Online-Marketing Newsletter: AUSGABE 12 / 2008 | 28.03.2008 - ADZINE - Magzin für Online-Marketing
ADZINE :: Magazin für Online-Marketing ::
Die ADZINE Redaktion
   AUSGABE 12 / 2008 | 28.03.2008

Themen dieser Ausgabe

Redaktionskontakt:
e: redaktion@adzine.de

Werben auf ADZINE:
t: 0221 - 7 89 27 41
e: media@adzine.de
EDITORIAL
von Arne Schulze-Geißler, Editor | ADZINE 28.03.2008

Qualität wird honoriert wie nie!

Arne Schulze-Geißler

Ich weiß ja nicht, wie Sie Ihren Arbeitstag beginnen, aber es könnte so aussehen: express.de, faz.net, spiegel.de, wuv.de oder aber bild.de, sueddeutsche.de, handelsblatt.de, focus.de, horizont.net. Es gibt natürlich unzählige weitere Kombinationen, wie einem der Einstieg in den Arbeitstag in unserer Informationsgesellschaft gelingen kann. Um auch über den Tag auf dem Laufenden zu bleiben, bin ich selbst ein großer Fan von Diensten wie iGoogle oder Netvibes, bei denen man sich eine Übersicht aus den neuesten Meldungen aus den persönlich präferierten Quellen anlegen kann. Natürlich kann man sich auch die Meldungen von anderen Nutzern empfehlen lassen, dabei helfen dann Plattformen wie Webnews.de oder Digg.com. Nur was wäre das ganze Ranken, Bewerten, Taggen, alles wertvolle Errungenschaften des Web 2.0, ohne vernünftige redaktionelle Inhalte?

Das Netz lebt auch in Zukunft nicht allein von Communities und vom Vernetzen. Solide Informationsquellen mit professionell aufbereiteten Beiträgen zu allen erdenklichen Themen bilden nach wie vor die unverzichtbare Informationsgrundlage. Dass sich die Distributionswege der Informationen grundlegend verändert haben, steht außer Frage. Aber gerade durch die Mechanismen des Web 2.0 macht es sehr viel Sinn, für redaktionelle Angebote auf Qualität und Einzigartigkeit zu setzen. Wer gut ist, profitiert durch Empfehlungen und Bookmarks, Feeds etc. Denn darüber verzeichnen auch professionelle Redaktionen Zuwächse bei den begehrten Stammlesern. Bei vielen Portalen lässt sich feststellen, dass die Inhalte oft austauschbar sind. Wenn Sie beispielsweise mal verschiedene Kritiken zu einem Kinofilm lesen möchten, macht es nur bedingt Sinn, die großen Portale abzusurfen. Ich habe das vor Kurzem einmal durchexerziert. Da gehe ich doch in Zukunft lieber gleich zur Kinoseite meines Vertrauens. So ist es auch nicht verwunderlich, dass unabhängige Bewertungsplattformen nur äußerst selten auf Portalcontent verweisen, weil dieser offenbar von den bewertenden Nutzern nicht als unique empfunden wird. Vielleicht findet ja hier auch noch mal ein Umdenken statt bei den Verantwortlichen. Momentan setzen einige Portalbetreiber und deren Vermarkter von der Tendenz her eher auf die Akquisition von Drittseiten zur Gewinnung zusätzlicher Reichweite als auf die Schaffung redaktioneller Einzigartigkeit des eignen Angebotes.

Was ich eigentlich nur sagen wollte ist, dass Web 2.0 und professioneller redaktioneller Content sich prima ergänzen (Nutzer, Technologie und Content treffen aufeinander) und, dass Qualität in den Zeiten der absoluten digitalen Vernetzung ganz besonders honoriert wird. Blogs und anderer User Generated Content bereichern das Web natürlich ebenfalls, stehen aber doch nicht wirklich in Konkurrenz zur professionellen Informationsversorgung, allein schon weil viele Blogger kommentieren, was schon woanders geschrieben wurde.

