Online-Marketing Newsletter: AUSGABE 16 / 2007 | 10.08.2007 - ADZINE - Magzin für Online-Marketing
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   AUSGABE 16 / 2007 | 10.08.2007

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EDITORIAL
von Arne Schulze-Geißler, Editor | ADZINE 10.08.2007

How to ... ?

Arne Schulze-Geißler

Da steht man nun mit seinem Produkt vor dem Internet und will etwas Gutes für die Marke tun. Ein Blick in die "How to make people interact with my brand" - Anleitung gibt dem modernen Markenverantwortlichen den entscheidenden Hinweis "Vergessen Sie Ihr Produkt! Involvieren Sie den Nutzer durch ansprechende Themen emotional bis zu dem Grad, an dem er beginnt zu interagieren. Dann haben Sie ihn soweit. Jetzt müssen Sie ihn nur noch daran erinnern, dass es eigentlich darum geht, Ihr Produkt zu konsumieren und weiterzuempfehlen."

Macht es nun für Anbieter von Fußpilzsalbe, Toilettenpapier oder Blumenerde überhaupt Sinn, den Versuch zu unternehmen, produktfremde Themen in Beschlag zu nehmen, um einem Produkt über Umwegen mehr Kontur und Identität zu geben. Und wie redet man gleichzeitig den Leuten Discount-Preise aus? Das sind die wirklich kniffeligen Fragen und Aufgaben in der Marken-Kommunikation.

Als Porsche Kommunikationschef kann man im Zweifelsfall auch mal zwei Jahre die Beine hochlegen, ohne dass die Marke und das Unternehmen Schaden nehmen. (Man wäre vermutlich sogar auf der sicheren Seite.) Als Markenverantwortlicher von austauschbaren Consumer Goods ist dagegen permanenter Einsatz gefragt. Küchenrollen stehen weder für Freiheit oder Abenteuer noch lösen sie bei uns einen erhöhten Puls aus. Also ist Phantasie und Kreativität gefragt. Bei der Umsetzung kann das Internet tatsächlich helfen und die Kommunikation für die sogenannten Low Involvement-Produkte sehr sinnvoll ergänzen. Das zeigt Karsten Zunke in seinem Artikel über Engagement Marketing.

Im zweiten Beitrag geht es um die Involvierung potenzieller Konsumenten in produktverwandte Themen durch crossmediale Ansätze. Der neue Adzine Autor Henning Poppe sprach mit Kommunikationsfachmann Thorsten Lührs, Sweetwater Communication, über die Einbindung digitaler Kanäle in die crossmediale Kommunikation generell und im Speziellen für den Sportartikelhersteller adidas.

Viel Spaß bei ADZINE!

Arne Schulze-Geißler
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ENGAGEMENT MARKETING
von Karsten Zunke, Redaktion | ADZINE 10.08.2007

Zewa, Fußballer und Tütensuppen

Karsten Zunke

In Zeiten einer immer stärker fragmentierten Medienlandschaft erweist sich die reine Reichweite zunehmend als zahnloser Tiger. Immer mehr Angebote buhlen um die Gunst einer begrenzten Anzahl von Onlinern - und natürlich um die der Werbungtreibenden. Die Kontaktqualität rückt für Werber daher zwangsläufig in den Fokus. Der Traum eines jeden Marketers sind Nutzer, die Werbung nicht nur wahrnehmen, sondern aktiv werden und die beworbenen Produkte letztlich auch kaufen und anderen entsprechende Tipps geben. Doch ein solches Engagement lässt sich nicht mit einem Ruf durchs Megafon "befehlen". Das Medium Online liefert für diesen Zweck bessere Ansätze.

