Online-Marketing Newsletter: AUSGABE 15 / 2007 | 31.07.2007 - ADZINE - Magzin für Online-Marketing
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   AUSGABE 15 / 2007 | 31.07.2007

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EDITORIAL
von Arne Schulze-Geißler, Editor | ADZINE 31.07.2007

Sommerschlaf

Arne Schulze-Geißler

Adzine kommt mit zwei Tagen Verspätung in einer Light-Version zu Ihnen. Ich bitte alle um Entschuldigung, die schon am Freitag auf die aktuelle Ausgabe gewartet haben. Vermutlich hielt sich die Enttäuschung aber im Rahmen. Da auch das Onlinemarketing-Volk sich im In- oder Ausland ein nettes Plätzchen gesucht hat, um Kräfte für die meist anstrengende zweite Jahreshälfte zu sammeln. Dennoch möchten wir allen zu Hause Gebliebenen, die ein wenig Fachlektüre zu schätzen wissen, zwei interessante Beiträge anbieten: Es geht zum einen um Internationale Onlinekampagnen und im Interview mit Townster-Sprecher Gleb Tritus um die Werbe-Vermarktung von Community Sites.

Wenn wir an Sommerurlaub denken, stellen wir uns Sonne, Meer, Strand, Palmen und Müßiggang vor. Viele von uns finden ihre Wunschdestination im Ausland. Urlaubszeit ist also auch die Zeit, in der viele Deutsche sozusagen international aktiv werden. Es ist ja auch nicht weiter schwierig, Landesgrenzen physisch zu überschreiten. Jedoch hat man das Gefühl, dass viele Reisende kopfmäßig nicht unbedingt international unterwegs sind. Die Tourismusindustrie macht es den mental weniger beweglichen leicht. Ohne auch nur ein Wort der Landessprache finden Reisende alles so vor, wie sie es gewohnt sind.

Was aber, wenn man mehr will als Strand, Essen und Trinken? Wenn man tiefer in Kultur, Geschichte und Gebräuche eintauchen möchte, um Länder und Mentalitäten zu verstehen. Vor dieser Aufgabe stehen internationale Werber. Es reicht meist nicht, Werbespots oder Anzeigen zu übersetzen und international zu platzieren.

Trotzdem werden die Kampagnen großer Werbetreibender zunehmend international geplant und gesteuert. Auch auf Seiten der Mediaanbieter knüpfen Online-Werbe-Netzwerke internationale Partnerschaften, um der Nachfrage der Agenturen zu begegnen. Helge Denker sprach mit einigen Zuhausegebliebenen über die Trends und Besonderheiten länderübergreifender Kampagnen.

Des Weiteren befragte Rupert Turner Townster-Mitgründer, Geschäftsführer und Kommunikationschef Gleb Tritus zu Townster, Communities, Erlösmodellen und die Werbevermarktung solcher Social Networks.

Viel Spaß mit ADZINE!

Arne Schulze-Geißler
asg@adzine.de
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INTERNATIONAL MEDIA
von Helge Denker, Redaktion | ADZINE 31.07.2007

Think global - advertise local

Helge Denker

Die Globalisierung hat auch die Online-Werbung voll im Griff. Viele Kampagnen werden heute zentral gesteuert, international gestreut und laufen übersetzt und lokalisiert in vielen Ländern. Bleibt der lokale Ansatz dabei allmählich auf der Strecke? Sind traditionelle Unterschiede in der Online-Werbung eine zu vernachlässigende Größe? Funktioniert Werbung im weltweiten Web überall gleich? ADZINE fragte deutsche Vermarkter und Agenturen wie Publicis Modem, InteractiveMedia, United Internet Media und ad pepper media.

Globalisierung - ja bitte! So lautet das Motto derzeit bei den großen Online-Agenturen. Lokalpatrioten oder Globalisierungsgegner finden sich dagegen kaum. "Es ist vor allem für große Firmen von Vorteil, wenn sie die Kampagnen wie auch das Marketing zentral steuern", so Stephan Grossmann, Vizepräsident und Marketingdirektor von Publicis Modem. Die Hamburger Agentur ist der "digitale Arm" von Publicis Worldwide und betreut internationale Kunden wie HP und General Motors. Es gibt, so erklärt Grossmann gegenüber ADZINE, einen steigenden Bedarf an Display-Ads, Bannern und Rich Media, die nicht nur in einzelnen Ländern funktionieren.