In Adzine haben wir heute zuerst ein Interview von Sandra Goetz mit Marco Dohmen, dem neuen und ersten deutschen Geschäftsführer von DQ&A, dem niederländischen Anbieter von Ad-Operations Services.

Karsten Zunke berichtet über die Möglichkeiten, Keywordkampagnen als Rückkanal von Offline-Kommunikation zu nutzen bzw. über Keywords wichtige Erkenntnisse für andere Kampagnen zu gewinnen.

Zuletzt lassen wir Hendrik Seifert von Kupona zu Wort kommen, der uns einige Informationen zum Online-Couponing gibt, insbesondere darüber, wie sich dadurch die Offline- mit Online-Welt verknüpfen lässt.

Viel Spaß mit Adzine!

Arne Schulze-Geißler
asg(@)adzine.de
Artikel einem Freund senden
INTERVIEW - MARCO DOHMEN
von Sandra Goetz, Redaktion | ADZINE 28.03.2008

Follow the sun: DQ&A will es auch in Deutschland wissen

Sandra Goetz

Es vergeht eigentlich kaum eine Woche, in der man nicht von irgendeinem digitalen Player hört, der neue internationale Dependancen eröffnen will. Objekt der Begierde ist immer häufiger Deutschland. Das ist schön, einerseits. Zeigt es doch die Bereitschaft zu Investment, Aufbau, neuen Jobs, neuen Kunden, mehr und hoffentlich besseren Wettbewerb und, last but not least, die große Attraktivität des deutschen Marktes. Andererseits kommen viele dieser vollmundig angekündigten Unternehmen mit Geschäftsführer Heinz Mustermann nicht über die erste Pressemitteilung hinaus.

So geschehen mit der skandinavischen Firma Retail Internet, die im Jahr 2006 ihr Deutschland-Office in Hamburg eröffnete, mit großen Anzeigen in Tageszeitungen nach geeignetem Personal suchte - und innerhalb weniger Monate sang- und klanglos im deutschen Fachpressemarkt verschwand. Von daher ist es logische Adzine-Konsequenz, erst einmal ein wenig vorsichtig zu sein, wenn uns wieder so eine Pressemitteilung ins Postfach schwebt, in der steht, dass das global operierende Unternehmen X und Marktführer im Bereich Y seinen Expansionskurs in Z weiter fortsetzt. Was nicht heißt, dass wir dem nicht auf den Zahn fühlen, so geschehen mit dem holländischen Player DQ&A International (Digital Question and Answers), welcher kürzlich seine deutsche Niederlassung in Hamburg gegründet hat. Geschäftsführer Marco Dohmen, zuletzt als Director Sales Marketing bei Lycos Europe tätig, hat sich Zeit für ein Gespräch genommen.

Adzine: DQ&A ist ein internationaler Spezialist für digitales Kampagnenmanagement. Das ist ja nun ein weites Feld. Was machen Sie genau?

Marco Dohmen: DQ&A ist spezialisiert auf die technische Umsetzung von digitalen Werbekampagnen und unterstützt Mediaagenturen, Verlage und Publisher in der Disposition, im Monitoring und Reporting von Online- und Mobile-Kampagnen.

Adzine: Nun, das an sich ist noch kein USP, davon gibt es doch schon Player wie Sand am Meer auf dem Markt.

Marco Dohmen: Das stimmt, aber wir vergleichen uns auch nicht mit anderen Playern. Unser USP, wenn Sie so wollen, ist das, was wir unter "Qualität" verstehen. Und was der Markt an Qualität fordert.

Adzine: Was genau meinen Sie damit, Herr Dohmen?

