PROGRAMMATIC - Adscale Studie:

Programmatic Advertising scheint in Deutschland etabliert

15. September 2015 (hc)
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Der Supply-Side-Plattformbetreiber (SSP) Adscale hat heute seine Studie „adscale Analyzer 2015“ veröffentlicht. Demnach nimmt auf der Ströer Exchange der Anteil des über Real-Time Bidding (RTB) gehandeltem Inventars weiter zu. Adscales eigenes Inventar wird demnach inzwischen mehr über RTB als konventionell gehandelt. Bei Desktop liegt der RTB-Anteil inzwischen bei 53 Prozent, bei Mobile sind es 55 Prozent. Auch für Video-RTB prognostiziert Adscale eine ähnliche Entwicklung.

Treiber für den automatisierten Mediahandel sind der Studie zufolge die Private Marketplaces. Die meisten Publisher nutzen Programmatic Advertising mittlerweile als wichtigen Vertriebskanal und die Vermarkter stellen immer mehr Inventar dem programmatischen Handel zur Verfügung. Allerdings geht der Trend weg von Open Auctions hin zum Private Marketplace. Adscale bietet die SSP für die Ströer-Gruppe. Dort spielten Open Auctions 2014 noch 69 Prozent der Umsätze ein. Ein Jahr später sind es nur noch 55 Prozent. Der größer werdende Rest läuft über Private Marketplaces, die bei Publishern beliebt sind, weil sie dort die Kontrolle über das eigene Inventar behalten und trotzdem die Effizienz des automatisierten Handels für sich nutzen können.

Quelle: adscale Analyzer 2015 Preisindex RTB gegenüber Non-RTB

Real-Time-Bidding für Werbung auf mobilen Endgeräten hat sich erst vor wenigen Monaten in Deutschland etabliert. Und doch liegt der Umsatzanteil von Mobile-RTB bezogen auf Mobile gesamt schon bei 55 Prozent, das sind sogar zwei Prozent mehr als im Desktop-Bereich. Die schnelle Adaption ist bedingt durch das hohe Vertrauen, das Advertiser und Publisher in die Technologie setzen. Für Video-RTB erwartet adscale, dass der RTB-Umsatzanteil innerhalb weniger Monate einen mittleren zweistelligen Prozentsatz erreichen wird.

Das Preisniveau auf adscale steigt leicht weiter. Dabei nähern sich die Preise von RTB gebuchten und von klassisch eingekauften Kampagnen an. Der Grund dafür ist, dass die hohen über RTB erzielten Preise auch klassische Kampagnen preislich nach oben ziehen. Videowerbung, so adscale, zeige auf CPC-Basis aktuell ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.

adscale präsentiert seine Studie auf dieser Seite:
adscale Analyzer 2015