Die Lokalisierung, also die Anpassung an einen nationalen Markt, dürfe dabei nicht bei der reinen Sprachübersetzung aufhören. "Schon ein deutsches Testimonial wie Verona Pooth oder Oliver Pocher funktioniert im Ausland nicht, weil niemand sie kennt", meint Grossmann. Das führt mitunter zu skurrilen Übertreibungen von Typen. So müsse "die typische Italienerin" wie die schöne Alice (Hansenet) in der Werbung noch viel italienischer aussehen als eine echte Italienerin. Das "italienische" Model ist daher konsequenterweise die Argentinierin Vanessa Hessler. Das ist Internationalisierung at its best.

Online-Kampagnen, die auf lokale Besonderheiten keine Rücksicht nehmen, sind stark vom Scheitern bedroht. Eine Kampagne für eine neue PC-Karte zeigte so eine geballte Faust vor einer wehenden US-Flagge und dem Slogan: "Victory". "Publicis Modem haben das mit Otto Lilienthal und 'Durchbruch' übersetzt. Wir nennen das Transcreation, eine Mischung aus Kreation und Übersetzung", so Grossmann.

Dem internationalen Kunden gehe es oft darum, alle Aspekte der Marke zu kontrollieren. Zwar kosten Kampagnen, die international funktionieren sollen, mehr Geld. Dafür würde eine internationale Kampagne aber auch deutlich mehr "Schwungkraft" erzeugen. Auch in Bereichen wie Direct Marketing beobachtet Grossmann in jüngster Zeit verstärkt Globalisierungstendenzen. Als Beispiele für internationale Kampagnen, die von Deutschland aus gesteuert werden, nennt er Marken wie Opel, Beiersdorf, Siemens, T-Mobile und T-Systems, Mercedes und Allianz.
Ihre Stärke und Daseinsberechtigung haben lokale Kampagnen zum Beispiel bei akut auftretenden Abverkaufsnöten. Hier sind die Marketing-Chefs in den Ländern für ihre Zahlen verantwortlich, also haben sie auch allen Grund, lokale Kampagnen loszutreten, um den Verkauf anzukurbeln. Als geeignete Mittel bieten sich hier zum Beispiel Templates an, die national online eingebunden werden können.

Auch auf Vermarkterseite rüsten sich die führenden Anbieter für das internationale Geschäft:
Bei United Internet Media haben sich die Umsätze mit internationalen Online-Kampagnen im Jahr 2006 verdoppelt. Das Unternehmen berichtet, dass das internationale Mediageschäft bereits 10% des Gesamtumsatzes ausmache.

Oliver Hülse, Vizepräsident International Operations bei der InteractiveMedia GmbH, bestätigt ebenfalls den Trend zum globalen Denken und Handeln: "Das Geschäft mit landesübergreifenden Web-Kampagnen wächst." Seit einiger Zeit verzeichne InteractiveMedia eine steigende Nachfrage nach internationalen und globalen Online-Kampagnen. "Interessant sind in diesem Zusammenhang vor allem der Markt in Osteuropa, der rasant wächst und Unternehmen wie MSN oder Yahoo, die hier noch nicht so stark vertreten sind", erklärt Hülse gegenüber ADZINE.

Laut InteractiveMedia prägen folgende Entwicklungen derzeit das Bild und bieten großes Potenzial für Vermarkter: durch die Integration osteuropäischer Länder wie Polen, die Slowakei, Rumänien oder Bulgarien in die EU kommen viele Immigranten in andere Mitgliedsstaaten wie beispielsweise Deutschland oder Großbritannien und sind dabei, sich eine Existenz aufzubauen. Diese Zielgruppe ist für viele Unternehmen, zum Beispiel aus der Finanzindustrie, besonders attraktiv. Zum anderen breitet sich das Breitband-Internet in den Neu-EU-Ländern rasend schnell aus. "Die Märkte in Osteuropa werden schneller erwachsen, die Entwicklungssprünge sind ungleich größer und die Vorlaufzeiten für neue Konzepte wie z.B. IPTV stark verkürzt", so Hülse.

Immer mehr Unternehmen setzen dabei auf die Ansprache dieser Zielgruppen über das Netz. Dabei sei es erfolgsentscheidend, die unterschiedlichen nationalen und kulturellen Gegebenheiten sowie die Kommunikationskanäle und die Medienlandschaft zu kennen. "Grundsätzlich gilt: Die Werbewirkung in lokal produzierten Werbeumfeldern ist deutlich höher als auf solchen Sites, die lediglich aus anderen Sprachen adaptiert und nicht auf die lokalen Nutzerbedürfnisse zugeschnitten sind. Denn bei Online-Werbung geht es um Kommunikation - und die ist und bleibt nun einmal kulturspezifisch", betont Hülse.