Dohmen: Erstens Flexibilität und Individualität. DQ&A arbeitet systemunabhängig und der Service ist in acht Sprachen und zwei Zeitzonen verfügbar. Zweitens vereinbarte und nachprüfbare Qualität: DQ&A arbeitet strikt nach SLAs, Standard 8 Stunden bzw. Premium 4 Stunden Reaktionszeit. Drittens Support. Bei uns hat jeder Kunde einen festen Ansprechpartner, der verantwortlich für die Kundenzufriedenheit ist. Und natürlich unsere Expertise, betreiben wir das Geschäft seit über sieben Jahren und arbeiten hierbei mit den besten Technologie-Lieferanten, u.a. Doubleclick, eng zusammen.

Adzine: Das heißt Sie haben keine eigene Technologie?

Dohmen: Nein, wir konzentrieren uns ausschließlich auf Ad Operations für digitale Kampagnen, hier erweitern wir unser Wissen stetig und optimieren unsere Prozesse kontinuierlich.

Adzine: Welche Kunden haben Sie im deutschsprachigen Raum?

Dohmen: Sorry, aber dazu kann ich Ihnen zurzeit noch keine Auskunft geben. Es läuft aber sehr gut an, wir konzentrieren uns neben professionellen Vermarktern und Agenturen auch auf Fachverlage, die jetzt richtig in den Onlinewerbemarkt einsteigen. Da ist noch viel Bedarf und das macht die Arbeit umso spannender. Schließlich bieten wir zusätzlich Schulungen rund ums digitale Marketing an.

Adzine: DQ&A wurde 2001 von einer Frau, Heleen van Oord, gegründet, die in den Niederlanden Media Woman of the Year und auch über die Grenzen hinaus bekannt ist. Das an sich ist schon eine Seltenheit, denn im digitalen Business vermisst man Frauen in Führungspositionen, wenn man jetzt mal von Meg Whitman absieht, die am 31. März ihren Präsidentinnen- und CEO-Posten bei eBay abgibt.

Dohmen: Heleen van Oord ist eine visionäre Unternehmerin, die darauf Wert legt, dass sich die Mitarbeiter entwickeln. Wir haben eine tolle Kultur! Positiv ist hierbei, dass kein Investor hinter DQ&A steckt, sondern das Unternehmen von der Inhaberin geführt wird. DQ&A arbeitet in den Niederlanden für über 70 Prozent der Online Publisher und für die Top-3-Mediaagenturen. Das Unternehmen schreibt seit Anfang an schwarze Zahlen und braucht sich wahrlich nicht zu verstecken.

Adzine: In welchen Ländern ist DQ&A tätig?

Dohmen: Operativ in 6 Ländern: Niederlande, Deutschland, Schweden, Brasilien, Südafrika und Spanien mit weltweit 80 Mitarbeitern. In Asien und in England sind für Ende diesen oder Anfang nächsten Jahres Niederlassungen geplant. Wir expandieren auf einem gesunden Level, erst Kunden dann Standort.

Adzine: Ich habe gehört, dass die DQ&A-Strategie "Follow the sun" heißt. Können Sie mir sagen, was genau damit gemeint ist?

Dohmen: Das beinhaltet, dass wir jederzeit in der Lage sind, Kampagnen fertigzustellen, egal, in welcher Zeitzone wir uns befinden. Denn das Problem, das auftaucht, ist überall auf der Welt irgendwann mal gleich und in unserem Bereich heißt das Feierabend und vor allem "Freitagabend". Deswegen übergeben wir Kampagnen an andere Offices in anderen Zeitzonen, die diese dann weiterbearbeiten. Deshalb ist unsere Unternehmenssprache auch im lokalen Markt Englisch, das müssen alle Mitarbeiter beherrschen, gar in Sao Paulo.

Adzine: An welcher Stelle stehen Sie, wenn man sich den Prozess einer digitalen Kampagne anschaut?

Dohmen: Wir bieten alles an, außer Verkauf oder Einkauf von Media. Sobald ein Mediaplan verabschiedet ist und wir den Auftrag haben, bearbeiten wir die Kampagne. Entweder nur die Einbuchungen bis zum Lifestatus oder bis zum Monitoring und Endreport.

