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Spitzenplatz im App Store erkaufen

28. Mai 2013 (stg)

Boost-Kampagnen können Apps für einen gewissen Zeitraum einen Spitzenplatz in Apples App Store einbringen. Wie viel für eine Top 10 Platzierung in den einzelnen länderspezifischen App Stores investiert werden muss und wie viele kostenlose Downloads ein solcher Boost durchschnittlich mit sich zieht, zeigt die aktuelle CPI-Preisübersicht der App Marketing Plattform von Trademob. Die Berliner analysierten hierfür die Daten von 72 internationalen Boost-Kampagnen in einem Zeitraum von acht Monaten.

Trademob veröffentlicht erstmals eine Cost-Per-Install (CPI) Übersicht, die zeigt, wie viel Werbetreibende durchschnittlich für einen App Store Spitzenplatz investieren müssen. Für einen Spitzenplatz in Apples App Store muss eine App innerhalb von 72 Stunden in hoher Anzahl heruntergeladen werden. Über den Einkauf von Downloads ist es möglich, die App für eine bestimmte Zeit auf eine Top-Position in den Ranking Charts zu bringen. Es entsteht der Boost-Effekt: Die App wird für viele Nutzer sichtbar, die Anzahl der sogenannten organischen und somit kostenlosen Downloads steigt. Dabei haben die Downloads der letzten 24 Stunden den stärksten Einfluss auf die Ranking-Position.

Quelle: Trademob

Trademobs Analysen zeigen, dass Werbetreibende von Gaming Apps innerhalb der ersten drei Tage der Boost-Kampagne pro gekauftem Download durchschnittlich einen zusätzlichen organischen Download gewinnen. Non-Gaming Apps generieren bei einem gekauften Download in den ersten drei Tagen des Boosts im Durchschnitt 0,65 weitere kostenlose, organische Downloads. Je nach Genre kann sich die Anzahl der organischen Downloads weiter erhöhen und bei einigen Kampagnen beispielsweise das Zehnfache an gekauften Downloads erreichen.

CPI für Boost-Kampagnen im deutschen App Store

Der durchschnittliche CPI bei Boost-Kampagnen für Gaming Apps ist in den untersuchten App Stores der verschiedenen Länder niedriger als für Non-Gaming Apps. In Deutschland müssen App-Publisher von Gaming Apps im Durchschnitt 0,45 € pro Download investieren. Gekaufte Downloads für Non-Gaming Apps hingegen liegen bei durchschnittlich 0,80 € pro Download. Berechnet man die organischen Downloads mit ein, halbiert sich der Preis bei Gaming Apps und der effektive CPI beträgt damit 0,20 €. Bei Non-Gaming Apps reduzieren sich die Kosten pro Download durchschnittlich um 40 Prozent und liegen in Deutschland bei 0,45 €.

Quelle: Trademob

Platzierung in den Top 10: Wettbewerb in den App Stores wird stärker

Die CPI-Übersicht zeigt, dass der US App Store im Vergleich zu den europäischen App Stores mit Abstand die höchsten Kosten pro Download aufweist. Die benötigte Anzahl von 80.000 Downloads für eine Platzierung in den Top 10 ist zwar im Vergleich 2011/2012 nicht gestiegen, jedoch müssen App-Vermarkter in US im direkten Vergleich mit den europäischen App Stores weitaus mehr Budget für einen App Boost einplanen. Der Vergleich der benötigten Download-Zahlen 2011 zu 2012 zeigt ebenso, dass sich der deutsche App-Markt rasant entwickelt. Werbetreibende benötigten  Ende 2011 im Durchschnitt 12.000 Downloads für eine Platzierung in den Top 10. Ende 2012 hingegen stieg die benötigte Downloadmenge hierfür um circa 25 Prozent (15.000 Downloads) an. Der Wettbewerb um die besten Plätze wird härter.

Quelle: Trademob

„Eine erfolgreiche Boost-Kampagne beruht immer auf der richtigen Mischung von verschiedenen Werbeformaten und Trafficquellen. Das kann eine Kombination aus Display Anzeigen, Discovery Apps oder gar Offline-Formate wie TV-Spots sein. Mit einer klugen Verteilung des Budgets auf die relevanten Kanäle und einem guten Timing ist es trotz des gestiegenen Wettbewerbs möglich, einen Spitzenplatz zu günstigen Konditionen zu erreichen“, so Ravi Kamran, CEO von Trademob.