Wenn Werbebotschaften die Empfänger emotional bewegen, ist die Chance groß, Aktionen auszulösen. Doch wie kann man seine Zielgruppe auch mental "abholen" und in die eigene Markenwelt einbinden? Das Internet beflügelt diese Idee des Engagement Marketings, denn Kommunikation ist dank Web nicht nur vom Unternehmen zum potenziellen Konsumenten und umgekehrt möglich. Noch wichtiger sind die Gespräche zwischen den Verbrauchern. "Engagement-Marketing bietet sich besonders für Unternehmen mit Low Involvement Produkten an, da sich für diese Produkte die Vorteile des Internets nur schwerer erschließen lassen. Die Strategie von Engagement-Marketing ist es, Menschen für ein Thema, das ein Unternehmen inhaltlich besetzt, zu begeistern, sie einzubinden. Der weitere Dialog soll zwischen den Nutzern stattfinden und nicht zwischen dem Unternehmen und seinen Konsumenten", sagt Joachim Rabe, Senior VP Business Development und Marketing, Interactivemedia CCSP. So kam sein Unternehmen im vergangenen Jahr auf die Idee, die Marke Zewa, Frauen und Fußball unter einen Hut zu bringen.

Dazu wurde ein Frauenportal zur Fußball-WM entwickelt. Nicht Tore, Aufstellungen und Schiedsrichterentscheidungen standen im Mittelpunkt. Stattdessen konnten Frauen Beiträge über attraktive Fußballer oder deren Frisuren lesen, ebenso wurden - passend zu den Fußball-Partien entsprechende Nationalgerichte vorgestellt. Frauen nahmen an diversen Votings und einem Gewinnspiel teil - und stets wurde die Marke Zewa in entsprechenden Online-Werbemitteln angepriesen.

Umfelder gestalten, Nutzer mitreißen

Bei Pilot in Hamburg sah man sich vor einer ähnlichen Herausforderung: Es ging darum, die Themen Frauen und Finanzen zusammenzubringen. Da es kein adäquates bestehendes Angebot gab, wurde das Werbeumfeld in Form eines Online-Portals geschaffen. Erstes Großprojekt der Anfang dieses Jahres gegründeten pilot1/0-Unit "Content & Communication" war daher das Frauen-Finanzportal "Mein-Geld-und-ich.de". Es wurde speziell auf eine weibliche Zielgruppe zugeschnitten und bietet redaktionell aufbereitete Informationen zu diversen Finanzthemen. Als Exklusivpartner wirbt die Volkswagen Bank mit klassischen Online-Werbeformen. "Engagement Marketing zielt weniger auf das klassische 'Bewerben' von Marken und Produkten als vielmehr auf das 'Umwerben' von Zielgruppen. Darin steckt enormes Potenzial für die Zukunft der Werbung", sagt Klaus Ahrens, Geschäftsführer pilot 1/0.

Neben den bekannten Vorteilen von Online erreicht Werbung im Internet den Nutzer in einer aktiven und aufmerksamen Phase. "Eine wesentliche Voraussetzung für Engagement Marketing. Mit involvierenden Werbemitteln kann ich jetzt den Nutzer zu einem Dialog einladen, ihn mitreißen und bewegen", so Ahrens.
Kraft Foods betreibt auf seiner amerikanischen Website sogar eine Community, die sich rund um das Thema Kochen dreht. Dort können Nutzer beispielsweise Rezepte untereinander austauschen. Inspirieren sollen die Hobby-Köche auch Rezeptvorschläge des Anbieters, in denen Kraft Foods-Produkte als Zutaten empfohlen werden.

Erst das Thema, dann das Produkt

"Es geht beim Engagement Marketing zunächst nur sekundär um das beworbene Produkt, sondern zunächst um ein für Konsumenten attraktives Thema. Darüber unterhalten sich die Konsumenten. Produkte und Marke können in dieses Thema unterschwellig einfließen - indem beispielsweise in Rezepten, die Kochfans tauschen, bestimmte Produkte einer Marke gelistet sind. Das Wichtigste ist jedoch das Engagement der Nutzer für eine bestimmte Sache", sagt Rabe.