Adzine: Wo sind Ihre Schnittstellen bezüglich Werbetreibende, Mediaagentur, Vermarkter, Publisher?

Dohmen: Als Dienstleister ist man doch immer irgendwie Schnittstelle. Wobei wir im herkömmlichen Sinn nicht verbinden, wir sind aus unterschiedlichen Gründen ein Outsourcing-Partner. Oft gar Beta-Tester für Technologieprodukte bzw. Berater.

Adzine: Hat DQ&A letzten Endes vor, ein Ad Network zu werden?

Dohmen: Klares Nein. Den Verkauf und Einkauf überlassen wir anderen. Das ist nicht unser Metier. Wir wollen auch keine Mediaagentur werden, auch kein Publisher und ebenso wenig ein Adserving-Technologie-Anbieter. Wir arbeiten für die Genannten und genau hierin fühlen wir uns wohl, wir bleiben bei unseren Leisten. Genau hier werden wir uns in Zukunft weiterentwickeln und neben Online und Mobile auch neue Disziplinen wie IP TV und Ingame Advertising anbieten können.

Adzine: Wird Adserving immer mehr zu einer Leistung, die man kostenlos dazubekommt?

Dohmen: Premium Adserving kostenlos? Nein. Das ist das Gute, wir sind nicht abhängig davon, diese "Leistung" in einem Paket anzubieten. Wir buchen weiterhin die Kampagnen unserer Kunden ein, egal, auf welchem System.

Adzine: Herr Dohmen, wir danken für das Gespräch und sehen uns sicherlich auf der Online Marketing Messe Düsseldorf, wo der DQ&A-Stand bereits gebucht ist. Bis dahin wünschen wir schon einmal viel Erfolg.

Sandra Goetz
redaktion(@)adzine.de
Artikel einem Freund senden
SEARCH+BRANDING
von Karsten Zunke, Redaktion | ADZINE 28.03.2008

Wie Pech und Schwefel

Karsten Zunke

Während TV-, Print- oder Radiokampagnen in der Regel Einbahnstraßen in Richtung der Konsumenten sind und ihr Effekt bisher nur mit recht großem Aufwand gemessen werden konnte, kann der gezielte Einsatz des Keywordadvertisings in Suchmaschinen zeitnah Erkenntnisse liefern. In Suchmaschinen geben Verbraucher preis, welche Begriffe ihnen aus der Werbung in Erinnerung geblieben sind und in welchen Worten sie ihre Konsumwünsche verpacken. Die Auswertung von Suchanfragen lässt viele Rückschlüsse zu - in der Theorie und der Praxis. Wächst jetzt endlich zusammen, was zusammengehört?

"Ja, es gibt diese Feedbackschleife wirklich - sogar in beide Richtungen", sagt Ronjon M. Sarcar, Chef und Gründer der Search-Agentur rmsarcar.com in Hamburg. "Wir sehen, wann ein Begriff den Markt penetriert hat und wann nicht." So war beispielsweise das Wort "Fotobuch" noch vor drei Jahren nahezu unbekannt. Kaum jemand hat danach gesucht. "Es war daher unglaublich schwierig, diesen Begriff im Bereich Search zu bewerben. Das führte zu einer intensiven Diskussion mit unserem Kunden, ob die richtige Schlussfolgerung wäre, den Begriff Fotobuch gar nicht zu verwenden", schildert Sarcar. Schließlich empfahl die Agentur dem Anbieter aber, dieses Wort in den klassischen Kampagnen zu nutzten - damals war der Begriff noch nicht besetzt und somit ein Alleinstellungsmerkmal. Vor allem durch mehrere Kooperationen des Anbieters mit Fernsehsendern wurde das "Fotobuch" daraufhin der breiten Masse ein Begriff. "Wir konnten bei der Auswertung der Suchbegriffe feststellen, wie dieser Begriff auf einmal bekannt und zunehmend gesucht wurde", so der Search-Experte.