Beim Vermarkter-Schwergewicht United Internet Media lautet daher auch die Devise: "Think/plan global - act/display local" Matthias Ehrlich, Vorstand United Internet Media erläutert: "Bereits heute werden viele Kampagnen zentral geplant - und mit der zunehmenden Globalisierung werden wir eine weiter steigende Nachfrage nach internationalen bzw. globalen Werbemöglichkeiten, auch und vor allem im Internet, dem globalsten aller Medien, feststellen. Insofern sind Schritte zur internationalen Vernetzung, wie sie neuerdings z.B. auch Tomorrow Focus mit seinem Premium Publishers Online-Netzwerk, gestartet hat, auf Mediaanbieterseite die logische Antwort auf eine signifikante Marktentwicklung. Wir haben uns hier mit unseren in 60 Ländern weltweit präsenten AD Europe Global-Netzwerk bereits frühzeitig (2003) für eine entsprechende Marktentwicklung strategisch aufgestellt und profitieren heute schon umfänglich von diesem Wachstumssegment im Online-Werbemarkt. Dabei sind unser Netzwerk und auch das von Tomorrow Focus eben doch ein 'Lokalisierungsinstrument': Ich plane europäisch oder global, lokalisiere aber mit und über spezifische lokale Partner. Auf Seite der Werbetreibenden und Agenturen setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass Kampagnen für eine optimale Werbewirkung länderübergreifend geplant, aber länderspezifisch ausgeliefert werden müssen."

Auch ad pepper media verspürt schon seit einiger Zeit den Trend zu international geplanten und gesteuerten Onlinekampagnen. "Sie spielen in Europa bereits heute eine größere Rolle als manch lokal agierende Website-Betreiber vielleicht ahnt", meint Oliver Busch, Geschäftsführer von ad pepper media. "Während die Anzahl grenzübergreifender Kampagnen bei ad pepper media im Vorjahr um mehr als 30 Prozent zunahm, erwarten wir für dieses Jahr einen noch deutlicheren Anstieg", erklärt Busch gegenüber ADZINE.

Von der Vergabe internationaler Kampagnen erwarten sich Agenturen laut ad pepper eine Verringerung der Ansprechpartner bei schnellen Responsezeiten und hohem Servicelevel.
Für die Auftragnehmerseite bedeute dies, dass diese über ausreichend kompetente Berater für internationale Kampagnen als Ansprechpartner für den Auftraggeber vor Ort in allen Kernmärkten verfügen muss. Der Auftragnehmer braucht ein attraktives Portfolio sowie Campaign-Manager mit detaillierter Marktkenntnis zur Kampagnenfeinplanung und -steuerung vor Ort. Und effiziente Kommunikationsstrukturen zur schnellen Abstimmung der Media-Lösungen.

ad pepper media steuert aktuell Kampagnen in mehr als 50 Ländern rund um den Globus und ist in 12 europäischen Ländern sowie in den USA und Australien mit Niederlassungen vor Ort präsent. Zu den Kunden zählen führende Markenartikler wie Procter & Gamble, Nokia, British Airways, Dell, Intercontinental-Hotels oder Chrysler.

Der Trend zur Globalisierung von Online Kampagnen zeichnet sich deutlich ab. International aufgestellte Agenturen sowie länderübergreifend organisierte Netzwerke werden weiter an Bedeutung gewinnen.

Helge Denker
helgedenker@gmail.com
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COMMUNITIES
von Rupert Turner, Redaktion | ADZINE 31.07.2007

Suchen, Finden und Networken für Städter - TOWNSTER

Unternehmensgründungen und Launches neuer Plattformen im sogenannten Web 2.0-Umfeld sind heute an der Tagesordnung. Die wenigsten erregen noch Aufmerksamkeit. In die Schlagzeilen geraten Start-ups oft erst, wenn sich ein prominenter Investor beteiligt. Anders bei Townster, schon vor dem offiziellen Launch am 3. Juli 2007 war die Plattform in der einschlägigen Web- und Blog-Gemeinde bekannt wie ein bunter Hund. Zunächst schon mal ein Zeichen dafür, dass Marketing und online-PR für die Townster-Gründer in dem oft sehr technologiegetriebenen Web 2.0-Umfeld keine Fremdwörter sind.