Der Vorteil: Die Kommunikation bleibt fest in der Hand des Unternehmens, Kontrollverlust muss niemand fürchten. "Beim Engagement Marketing gibt das Marketing nicht die Hoheit über die Kommunikation ab. Sie wird weiterhin vom Unternehmen gesteuert. Die Konsumenten werden lediglich eingebunden", erläutert Rabe. Zwar seien einige Module 'user generated'. Aber nicht in dem Maße, dass einige Nutzer das ganze Thema würden kippen können. "Das Werbemittel ist nicht nutzergeneriert und der Inhalt ist es primär ebenfalls nicht", erklärt Rabe den Unterschied.

Auch wenn sich Grenzen zum User Generated Advertising und zum Word Of Mouth Marketing durchaus ziehen lassen: Alle drei Marketingspielarten setzen auf Konsumenten, die in irgendeiner Form "mitmachen".

Wohlfühlland des Werbedrucks - passé?

Auch bei den Mundpropaganda-Spezialisten trnd in München geht es um das Engagement. Es dreht sich jedoch vornehmlich direkt um Produkte und die entsprechenden Erfahrungen, die Nutzer damit gemacht haben. Die Agentur schickt zwischen 50 und 5.000 ausgewählten Mitgliedern ihres rund 40.000 Mitglieder starken Mundpropaganda-Netzwerkes Waren zu. Die Empfänger testen die Produkte und kommunizieren anschließend ihre Erfahrungen in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis. "Deutschland war bisher das Wohlfühlland des Werbedrucks. Wer viel in Werbung investiert hat, konnte auch viel verkaufen. Aber jetzt setzt auch hierzulande eine neue Entwicklung ein", sagt Martin Oetting, Gesellschafter sowie Leiter Beratung und Kommunikation bei trnd. "Der Konsument und seine Befindlichkeiten werden für den Werbeerfolg immer wichtiger, ebenso eine glaubwürdige Zielgruppenansprache."

Egal ob Engagement Marketing, Mundpropaganda oder User Generated Advertising: Marketer bauen zunehmend auf engagierte Kunden, auch hierzulande. "Das ist eine Zukunftshoffung für das Marketing", so Oetting. "Das Gute daran ist, dass Werbungtreibende nicht mehr jeden Einzelnen erreichen müssen. Werden die Nutzer eingebunden und für eine Idee begeistert, dann engagieren sie sich und berichten anderen Menschen davon", sagt Oetting. So verbreite sich die Botschaft rasch und erreiche viele weitere Leute. Und das auf eine glaubwürdigere Art, als es mit der althergebrachten Reichweitenidee möglich gewesen wäre.

Einzige Alternative für Low Involvement Produkte

"Ich bin überzeugt, dass man Involvement-Niveaus extern stimulieren kann - und zwar durch Partizipation und Mitwirkung der Konsumenten. Das wiederum wird automatisch für Mundpropaganda sorgen", meint Oetting. Den wissenschaftlichen Beweis dafür will er in Kürze liefern. Er promoviert an der europäischen Wirtschaftshochschule Berlin zu diesem Thema. "Das Internet ist aber nicht der primäre Kanal für Mundpropaganda, sondern vorrangig die Plattform, um die Involvement steigernden Prozesse anzustoßen. Die beste Mundpropaganda findet dann immer noch offline statt", so Oetting.

Für das Engagement Marketing im eigentlichen Sinn fungiert Online zudem als Verstärker für Themen und Ideen. Das Internet ermöglicht virale Effekte, die größer sind als bei einer reinen Offline-Kommunikation der Nutzer untereinander. Laut Rabe erlangt Engagement Marketing daher gerade bei FMCGs jetzt zunehmende Bedeutung. Für Firmen, die wenig involvierende Produkte oder Waren des täglichen Gebrauchs anbieten, könne Engagement Marketing der wesentliche Schlüssel für Onlinewerbung sein. "Unternehmen mit Low Involvement-Produkten haben gar keine Alternative, online wahrgenommen zu werden, als über attraktive Themen und das Engagement der Nutzer untereinander, ihre Marke und ihre Produkte via Internet ins Gespräch zu bringen", so Rabe.