Konsumentenspezifische Keywords

Doch Suchwörter treiben noch ganz andere Blüten. So hat Sarcar mit seiner Agentur die Erfahrung gemacht, dass Leute, die einen "günstigen Flug" suchen, in der Tat einen günstigen Flug buchen. Aber Leute, die "billigen Flug" in den Suchschlitz tippen, kaufen Sarcar zufolge auch schon gern einen teureren Flug oder gleich einen längeren Urlaub. Billig werde demnach als Synonym für 'Schnäppchen' wahrgenommen. Auch wer eine hochwertige Reise bucht, möchte schließlich Schnäppchen machen. "Man muss sich sehr genau damit auseinandersetzen, welche Intension sich hinter einem Begriff verbirgt. Dem augenscheinlichem Wortbegriff sollte man keinen Glauben schenken", rät Sarcar.

Die Online-Trackingsysteme erlauben es, das Verhalten der User sehr genau zu analysieren. Mit ihrer Hilfe erhält der Werbungtreibende unter anderem Informationen darüber, welches Stichwort der User bei der Suchmaschine eingegeben hat, um anschließend einen Kauf auf der Onlineseite des Anbieters durchzuführen. "Unsere eigenen Trackingsysteme gehen sogar noch einen Schritt weiter. So können wir nicht nur feststellen, über welches Keyword der Kauf stattgefunden hat, sondern können auch sehen, über welchen Begriff der User in den Entscheidungsprozess eingestiegen ist", sagt Lothar Prison, Head of Agency bei Zed Performance. So kann ein User zum Beispiel seine Suche mit einem sehr generischen Begriff wie 'günstige Reise' starten, der Kauf findet aber am folgenden Tag über ein Brand-Keyword wie "travelchannel" statt. "Der Werbungtreibende lernt auf diese Weise, wie der User 'tickt' und mit welchen Themen der Kauf am besten forciert werden kann", so Prison.

Kampagnenspezifische Keywords

Aber auch bereits laufende Kampagnen lassen sich durch die Analyse des Suchverhaltens optimieren. Denn werden beim Suchmaschinen-Marketing beispielsweise kampagnenspezifische Schlüsselwörter gebucht, können Rückschlüsse auf die Werbewirkung gezogen werden, quasi als grobe Erfolgsmessung von Offline-Kampagnen. Erkenntnisse, die dann in die weitere Planung einfließen könnten.

Bucht ein Werbungtreibender zum Beispiel seine Marke als Keyword kann er über die Anzahl der Suchanfragen nach seiner Marke im Zeitverlauf sehen, ob andere Werbemaßnahmen, zum Beispiel klassische, zu einer erhöhten Markenerinnerung oder -wahrnehmung bei den Konsumenten geführt hat. "Läuft beispielsweise eine TV-Kampagne, sollten die Suchanfragen auf die Marke im folgenden Zeitraum idealerweise sichtbar ansteigen. Das Gleiche gilt natürlich für ein neu gelaunchtes Produkt, das klassisch beworben wird", erklärt Christian Petersen, Geschäftsführer der Performance-Marketing Agentur eProfessional.

Bei Zed Performance beobachtet man den Zusammenhang zwischen klassischen und Internet-Kampagnen ebenfalls sehr genau. "Unsere Erfahrung zeigt uns immer wieder, dass Offline-Maßnahmen auf Online-Ergebnisse einzahlen", sagt Prison. Gerade Networkagenturen hätten hier den großen Vorteil, dass die Bereiche Klassik und Online "Hand in Hand" arbeiten und alle Maßnahmen gezielt aufeinander abgestimmt werden. "Wird ein Thema wie 'Hybridantrieb' über Offline-Kanäle für unseren Kunden Toyota beworben, so ist es wichtig, dass wir den User bei Google mit gezielten Anzeigentexten dazu abholen, sobald er den Begriff Hybrid eingibt. Gleichzeitig können wir den Anstieg der Suchanfragen bei Google für den Begriff 'Hybrid' messen und so den Erfolg der Offline-Maßnahmen über einen Online-Kanal nachweisen", erläutert Prison.

