auch für Publisher funktioniert, müsste ein neuer Wachstumsbringer in jedem Fall massenkompatibel hinsichtlich Formaten und Targeting sein und sich an marktweiten Standards orientieren. Dann liegt in einem mittelpreisigen Qualitätssegment, das höhere Auslastungen für Publisher verspricht und gleichzeitig für Agenturen mit wenig Aufwand plattformübergreifend zu buchen ist, eine echte Chance.

Viel Spaß mit Adzine!

Arne Schulze-Geißler
asg@adzine.de
Artikel einem Freund senden
NOCH ONLINE ... THILO BURGEY?
von Jens von Rauchhaupt, Redaktion | ADZINE 14.08.2009

"Man kann nicht einfach sagen: Das war's"

Jens von Rauchhaupt

Thilo Burgey zählt in der Online-Werbevermarktung zu den Pionieren in Deutschland. Der heutige Geschäftsführer und Inhaber der Burgey Business Group GmbH ist seit 1996 in der Onlinebranche tätig. Als Geschäftsführer und Gesellschafter entwickelte er die Ad2Net AG zu einem bedeutenden unabhängigen Online-Vermarkter. Burgey verkaufte das Unternehmen vor zwei Jahren an die OnVista AG. Im Dezember 2008 entstand aus Ad2Net nach dem Verkauf an die Ströer Gruppe zusammen mit Orangemedia, dem Online-Vermarkter der Ströer Gruppe, Ströer Interactive.

Adzine: Herr Burgey, Sie haben bis 2007 Ad2Net zu einem großen unabhängigen Vermarkter aufgebaut und das Unternehmen dann an die OnVista AG veräußert. Sieht man sich den Markt heute an, scheinen Sie den richtigen Zeitpunkt erwischt zu haben, oder?

Burgey: Ja, da gebe ich Ihnen Recht. Der Zeitpunkt des Verkaufs war aus monetären Gründen sicherlich genau richtig, allerdings ist es schade, dass der Markenname Ad2Net heute nicht mehr am Markt existiert. Es war sicherlich nicht der wichtigste Faktor, aber nach über 10 Jahren Aufbau und Weiterentwicklung des Unternehmens hatten wir zum damaligen Zeitpunkt der Veräußerung auch darauf geachtet, dass die Marke am Markt bestehen bleibt.

Adzine: Verfolgen Sie denn weiterhin das Geschehen im digitalen Werbemarkt, insbesondere auch das Vermarktungsgeschäft?

Thilo Burgey

Burgey: Selbstverständlich. Ich arbeite seit nun 13 Jahren in diesem Bereich, da kann man nicht von heute auf morgen einfach sagen: Das war´s. In diesem Bereich kenne ich mich bestens aus und habe ein sehr gutes Netzwerk über die Jahre aufgebaut. Aus diesen Gründen investiert meine Beteiligungsgesellschaft auch primär in Unternehmen der Online-Branche. Hinzu kommt aktuell meine Beteiligung am InText-Spezialist AdInside GmbH. Hier erwarte ich in den nächsten Wochen eine spannende Entwicklung.

Adzine: Apropos Beteiligungsgesellschaft: Welche Beteiligungen haben Sie mit Ihrer Venture-Capital Holding Burgey Business Group GmbH und gibt es interessante Projekte dieses Jahr?

Burgey: Momentan haben wir drei eigene Beteiligung, darunter die bereits genannte AdInside GmbH. Wir investieren momentan in keine Start-ups bzw. externen Unternehmen, sondern legen unseren Fokus auf eigene Projekte. Auch hier haben wir drei Projekte geplant, unter anderem im Bereich Content-Syndication. Bis Ende 2009 möchten wir dieses Projekt launchen.

Adzine: Wenn Sie die Lage bei den Publishern und deren Vermarktern heute mit der von 2007 vergleichen, wie hat sich der Markt verändert?

Burgey: Er hat sich, was auch nicht anders zu erwarten war, konsolidiert und dadurch gefestigt. Man muss ehrlicherweise auch sagen, dass die Publisher wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurden. Fast jeder Vermarkter hat sich auf ein eigenes Geschäftsfeld spezialisiert. Ich denke, diese Entwicklung wird in den nächsten Jahren auch noch weiter voranschreiten.  

Adzine: Macht die zunehmende Automatisierung in Gestalt von Mediamarktplätzen wie Google, Right Media oder Adscale Vermarkter nicht überflüssig?