Karsten Zunke
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CROSSMEDIAL
von Henning Poppe, Redaktion | ADZINE 10.08.2007

Crossmedia eMotion

Henning Poppe

Die sorgenfreien Tage des kommerziellen Erfolgs von einseitigen Werbeschaltungen in den Medien sind gezählt. Neben den am Markt bereits bekannten und unübersehbaren Abnutzungserscheinungen verdichtet sich immer stärker die Erkenntnis, dass Werben nur dann zählbaren Erfolg erzielt, wenn die emotionale Einbindung der gewünschten Zielgruppe in die Marke erreicht wird.

Wie man Marken durch hochwertigen Imagetransfer im Zusammenspiel von On- und Offline erlebbar macht, erläutert adidas-Kommunikationsberater Torsten Lührs, SWEETWATER Communication, im ADZINE Interview.

Die crossmediale Nutzung interaktiver Medien in der modernen Marken-Kommunikation ist Segen und Fluch zugleich. Die bloße Existenz der heutigen Medienvielfalt ermöglicht den Werbetreibenden nahezu unbegrenzte konzeptionelle und gestalterische Möglichkeiten. Ein fundamentales Problem stellt die begrenzte Aufnahmebereitschaft oder Fähigkeit der Zielgruppen dar, die sich in der Rezeption der Werbeangebote allzu oft in einer fast ohnmächtigen Überforderungssituation befinden, statt sich aktiv mit Produktinformationen auseinanderzusetzen.

Die reine Präsenz von Marken und Unternehmen in Form von "herkömmlichen" Werbemitteln in den Onlinemedien ist den meisten Werbetreibenden viel zu wenig. Vielmehr ist heute die strategisch flexible Verknüpfung von On- und Offlineangeboten gefragt, um den Konsumenten Möglichkeiten zu eröffnen, sich mit einer Marke zu identifizieren. Schwarz-Weiß-Denken bringt heute keine Marke mehr voran, vielmehr geht es darum, ein intelligentes Cross-chaining rationaler und emotionaler Faktoren in der strategischen Ausrichtung einer Marke zu verflechten und dies überzeugend zu kommunizieren.

Wie das konkret funktioniert, weiß Diplom-Sportökonom Torsten Lührs, 36, der als Kommunikationsberater bei SWEETWATER Communication mit Firmenhauptsitz in Düsseldorf arbeitet. Die Agentur für Kommunikation und Markeninszenierung berät namhafte Unternehmen bei der strategischen Ausrichtung des Marketings und der Unternehmenskommunikation. Zu den wichtigsten Kunden zählt der weltbekannte Sportartikelhersteller adidas, der nicht zuletzt wegen der geschickten Verknüpfung von On- und Offlinekampagnen in jüngster Vergangenheit Boden gutmachen konnte im Kampf um die internationale Marktführerschaft.

Adzine: Herr Lührs, wie kann man aus Ihrer Sicht abseits der konventionellen Werbeschaltungen die Möglichkeiten des Webs zu Marketingzwecken erfolgreich nutzen?

Torsten Lührs: Offline-Medien werden von uns als passive "on the ground tools" mit aktiven Online-Medien "above ground" verbunden, um maximalen Traffic auf die kooperierenden Websites und in die Stores zu generieren. Die wichtigsten Online-Benefits sind hier kurz gefasst: Emotionen generieren! Traffic aktivieren, das Produkt erlebbar machen! Hohe Reichweiten avisieren und gleichzeitig nur geringe Streuverluste zulassen durch eine gute Differenzierbarkeit der Angebote. Exklusivitäten schaffen! Blocken der Wettbewerber, auch dadurch, dass man sich First Mover-Effekte in neuen Kommunikationsumfeldern zu nutzen macht und kommuniziert. Des Weiteren stellt die Generierung hochwertiger Userdaten einen wichtigen Eckpfeiler dar, mit dem ein langfristiger Aufbau von "Zielgruppen-Communities" möglich wird. Aktive Online-Erlebnisse für den Kunden, die ihn selbst einbeziehen, sind außerdem mehr als eine gute Ergänzung zu den oft eher statischen Werbeschaltungen, weil diese sehr zielgruppenorientierte Umsetzung qualitativ hochwertigere Daten generieren lässt... .