Auch bei bigmouthmedia nutzt man das Suchmaschinenmarketing, um Rückschlüsse auf andere Kampagnen zu ziehen. "Der Werbedruck, der aus den anderen Kanälen erfolgt, hat einen direkten Einfluss auf das Such-, Klick- und Kaufverhalten. Genau deswegen eignet sich SEM hervorragend zur Optimierung und Überprüfung aller Maßnahmen", sagt Isabell Wagner, Managing Director bigmouthmedia Deutschland. "Dabei nutzen wir und unsere Kunden Erfahrungswerte für gleiche Segmente oder auch für andere Online-Marketing-Disziplinen wie SEO, SEM, Affiliate Marketing und Online Media Planning et cetera. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen ebenfalls in die klassische Werbung und VKF-Maßnahmen ein", erläutert Wagner.

Statusspezifische Keywords

Selbst den Bildungsgrad oder den finanziellen Status der potenziellen Kunden können Marketer erkennen, wenn sie beim Suchmaschinenmarketing statusspezifische Keywords verwenden - zum Beispiel Worte wie Designer, Luxus oder Premium oder billig, günstig, 3-Sterne-Hotel. "Werbungtreibende sehen so, wie eine 'Message' bei den potenziellen Kunden ankommt und ob die Zielgruppe mit der Kampagne richtig adressiert wird", erläutert Jürgen Wiest, Managing Director von Relevant Traffic Deutschland.

Doch damit nicht genug: "Über das Verhältnis allgemeiner Keywörter zu Brand- beziehungsweise Produktnamen können Erkenntnisse über den eigenen Bekanntheitsgrad gewonnen werden. Weiterhin ist es möglich, durch eine anschließende Landing-Page-Analyse etwaige Interessen und Neigungen der User herauszufinden", erläutert Wiest. Das Regio-Targeting erlaube zudem Rückschlüsse auf die Herkunft. "Alter und Geschlecht der User sind über das Such- und Klickverhalten herauszufinden, genauso wie der Bildungsgrad über die Verwendung der Suchworte und das anschließende Klickverhalten", so Wiest. Solche Untersuchungen unter echten, kontinuierlichen Verkaufsbedingungen kann die klassische Marktforschung nicht leisten.

Rückkanal und Indikator

Doch erschwert werden solche Analysen schon allein dadurch, dass Kunden sich nicht nur anders artikulieren, als es Marketer gern hätten - oft werden Suchen mit einem Halbwissen gestartet, in der Hoffnung auf Antworten. Durch vage Wortkombinationen versuchen Nutzer, sich einem Begriff zu nähern. Wer beispielsweise ein Einbaugehäuse für seine Festplatte sucht und nicht weiß, wie das Ding in der Fachsprache heißt, hat kaum eine Chance, es zu finden. "Wenn das Marketing aber wüsste, was der User will und wonach er instinktiv sucht, könnte es hier Umsatzpotenziale heben", meint Oliver Weiß, Country Manager von Mirago Deutschland. Viele Firmen hätten seiner Meinung nach zwar bereits verstanden, dass man aus der Suche sogar Trends ableiten kann. "Aber bei der Anwendung hapert es noch. Das Problem ist die Masse an Informationen, die zur Verfügung steht. Das klassische Marketing hat oft andere Prioritäten als Suchwortauswertungen, was zählt sind zunächst Verkaufszahlen", so Weiß.

