ECOMMERCE - Couponing

Häufigste Hürden für die Einlösung von Gutscheinen

13. März 2014 (hc)

Knapp 90 Prozent der Verbraucher freuen sich über Rabatt-Gutscheine für den Onlineeinkauf, die sie beispielsweise als Paketbeilage zu einer Bestellung erhalten haben. So ein Ergebnis der Studie „GutscheinBarometer 2014“ vom Gutscheinanbieter Affiliprint. Allerdings verhindern oftmals unüberlegte Gutscheinbedingungen den Erfolg einer Gutscheinkampagne. So schreckt das Fehlen passender Zahlungsmethoden vor allem die weiblichen Nutzer vom Einlösen der Gutscheine ab.

Laut der Affilprint-Studie verwerfen 36 Prozent der weiblichen Gutschein-Empfänger den Gutschein, wenn der Shop die präferierte Bezahlvariante nicht anbietet. Bei Männern sind es 30 Prozent. Neben den prominenteren Gründen, wie zu hohem Mindestbestellwert oder zu geringer Ersparnis, ist die Zahlungsart vor allem ein technisches Problem, das ohne weitere Rabatte auszugeben gelöst werden könnte.

85 Prozent der Befragten geben an, dass sie einen Gutschein nicht einlösen, wenn der Mindestbestellwert zu hoch ist. Wenn der Gutschein nur für Neukunden ist oder sich nur auf bestimmte Produkte beschränkt, verliert er für drei Viertel der Konsumenten seinen Reiz. 65 Prozent der Deutschen achten bei Gutscheinen besonders darauf, wieviel Geld sie sparen können. Für 57 Prozent ist eine zu geringe Ersparnis sogar ein Grund, den Gutschein nicht zu nutzen.

Carsten Schwecke

Carsten Schwecke, geschäftsführender Gesellschafter von Affiliprint: „Gutscheine haben eine starke Vertriebs- und Werbewirkung, Tendenz steigend. 64 Prozent der Konsumenten lassen sich durch einen Rabatt-Gutschein dazu verführen, ein Produkt zu kaufen, dass sie sonst nicht gekauft hätten. Im letzten Jahr gab das nur die Hälfte an. Auch kaufen zwei Drittel der Verbraucher mehr als nur das rabattierte Produkt.„Damit Gutschein-Kampagnen die volle Wirkung entfalten, gilt es wie in jedem anderen Kanal, den Kunden ernstzunehmen und der Zielgruppe ein möglichst passendes Angebot zu machen. Die Gutscheinbedingungen und der Nutzen für den Empfänger müssen gut zusammenpassen.“

Schwecke rät vor allem zu Transparenz. Werbetreibende sollten nicht versuchen, die Kunden mit kleingedrucktem zu überrumpeln, die Gutscheinbedingungen klar und deutlich kommunizieren und sie vor allem so einfach wie möglich halten.