Wir sind für unsere Kunden immer auf der Suche nach neuartigen und affinen Kommunikationsumfeldern. Ein Beispiel ist der eSport, den wir für unseren Kunden adidas erobern konnten. Der Aufbau eines neuen und nachhaltigen Netzwerks in diesem neuen Umfelder mit vielschichtigen Kooperationsmöglichkeiten braucht etwas Zeit, ist aber definitiv unverzichtbar, weil dadurch ein sehr flexibler und ökonomischer "Soft-Start" in ein neues Kommunikationsumfeld möglich wird. Alle verfügbaren Medien, also Internet, Print, Mobile, TV usw., können dann crossmedial und interaktiv genutzt werden. Dies erfordert von uns eine sehr aktive Umsetzung, eingebettet in laufende Kampagnen im Rahmen eines ganzheitlichen Werbeansatzes. Es geht dabei um nicht weniger, als sich die gesamte Wertschöpfungskette nutzbar zu machen. Das Ziel muss immer sein, eine Differenzierung vom Wettbewerb zu erreichen und als oberstes Ziel den Abverkauf zu steigern - wir tragen unseren Teil dazu bei.

Adzine: Was kann man also konkret an Aktionen machen, die Zielgruppen über die Internetseite an eine Marke binden?

Torsten Lührs: Indem man die Marke und das Produkte emotionalisiert und dem Konsumenten wahre Mehrwerte bietet. Erst dann, wenn diese sich im Kopf durchsetzen und klar werden, kann der Kauf ausgelöst werden. Es zählt allein, dass für Konsumenten ein Produkt mit einer dahinterstehenden Idee greifbar und "fühlbar" wird. Dafür eignen sich interaktive Umsetzungen, die DAS vernetzende Tool unter allen Maßnahmen darstellen. Hochwertig umgesetzte Gewinnspiele sind hier ein oft genutztes und gut zu verknüpfendes Tool über alle Werbemittel hinweg.

Adzine: Wie kann man in der Folge einer solchen Aktion Menschen durch Online-Aktivitäten fesseln, zum weiteren Interagieren veranlassen, so dass eine möglichst hohe Markenidentifikation erreicht wird, die vor allen Dingen dauerhaft ist?

Torsten Lührs: Definiert man Interaktion nicht als einen Klick auf einen Banner, sondern als wirkliche "positive Response" des Kunden, verstehe ich darunter eine erfolgreiche Umsetzung über einen möglichst langen gemeinsamen Aufstieg auf der Kommunikationsleiter, der am Ende in den Kauf des Produktes, also den gegenseitigen Mehrwert mündet. Abhängig von Produkt und Zielgruppe möchten wir dem Kunden einmalige Online-Erlebnisse bieten. Im Falle adidas ist nicht die Bekanntheit entscheidend, sondern das Aufladen der Marke mit emotionalen Inhalten. Emotionen wecken Begehrlichkeiten und binden langfristiger an Marke und Produkt. Auf einer Basis von quantitativen Kontaktwerten ist die inhaltsorientierte Kontaktqualität der letztendliche Impulsgeber für den Kauf: Awareness - Aktivierung - Kaufimpuls. Hier gibt es keine Faustregel, nur den individuellen Abgleich mit den Kommunikationszielen. Hier gilt es auch den POS - auch durch Events in den Stores - aktiv und zielgruppenorientiert in die "Overall-Strategie" einzubinden, um die Aktivierung nicht wirkungslos verpuffen zu lassen. Am Ende steht idealtypisch immer der Produktkauf.

Adzine: Wie können sich On- und Offline besonders da sinnig ergänzen?