Search als Rückkanal und Indikator zu nutzen, kann sich langfristig bezahlt machen und in den Verkaufszahlen widerspiegeln. Denn die Suchmaschine ist häufig der letzte Puzzlestein auf dem Weg zum Geschäftsabschluss. Damit Interessenten kurz vor der Zielgerade nicht ins Stolpern geraten, sollten klassisches Branding und Search voneinander wissen und sich ergänzen. Isolierte Werbe-Maßnahmen sind zwar in unserer vernetzten Welt nach wie vor an der Tagesordnung, aber ist es nicht geradezu fahrlässig diese Konvergenz und das Erkenntnispotenzial zu ignorieren?

Karsten Zunke
redaktion(@)adzine.de
Artikel einem Freund senden
COUPONING
von Hendrik Seifert, Kupona GmbH | ADZINE 28.03.2008

Neue Absatzpotenziale für Filialketten durch ausdruckbare Online-Coupons

Hendrik Seifert

Effiziente Verkaufsförderung - auch für große Filialisten ein immer wichtiger werdendes Thema. Die Drogeriemarkt-Kette SCHLECKER und Apollo-Optik sind nur zwei Beispiele für große Unternehmen, die hierbei auf Couponing setzen.

Der Onlinewerbemarkt in Deutschland wächst beständig, was zum großen Teil auch auf Performance-Kampagnen zurückzuführen ist. In der Vergangenheit waren im Onlinemarketing in der Regel eCommerce-Unternehmen bzw. Unternehmen mit Versandprozessen im Onlinemarketing aktiv, für den Präsenzhandel gab es nur wenige Gelegenheiten, das Internet als Verkaufsförderungsmedium zu nutzen.

Mit dem Couponing geben wir Filialisten jetzt ein schlagkräftiges Instrument in die Hand, um am Aufmerksamkeitspotenzial des Internets zu partizipieren. Gutschein-Aktionen, die zum Beispiel auf Yahoo! als dynamische Banner geschaltet werden, lenken Neukunden in die Ladenlokale und sorgen dort für eine Steigerung des Umsatzes - die ideale Verbindung aus stationärem und Online-Handel also. Die Anwendung bietet Filialketten wie auch einzelnen Ladenlokalen die Möglichkeit, Coupons zu editieren, zu verwalten, Filialen zuzuordnen und über ein Media-Netzwerk zu publishen. Jederzeit veränderbar - und zwar realtime.

Die Couponaktionen können auf unterschiedliche Weise gesteuert werden: Bei der zentralen Steuerung wird der Coupon von der Unternehmenszentrale erstellt und kann dann in allen Filialen eingesetzt werden. Hat der Kunde den Gutschein an der Kasse eingelöst, wird die Aktion mittels Barcode an die Zentrale gemeldet. Dies hat den Vorteil, dass sofort erkannt werden kann, wann, wo und wie viele Coupons eingelöst wurden - der Erfolg jedes Coupons ist also jederzeit messbar. Wird die Couponaktion hingegen dezentral gesteuert, kann jede Filiale selbst entscheiden, ob sie einen Gutschein einsetzen möchte oder nicht. Auch die Erstellung des Coupons liegt in diesem Fall bei der einzelnen Filiale. Generell gilt, dass zentral gesteuerte Aktionen in der Regel einfacher zu handhaben sind, weil der Abstimmungsaufwand innerhalb des Unternehmens geringer ist.

Kunden, die in ihrer Stadt einen Gutschein von SCHLECKER oder Apollo-Optik einlösen möchten, müssen sich lediglich mit ihrer E-Mail-Adresse und Postleitzahl registrieren. Das System zeigt dann automatisch die nächstgelegenen Filialen an, für die der gewünschte Gutschein sofort und kostenlos ausgedruckt werden kann. Was im Online-Shopping der Cookie ist, wird nun der Coupon, welcher dem Filialisten die Information liefert, wie hoch die Rücklaufquote seiner Online Couponing-Aktivitäten ist bzw. auf welche Platzierung die Einlösungen zurückzuführen sind.