Burgey: Nein, denn dadurch ist keine Individualvermarktung möglich, lediglich der Massenmarkt wird dadurch bedient. Für dieses Produkt finde ich die genannten Mediamarktplätze bestens geeignet. Möchten Sie jedoch etwas Spezielles für einen Kunden anbieten, und das sollte die Hauptaufgabe des Mediaplaners sein, benötigt man individuelle Beratung und Premiumplatzierungen.

Adzine: Verlage schimpfen auf die Suchmaschinen, die einen Großteil der Online-Werbegelder für sich einstreichen. Sehen sie eine Chance, dass redaktionelle Qualitätsangebote schon bald substanziell höhere Umsätze einfahren können, um auch wegbrechendes Printgeschäft zu ersetzen?

Burgey: Absolut. Content wird mehr und mehr in den Fokus rücken. Allerdings gibt es hier feine Unterschiede, denn der User wird nicht für irgendwelche Webseiten, welche DPA-News umschreiben, Geld bezahlen – und das, wenn Sie mich fragen, zu Recht. Gehaltvoller, anspruchsvoller und redaktionell abgestimmter Content dagegen wird eine Möglichkeit sein, Umsätze zu generieren. Hier stehen wir in Deutschland allerdings noch am Anfang.

Adzine: Welche Rolle könnten vermarkterübergreifende Targetingstandards und evtl. sogar ein gemeinsames Targetingverfahren spielen?

Burgey: Für den Massenmarkt ist es sicherlich ein ideales Produkt, da es die Preise hochhält und Streuverluste weiter minimiert, jedoch müssen die Vermarkter an einem Strang ziehen.

Adzine: Sehen Sie denn da eine Chance, dass die deutschen Vermarkter im Bereich des Non-Premium-Traffics enger zusammenrücken, um Reichweiten zu bündeln und standardisierte Targetingverfahren anzubieten?

Burgey: Ja, diese Chance sehe ich. Wichtig ist dabei allerdings, dass die Mediaagenturen die Buchungen dementsprechend steuern.

Herr Burgey, besten Dank für das kurze Gespräch.

Jens von Rauchhaupt
redaktion@adzine.de
Artikel einem Freund senden

 

Anzeigen-Markt

Werbeschaltungen zur dmexco

ADZINE

Nutzen Sie die nächsten fünf ADZINE Newsletter und die ADZINE Print-Edition für eine Anzeigenschaltung zur Branchenmesse dmexco!



ADZINE

Digital Marketing Manager

DDA Deutsche Dialogmarketing Akademie GmbH

Die Digitale Wirtschaft ist Wachstumsmotor und treibende Kraft in Deutschland – zudem wird ihre Bedeutung in Zukunft weiter steigen. Die Qualifizierung zum Digital Marketing Manager DDA bietet Online-Marketern aus der Praxis die Chance, ein höheres Level zu erreichen.



Fachwirt/in Online Marketing BVDW

DDA Deutsche Dialogmarketing Akademie GmbH

Umfassende Weiterbildung für Professionals und Einsteiger - Beste Perspektiven für alle, die mit Performance- und Mobile Marketing oder Usability das Internet um die zukunftsträchtigsten Marketingstrategien bereichern können.



Lösungen für SEO und SEM

Bloofusion

Bloofusion ist eine Online-Marketing-Agentur für professionelle Suchmaschinen-Optimierung (SEO) und zielgerichtetes Suchmaschinen-Marketing (SEM). Wir helfen Unternehmen, das Internet und vor allem Suchmaschinen als effektiven Verkaufs- und Marketing-Kanal zu nutzen.



 

Termine im Online-Marketing

26.08.2009  -  25.09.2009

Digitaler Sommer an der Universität der Künste Berlin



15.09.2009

Social Media Forum - im East Hotel Hamburg



16.09.2009  -  17.09.2009

Community & Marketing 2.0 SUMMIT im East Hotel Hamburg



17.09.2009  -  18.09.2009

scoopcamp 2009 zum Thema „new storytelling“ von Hamburg@work und der dpa



18.09.2009

Online Marketing Convention



23.09.2009  -  24.09.2009

dmexco - Digital Marketing Exposition & Conference



04.11.2009  -  19.11.2009

Premiere der Roadshow The Search Conference




 

Möchten Sie keine weiteren ADZINE Ausgaben mehr erhalten, können Sie sich hier abmelden.

IMPRESSUM
Electronic Publishing Corporation Ltd. | 483 Green Lanes | GB - London N13 4BS | Company No. 5506015 | Companies House
Niederlassung Deutschland | Electronic Publishing Corporation Ltd. | NL Deutschland | Feldstraße 36 | 20357 Hamburg | e-mail: info@e-publishing-corp.com