Torsten Lührs: Waren es vor einiger Zeit oft noch von einander getrennte Kommunikationswege, ist hier mittlerweile eine breiter bespielbare Kommunikationsklaviatur und ein abgestimmtes Bespielen derselben das Ziel aller Aktivitäten. Ein ganz einfaches Beispiel: Online-Aufruf zu Gewinnspielen, welches mit hochwertigen Downloads über TV, Print und Mobile aktiviert wird und nur in den Stores oder Handel mit der Teilnahmebestätigung für das Gewinnspiel für den Kunden mehrwertig nutzbar wird. Verbunden mit einem entwickelten Mobile-Shopfinder, wird mit einfacher, aber zweckgebundener Umsetzung direkter Traffic in die Stores generiert und sehr einfach, aber hoch integrativ agiert. Wichtig ist dabei immer: "Keep it simple!" - so dass der Mehrwert für den Kunden schnell erkennbar wird, der Aktivierungsimpuls also bspw. online gesetzt wird und offline zur Aktivierung kommt. Generell sind hier in der Vernetzung keine Grenzen gesetzt. Print und TV können ebenso sinnvoll mit Online vernetzt werden wie Mobile. Wichtig sind eben immer die qualitativ hochwertigen und zielgerichteten Konsumentenansprachen, ohne große Streuverluste.

Adzine: Bei welchen adidas-Kampagnen fanden diese Theorien kürzlich in der Praxis eine erfolgreiche Umsetzung?

Torsten Lührs: Im Fall adidas haben wir auf der Grundlage der globalen "Predator vs. F50-Kommunikation" einen für den Kunden neuen Weg beschritten und im innovativen Online-Zielgruppenumfeld "eSport/Gaming" eine offlinevernetzte Strategie entwickelt und umgesetzt. Relevant ist eine glaubwürdige Zielgruppenansprache über verknüpfte Kommunikationskanäle mit dem Fokus auf Online im direkten Produktumfeld. Mit der adidas "FIFA07-Challenge" sowie dem adidas "Predator vs. F50-Cup" wurden die realen Kampagnen virtuell zum Leben erweckt und mit Offline-Events - unter anderem einer "Store-Tour" - verknüpft.

Da konnten sich Interessenten in den Stores mit den "FIFA-Twins" messen, also gegen die aktuellen FIFA-Weltmeister (die Brüder Schellhase vom Team SK-Gaming) spielen - also ein wahres Erlebnis für die Kids: Einmal gegen wirkliche Weltmeister spielen. Und das in einem Umfeld, welches in den jungen Zielgruppen zum täglichen Freizeitverhalten gehört - Gaming/eSport - man sehe sich nur die Fußball-Stars Lukas Podolski und Bastian Schweinsteiger als direkte Zielgruppenvorbilder an.

Die Bewerbungen zu der Aktion wurden über reichweitenstarke Gaming-Portale und -Magazine sowie führende Clans und eSport-Betreiber, aber auch redaktionelle Einbindungen im TV und Funk umgesetzt. Die gesamte Umsetzung erfolgte im "Look & Feel" der laufenden adidas-Kampagne - und war darin hervorragend eingebettet.

Henning Poppe
redaktion@adzine.de
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Termine im Online-Marketing

04.04.2008

Social Web BREAKFAST Hamburg



08.04.2008  -  09.04.2008

eMetrics Marketing Otimization Summit München



08.04.2008

eMetrics Marketing Optimization Summit München 2008



08.04.2008  -  09.04.2008

SMX Search Marketing Expo München



15.04.2008  -  18.04.2008

eCommerceForum 2008



16.04.2008  -  17.04.2008

Web 2.0 Kongress in Wiesbaden



18.04.2008  -  06.06.2008

QUISMA veranstaltet den 3. deutschlandweiten AffiliateCup



24.04.2008

First Cologne Web Content Forum



25.04.2008

SEMSEO - Konferenz für Suchmaschinenmarketing und -optimierung



27.05.2008

media coffee in Köln



02.06.2008  -  04.06.2008

Internet-Kongress iico.de (infopark internet congress) Berlin



02.06.2008  -  03.06.2008

“Connecting European E-Marketing“ - Interact Congress



02.06.2008

Internationaler Mediendialog Hamburg



05.06.2008

Nedstat Expert Forum Berlin 2008



10.06.2008

Nedstat Expert Forum Düsseldorf 2008



11.06.2008

Social Commerce Forum - Frankfurt a.M.