Erst im Februar 2007 gründeten Thomas Mindnich, Thorsten Borsch und Gleb Tritus die NETLABS GmbH, die Betreibergesellschaft der "Social Local Search"-Plattform Townster. Die drei Gründer, die zuvor u.a. bei Sedo, GameLoft und eigenen Projekten Start-up-Erfahrungen gesammelt haben, verfolgen das Ziel, Townster als intelligente Suchlösung international und plattformübergreifend aufzustellen. Die Startfinanzierung stemmen die drei Gründer aus dem eigenen Geldbeutel. ADZINE wollte etwas mehr über das Geschäftsmodell und die generellen Chancen von Community-Modellen auf Werbegelder erfahren.

Adzine: Unsere erste Frage betrifft nun zunächst mal das Produkt und die Funktionalitäten. Können Sie uns kurz das Alleinstellungsmerkmal von Townster nennen oder ist es eine Kopie bestehender Modelle wie Qype oder Lokalisten?

Gleb Tritus: Mit einer Kopie würden wir nicht weit kommen, dafür ist der Web 2.0-Bereich inzwischen zu übersättigt. Townster verbindet ein soziales Netzwerk mit einer lokalen Suchmaschine. Der User kann über seine bestehenden Kontakte neue Orte entdecken sowie wiederum über diese Orte neue Leute mit einem ähnlichen Profil kennenlernen. Weil uns die User verraten, welche Orte (Bars, Restaurants, Hotels usw.) sie besuchen, können wir diese sehr effektiv in Klassen einordnen: Wo ist überwiegend jugendliches Publikum, wie ist die Geschlechterverteilung, aus welchen Stadtteilen kommen die Besucher? Faktoren wie diese helfen uns, dem Nutzer echte lokale Suche anzubieten: Was nutzen mir 100 Adressen, wenn ich nach einer Cocktailbar in Köln suche? Ich benötige idealerweise nur die Bars in einem Radius von ca. 5 Kilometer um meinen aktuellen Standort herum, idealerweise mit einem überwiegend jugendlichen Publikum, das möglichst meinem Persönlichkeitsprofil entspricht und in meiner Ecke wohnt.

Adzine: Welche Rolle können Social Networks und Communities im Rahmen von Marketing- und Werbeaktivitäten in Zukunft spielen?

Gleb Tritus: Ich denke nicht, dass sich diese Rolle großartig vom jetzigen Stand unterscheiden wird: Soziale Netzwerke bleiben weiterhin trafficstarke Kanäle, die ein gutes Händchen in der Vermarktung brauchen. Allerdings bin ich überzeugt, dass künftig mehr Werbetreibende das Potenzial erkennen werden: Als StudiVZ letztes Jahr zwei reduzierte Karten für die "Blue Man Group"-Show angeboten hat, wurde in 48 Stunden ganz locker sechsstelliger Umsatz generiert. Da hat sich jemand im Vorfeld genaue Gedanken über die Zielgruppe gemacht, eine Video-Landingpage eingerichtet und ein günstiges "Special Offer" geschnürt, statt einfach die üblichen Standard-Banner abzufeuern. Man kann in Social Networks also sehr wohl conversionstark werben.

Adzine: Welchen Erlösansatz verfolgt Townster?

Gleb Tritus: Wir bauen zunächst auf klassische Onlinewerbung unter Berücksichtigung von lokalem Targeting: Dank der Tatsache, dass wir jedes Plattformelement von Townster (Personen, Orte, Diskussionsgruppen, Events etc.) geocodieren, können wir Werbung sehr gezielt lokal ausstreuen, z.B. im Radius von 10 km um ein bestimmtes Geschäft herum. Das wirkt sich erfahrungsgemäß positiv auf die Conversion aus. Im zweiten Schritt werden wir Premiumdienste für Gewerbetreibende sowie die Vermarktung unserer Inhalte angehen.

Adzine: Wie sieht das Marketing-Konzept von Townster aus?

