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B2B-Marketer wollen keine Geschichten erzählen

20. Januar 2016 (jvr)
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Drei Viertel aller B2B-Unternehmen (69%) kennen zwar Storytelling, wenden diesen Marketingansatz aber nicht für ihre Kommunikationsmaßnahmen an. Das ergab eine GfK-Studie, die im Auftrag der Agentur K16 durchgeführt wurde.

Befragt wurden deutschlandweit 450 B2B-Entscheider, vorwiegend aus den Bereichen Vertrieb und Marketing, zu den Themen Präsentationen, Crossmedia-Kampagnen und Storytelling.

Storytelling zählt inzwischen als eine Schlüsselkompetenz in der modernen Unternehmenskommunikation und gilt als ein geeignetes Vehikel, um im immer härter werdenden Kampf um die Aufmerksamkeit beim Kunden Erfolg zu haben. Doch offenbar gilt dies nicht für die B2B-Kommunikation, die kaum auf erfrischende und einprägsame Geschichten setzen will, die von Marketingkanal zu Marketingkanal weitergesponnen werden sollen. In Zeiten, in denen Content Marketing „King“ ist, eine mittelschwere Überraschung. Schließlich wird Storytelling als ein wichtiges Werkzeug einer übergeordneten Content Marketing Strategie verstanden.

Wissen die B2B Marketer etwa nicht, was ihre Kunden und Zielgruppen interessieren könnte oder fehlt es ihnen wohlmöglich an den nötigen Kenntnissen in Dramaturgie, Erzähltechniken und Erzählstrukturen? Vielleicht ist Storytelling für die B2B Kommunikation auch einfach zu umständlich, weil Medienkanäle vernetzt werden müssen und Interaktionen mit der Zielgruppe gerade erwünscht sind.

Immerhin, ein Viertel der B2B Marketer praktizieren laut Studie nach eigenen Angaben auch Storytelling. Nur elf Prozent halten Emotionalität - die Quintessenz guter Geschichten - für das wichtigste Element. B2B-Marketer setzen offenbar voraus, dass Geschäftskunden nicht oder deutlich weniger emotional überzeugt werden müssten als das für B2C-Kommunikation gilt.