Die einfachste und effektivste Möglichkeit, den Rücklauf der Coupons zu kontrollieren, ist ein Barcode, da dieser den Aufwand an der Kasse am niedrigsten hält. Alternativ können die Coupons aber auch nummeriert oder zum Kassenschluss per Hand gezählt werden - was aber beides einen Mehraufwand bedeutet. Der Barcode muss lediglich mit dem Scanner eingelesen werden, die Erstellung von Reportings ist hierbei ebenso problemlos möglich.

Mit KUPONA systems schließen wir die Lücke zwischen Webpublishern wie Portalen, Communities, Suchmaschinen etc. und den Filialketten. Dadurch ergibt sich eine Win-win-Situation für alle Beteiligten: Der Einzelhändler wird sinnvoll in die Onlinekommunikation einbezogen und der Publisher hat erstmals die Chance, am Werbevolumen stationärer Filialisten zu partizipieren. Dem Trend zum Regionalisieren von kommerziellen Webinhalten wird somit auf ideale Weise Rechnung getragen. Durch Webservice Funktionen (white lable-Integrationen über XML) können aus einer Datenbank die Coupons jedem beliebigen Publisher bereitgestellt werden - sei es als Vollintegration des gesamten Coupon-Portfolios oder über die Coupon-feed-Bannerformate, die aktuell bereits im Einsatz sind (Yahoo).

Coupons sind zudem eine große Chance für das rückläufige Anzeigengeschäft der regionalen Tageszeitungen, aus diesem Grund kommt der vertrieblichen Zusammenarbeit mit dem Anzeigenverkauf regionaler Verlagshäuser eine besondere Bedeutung zu. Mit unserem System forcieren wir die leistungsabhängige Abrechnungsform des cost per print: Bezahlt wird nur, wenn sich ein User den Coupon ausgedruckt hat. Die Anzahl ausdruckbarer Coupons kann hierbei gedeckelt werden (print cap), außerdem hat der Händler die Möglichkeit, den Zeitraum zu begrenzen, in dem ein Coupon ausgedruckt werden kann.

Dass die beschriebene Verknüpfung von Online-Kommunikation und Offline-Konsum zunehmend Interessenten findet, belegt nicht zuletzt die wachsende Zahl an Unternehmen jeder Größe, die Coupons schalten. Neben SCHLECKER und Apollo-Optik haben mittlerweile mehr als 100 Händler und Dienstleister Gutscheine eingestellt, darunter so klangvolle Namen wie Quelle, T-Online, Douglas, Center Parcs, L´TUR, Yves Rocher, Bauer Versand, Deutsche Post Leserservice, Neckermann, Budget, Apple Store - und täglich werden es mehr.

Hendrik Seifert
hseifert(@)kupona.de
Artikel einem Freund senden
Stellenanzeigen

14.03.2008

TRAFFIC MANAGER (M/W)

Business Advertising GmbH, Düsseldorf

13.03.2008

SENIOR MANAGER ONLINE MARKETING (M/W)

mobile.de & eBay Motors GmbH, Europarc Dreilinden

12.03.2008

SALES MANAGER NIELSEN I, V-VII (M/W)

TOMORROW FOCUS AG, Hamburg

TOMORROW FOCUS AG, Hamburg

 

Termine im Online-Marketing
04.04.2008

Social Web BREAKFAST Hamburg

08.04.2008  -  09.04.2008

eMetrics Marketing Otimization Summit München

08.04.2008

eMetrics Marketing Optimization Summit München 2008

08.04.2008  -  09.04.2008

SMX Search Marketing Expo München


 

Möchten Sie keine weiteren ADZINE Ausgaben mehr erhalten, können Sie sich hier abmelden.

IMPRESSUM
Electronic Publishing Corporation Ltd. | 483 Green Lanes | GB - London N13 4BS | Company No. 5506015 | Companies House
Niederlassung Deutschland | Electronic Publishing Corporation Ltd. | NL Deutschland | Moltkestraße 83 | 50674 Köln | e-mail: info@e-publishing-corp.com