Gleb Tritus: Wie so ziemlich alle Web 2.0-Applikationen forcieren wir vor allem das virale Marketing. Wir werden gezielt potenzielle Multiplikatoren, z.B. besonders aktive User der Plattform, ansprechen und sie stärker in die administrative Seite der Community einbinden. Auch auf der Seite bündeln wir virale Effekte durch eine prominent platzierte Einladungsfunktion. Im nächsten Schritt werden wir auch Co-Branding und Sponsoring-Geschichten angehen, um die Brand Awareness zu festigen. Natürlich möchte ich auch nicht ausschließen, dass wir mittelfristig auch klassische Werbekampagnen fahren werden, wie es die meisten großen Portale dieser Tage tun.

Adzine: Communities hatten es bisher immer schwer, ihren Traffic zu monetarisieren, da die Werbung offenbar nur wenig Aufmerksamkeit erhält. Wie kann man es schaffen, "nützliche" Werbung zu schalten, die auch die entsprechende Aufmerksamkeit erhält, speziell in Communities?

Gleb Tritus: Werbung in sozialen Netzwerken ist eine heikle Sache - die User sind in der Regel sehr kritisch, die Akzeptanz von Anzeigen entsprechend niedrig. Die Plattformbetreiber können der damit verbundenen Abwanderungsrate durch zwei Maßnahmen entgegenwirken:

1. Die Werbung sollte so speziell und userbezogen sein, wie es nur geht - Targeting über alles, ob lokal oder auf Stammdaten bezogen (z.B. nach Altersgruppe).

2. Die Werbung muss dezenter als sonst platziert werden oder individuell an das jeweilige Portal angepasst sein. Vor allem den naturgemäß kritischen "Heavy Usern" stößt ein Banneroverkill negativ auf - doch gerade diese Nutzer forcieren das Wachstum einer Community nachhaltig.

Adzine: Sie verfolgen mit Townster logischerweise einen lokalen Community-Ansatz, da es um Städte und empfehlenswerte Orte und Events in den Städten geht. Glauben Sie an lokale Werbung im Internet, abgesehen von Verzeichnissen wie "Wer liefert was?" und "meinestadt.de"?

Gleb Tritus: Absolut! Branchenbücher wie die Gelben Seiten haben unter den kleinen und mittelständischen Unternehmen traditionell eine hohe Akzeptanz. Leider verpassen es die etablierten Marken, die Zeichen der Zeit zu erkennen und ihr Angebot angemessen ins Netz zu bringen, wo der Benefit für alle deutlich größer ist: Der Interessent hat den Mehrwert einer effektiveren Suche, während das werbende Unternehmen ein genaues Reporting für sein Geld erhält. Der Kunde will doch wissen, wie viele Leute nach ihm gesucht haben, woher sie kommen und was genau sie wollten - nicht eine vage geschätzte Durchschnittszahl der Kontakte, wie man sie bei Offline-Publikationen bekommt.

Adzine: Wenn man über lokale Werbeansätze und auch Suche spricht, schließt sich automatisch die Frage nach dem mobilen Internet an. Ist das für Townster auch der nächste logische Schritt?

Gleb Tritus: Definitiv ja. Seit Juni 2007 gibt es in Deutschland zwei wirklich günstige Flatrate-Angebote für das mobile Internet. In den kommenden Monaten werden T-Mobile, Vodafone & Co. mit großer Werbepower das Handy-Web propagieren, weshalb wir zweifellos davon ausgehen, dass das mobile Internet in etwa zwei Jahren ein Massenmarkt-Thema sein wird. Townster hat diesen Trend von Anfang an berücksichtigt und wird lokale Suche auch auf mobilen Endgeräten anbieten, sobald die Online-Version eine zufriedenstellende Reichweite erreicht hat.

Adzine: Wir danken Ihnen für das Interview, Ihnen und Ihren Mitstreitern wünschen wir viel Erfolg!

Rupert Turner
redaktion@adzine.de
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Termine im Online-Marketing

04.04.2008

Social Web BREAKFAST Hamburg



08.04.2008  -  09.04.2008

eMetrics Marketing Otimization Summit München



08.04.2008

eMetrics Marketing Optimization Summit München 2008



08.04.2008  -  09.04.2008

SMX Search Marketing Expo München



15.04.2008  -  18.04.2008

eCommerceForum 2008



16.04.2008  -  17.04.2008

Web 2.0 Kongress in Wiesbaden



18.04.2008  -  06.06.2008

QUISMA veranstaltet den 3. deutschlandweiten AffiliateCup



24.04.2008

First Cologne Web Content Forum



25.04.2008

SEMSEO - Konferenz für Suchmaschinenmarketing und -optimierung



27.05.2008

media coffee in Köln



02.06.2008  -  04.06.2008

Internet-Kongress iico.de (infopark internet congress) Berlin



02.06.2008  -  03.06.2008

“Connecting European E-Marketing“ - Interact Congress



02.06.2008

Internationaler Mediendialog Hamburg



05.06.2008

Nedstat Expert Forum Berlin 2008



10.06.2008

Nedstat Expert Forum Düsseldorf 2008



11.06.2008

Social Commerce Forum - Frankfurt a.M.



