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MOBILE

Kein Universalnewsletter in Sicht

27. September 2013 (hc)

Die Agentur Commerce Plus hat Tests zur Darstellung von Newslettern in verschiedenen Umgebungen durchgeführt. Dazu wurden zehn verschiedene HTML-Fragmente in 68 Anzeigemedien getestet. Das ergibt 680 Einzeltests. Katrin Krenn, Leiterin der Task Force Newsletter bei Commerce Plus, kommt zu dem Schluss, dass es keine generelle technische Lösung zur einwandfreien Darstellung von Newslettern in allen Umgebungen gibt und auch niemals geben wird.

Die Vielzahl der Anzeigemöglichkeiten von Desktop- und Web Clients, Tablets, Smartphones und Apps interpretieren das HTML von Newslettern teilweise sehr unterschiedlich. Nicht das Anzeigemedium allein ist für die Darstellung eines HTML Newsletters entscheidend, sondern vielmehr wie man sich den Newsletter darstellen lässt.

Im folgenden werden einige HTML-Fragmente vorgestellt, die Commerce Plus in den Tests untersucht hat:

HTML-Buttons
Buttons als Grafiken werden bei Bildunterdrückung nicht angezeigt, die viele Verbraucher auf ihren Endgeräten aktiviert haben. Getestet wurden HTML-Buttons, die dieses Problem umgehen können, jedoch nicht in jedem Umfeld

Media Queries
Über die Verwendung von Media Queries soll die Breite des Bildschirms ermittelt werden und so ein Element ausgeblendet werden, falls der Anzeigebereich nicht ausreicht. Die Desktop- und Webclients ignorieren die Verwendung von Media Queries vollständig. Media Queries wurden nur bei Nutzung der Standard-E-Mail-Clients der mobilen Endgeräte interpretiert.

Floating Tables
Newsletter, die mit Hilfe der CSS-Eigenschaften die Newsletter auf das Gerät anpassen (statt Media Queries), haben in keiner der getesteten Gruppen überzeugt. Bei den Desktop und Webclients, den Tablets und Smartphones gab es zu viele Ausreißer, um diese Art der Anordnung zu empfehlen.

Grid-Layout
Getestet wurde auch ein klassisches Grid Layout mit div-Blöcken und article-Tags. Die Verwendung des HTML5 article-Tags wird aber vor allem in den Webclients und in den mobile Apps verhindert. Die Standard-E-Mail-Clients der mobilen Endgeräte stellen das Grid-Layout sauber dar.

externes CSS
Bei den Desktopclients ignoriert Lotus Notes die externe CSS-Datei völlig. Auch fast alle Webclients laden keine externe CSS-Datei nach. Bei den Tablets wird die externe CSS in den Standard-E-Mail-Clients geladen, bei Verwendung einer App nicht. Die Standard-E-Mail-Programme der Smartphones laden und berücksichtigen externe CSS-Dateien. Die verwendeten Apps erzeugen hier aber unterschiedliche Ergebnisse.

Video
Überrascht hat der Webclient von Freenet. Dieser hat sowohl in der Kombination mit Firefox als auch Chrome das HTML5-Video direkt abspielen können. Alle anderen Webclients haben die Videos nicht geladen. Das iPad konnte zumindest ein Video-Format erfolgreich interpretieren.

Bildformate
Es wurden die Bildformate .bmp, transparentes .gif, .jpg, transparentes .png und .tif überprüft. Generell werden fast alle Bildformate in fast allen Kombinationen gut dargestellt, vorrausgesetzt die Bildunterdrückung ist nicht aktiv.

Hintergrundbilder
Außer in Outlook 2007 und Outlook 2010 werden Hintergrundbilder überall dargestellt. Unabhängig vom Test, lassen sich Hintergrundbilder mit ein wenig Detailprogrammierung für Outlook 2010 ausliefern, was aber der Suche nach dem ultimativen mobile Newsletter widerspricht.

Commerce Plus empfiehlt: „Versuchen Sie herauszufinden, wer Ihre Newsletter-Empfänger sind, auf welchen Endgeräten sie den Newsletter ansehen, welche Desktop- oder Webclients genutzt und welche Apps verwendet werden. Können diese Zahlen ermittelt werden, sollte eine Analyse erfolgen. Vielleicht stellt sich dabei heraus, dass ein Lotus Notes für Ihre Zielgruppe nicht relevant ist, vielleicht stellt sich auch heraus, dass die Mehrzahl der Empfänger mobile Endgeräte nutzen. Können diese Zahlen nicht ermittelt werden, sollte der kleinste gemeinsame Nenner gelten.“