12.06.2008

„netnography08“ in München



23.06.2008  -  24.06.2008

Search Engine Strategies Hamburg



24.06.2008

Nedstat Expert Forum München 2008



04.09.2008

"OMD warm up" mit Home-Party-Hamburg



17.09.2008  -  18.09.2008

Online-Marketing-Düsseldorf 2008



18.09.2008

New Agency Models Conference London



24.09.2008

Virtual Worlds Camp bei Frogster, Berlin



30.09.2008  -  01.10.2008

Community SUMMIT Hamburg



11.10.2008  -  12.10.2008

BarCamp Munich 2008



21.10.2008  -  23.10.2008

Web 2.0 Expo Europe 2008



29.10.2008  -  31.10.2008

Medientage München 2008



06.11.2008

5. Pangora E-Commerce Kongress



12.11.2008  -  13.11.2008

TV Komm. Karlsruhe 2008



27.11.2008  -  28.11.2008

10. E12-Gipfel "Internet of Services"



29.11.2008

DMMK Young Professionals Stuttgart



03.12.2008

Erstellen Sie Ihren Webanaylse-Aktionsplan für 2009 - Mit Eric Peterson



10.02.2009  -  11.02.2009

Web Intelligence Forum



17.02.2009  -  18.02.2009

Social Media FORUM (Hamburg)



03.03.2009  -  08.03.2009

CeBIT 2009 - MARKETING SOLUTIONS AREA



03.03.2009  -  11.03.2009

Online Marketing Seminar: Convert Your Browsers to Buyers



01.04.2009  -  02.04.2009

Swiss Online Marketing 2009



22.04.2009  -  23.04.2009

Search Marketing Expo (SMX) München 2009



22.04.2009  -  23.04.2009

eMetrics Marketing Optimization Summit München 2009



11.05.2009  -  13.05.2009

CMO Gipfel 2009 - 3. Gipfel für Strategie und Innovation im Marketing



19.05.2009

Praxis-Workshop proseed: Strategisches Vertriebsmarketing im Internet



28.05.2009  -  03.06.2009

Web Analytics Academy Seminare



08.06.2009  -  09.06.2009

Deutscher Multimedia Kongress (DMMK) 2009 - MOVE!



10.06.2009  -  12.06.2009

Interact 2009 – Digital Advertising gets Innovative!



15.06.2009  -  17.06.2009

Infopark Internet Congress – iico.de



18.06.2009

Affiliate TactixX 2009



26.08.2009  -  25.09.2009

Digitaler Sommer an der Universität der Künste Berlin



15.09.2009

Social Media Forum - im East Hotel Hamburg



16.09.2009  -  17.09.2009

Community & Marketing 2.0 SUMMIT im East Hotel Hamburg



17.09.2009  -  18.09.2009

scoopcamp 2009 zum Thema „new storytelling“ von Hamburg@work und der dpa



18.09.2009

Online Marketing Convention



23.09.2009  -  24.09.2009

dmexco - Digital Marketing Exposition & Conference



08.10.2009

Zweites Gipfeltreffen zwischen Werbe- und Games-Branche in Hamburg



20.10.2009  -  10.11.2009

MARKETING ON TOUR Konferenz 2009 – Was sind die Top Trends im Online Marketing?



03.11.2009  -  17.11.2009

ecommerce conference



04.11.2009  -  19.11.2009

Premiere der Roadshow The Search Conference



26.11.2009

ConventionCamp Hannover 2009



23.02.2010

newTV-Kongress



04.03.2010  -  17.03.2010

ecommerce conference



18.03.2010  -  19.03.2010

TV Komm. 2010



23.03.2010  -  24.03.2010

eMetrics Marketing Optimization Summit



23.03.2010  -  24.03.2010

Search Marketing Expo (SMX)



13.04.2010  -  14.04.2010

Internet World Fachmesse & Kongress



08.06.2010  -  22.06.2010

Online Marketing Forum



10.06.2010

E-Mail Marketing Seminar mit Nico Zorn




 

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