12.06.2008

„netnography08“ in München



23.06.2008  -  24.06.2008

Search Engine Strategies Hamburg



24.06.2008

Nedstat Expert Forum München 2008



04.09.2008

"OMD warm up" mit Home-Party-Hamburg



17.09.2008  -  18.09.2008

Online-Marketing-Düsseldorf 2008



18.09.2008

New Agency Models Conference London



24.09.2008

Virtual Worlds Camp bei Frogster, Berlin



30.09.2008  -  01.10.2008

Community SUMMIT Hamburg



11.10.2008  -  12.10.2008

BarCamp Munich 2008



21.10.2008  -  23.10.2008

Web 2.0 Expo Europe 2008



29.10.2008  -  31.10.2008

Medientage München 2008



06.11.2008

5. Pangora E-Commerce Kongress



12.11.2008  -  13.11.2008

TV Komm. Karlsruhe 2008



27.11.2008  -  28.11.2008

10. E12-Gipfel "Internet of Services"



29.11.2008

DMMK Young Professionals Stuttgart



03.12.2008

Erstellen Sie Ihren Webanaylse-Aktionsplan für 2009 - Mit Eric Peterson



10.02.2009  -  11.02.2009

Web Intelligence Forum



17.02.2009  -  18.02.2009

Social Media FORUM (Hamburg)



03.03.2009  -  08.03.2009

CeBIT 2009 - MARKETING SOLUTIONS AREA



03.03.2009  -  11.03.2009

Online Marketing Seminar: Convert Your Browsers to Buyers



01.04.2009  -  02.04.2009

Swiss Online Marketing 2009



22.04.2009  -  23.04.2009

Search Marketing Expo (SMX) München 2009



22.04.2009  -  23.04.2009

eMetrics Marketing Optimization Summit München 2009



11.05.2009  -  13.05.2009

CMO Gipfel 2009 - 3. Gipfel für Strategie und Innovation im Marketing



19.05.2009

Praxis-Workshop proseed: Strategisches Vertriebsmarketing im Internet



28.05.2009  -  03.06.2009

Web Analytics Academy Seminare



08.06.2009  -  09.06.2009

Deutscher Multimedia Kongress (DMMK) 2009 - MOVE!



10.06.2009  -  12.06.2009

Interact 2009 – Digital Advertising gets Innovative!



15.06.2009  -  17.06.2009

Infopark Internet Congress – iico.de



18.06.2009

Affiliate TactixX 2009



26.08.2009  -  25.09.2009

Digitaler Sommer an der Universität der Künste Berlin



15.09.2009

Social Media Forum - im East Hotel Hamburg



16.09.2009  -  17.09.2009

Community & Marketing 2.0 SUMMIT im East Hotel Hamburg



17.09.2009  -  18.09.2009

scoopcamp 2009 zum Thema „new storytelling“ von Hamburg@work und der dpa



18.09.2009

Online Marketing Convention



23.09.2009  -  24.09.2009

dmexco - Digital Marketing Exposition & Conference



08.10.2009

Zweites Gipfeltreffen zwischen Werbe- und Games-Branche in Hamburg



20.10.2009  -  10.11.2009

MARKETING ON TOUR Konferenz 2009 – Was sind die Top Trends im Online Marketing?



03.11.2009  -  17.11.2009

ecommerce conference



04.11.2009  -  19.11.2009

Premiere der Roadshow The Search Conference



26.11.2009

ConventionCamp Hannover 2009



23.02.2010

newTV-Kongress



04.03.2010  -  17.03.2010

ecommerce conference



18.03.2010  -  19.03.2010

TV Komm. 2010



23.03.2010  -  24.03.2010

eMetrics Marketing Optimization Summit



23.03.2010  -  24.03.2010

Search Marketing Expo (SMX)



13.04.2010  -  14.04.2010

Internet World Fachmesse & Kongress



08.06.2010  -  22.06.2010

Online Marketing Forum



10.06.2010

E-Mail Marketing Seminar mit Nico Zorn




 

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