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EditorialIns Blickfeld des Verbrauchers

Von Arne Schulze-Geißler
13. May 2014

Shopping im digitalen Informationszeitalter bedeutet harte Arbeit für Online-Shops wie auch für Konsumenten, zumindest für diejenigen, die dem ultimativen Produkt für ihre Bedürfnisse nachjagen und dieses auch noch zu den besten Konditionen erwerben möchten. Denkt man nur an die vielen Themen des täglichen Lebens wie Beschaffung von Strom, Gas, Telefon + Internet, Versicherungen, Reisen, Auto, Wohnung, TV, Handwerker, Möbel, Kleidung u. v. m. Will man in allen diesen Lebensbereichen die „perfekte“ Kaufentscheidung treffen, wird das Verbraucherdasein vermutlich zum 24h-Job.

Tendenziell könnte der Verbraucher das Gefühl haben, dass das digitale Shopping-Angebot in den letzten Jahren transparenter und aufgeräumter geworden ist. Dafür sorgen Produktaggregatoren, zu denen man zwangsläufig kommt, wenn man über eine universelle Suchmaschine wie Google oder auch Bing nach Produkten recherchiert.

Bei den digitalen Angebotsaggregatoren handelt es sich natürlich um Preisvergleiche und Marktplätze, die durch ihr organisches Ranking und auch massiven Werbeeinsatz mit bezahlten Anzeigen einen Großteil des Google-Produkt-Traffics auf sich ziehen und in vielen Produktbereichen die Suchergebnisse dominieren.

Kleinere Online-Shops haben bei Mainstreamprodukten kaum mehr eine Chance, organischen Produkttraffic direkt von Google zu beziehen. Die Betätigungsfelder für Online-Händler heißen daher eBay, Amazon, Idealo, Billiger.de, Check24 etc. Es geht darum, eine vorhandene Infrastruktur und die Trafficströme zu nutzen und die eigenen Produktfeeds an die relevanten Marktplätze und Preisvergleiche anzuschließen.

Denn letztlich sollte der Online-Händler überall dort präsent sein, wo sich Kunden für den Kauf eines Produktes entschieden haben, das zum eigenen Angebot gehört. Durch die wachsende Zahl von Marktplätzen und Preisvergleichen müssen Händler natürlich auch immer mehr Platzierungen managen und bewerten. Denn unterm Strich bleibt alles beim Alten, dann zählt nur die alles entscheidende Kennzahl: CPO, auf deren Basis dann Platzierungen für jedes Produkt optimiert werden, ganz gleich ob der Anbieter Google oder Guenstiger.de heißt.

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Arne Schulze-Geißler Über den Autor/die Autorin:

Arne Schulze-Geißler, Chefredakteur ADZINE