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Intensität der Smartphonenutzung sinkt mit steigendem Alter

17. January 2013 (stg)

Mit einem Smartphone ist der Mensch dieser Tage weder besonders cool, technikaffin oder kommunikativ. Er ist total normal. Jeder dritte Deutsche besitzt inzwischen ein Smartphone. Damit wird das mobile Internet auch für Werbungtreibende immer interessanter, doch Telefonieren ist immer noch der Hauptnutzungsgrund. Mit der Studie „Mobile Minds“ hat die Serviceagentur VivaKi die mobile (Internet)-Nutzung unter die Lupe genommen.

Jens Nagel-Palomino

„In vielen Unternehmen experimentieren Marketingentscheider bereits mit dem mobilen Kommunikationskanal“, so Jens Nagel-Palomino, Chief Innovation Officer des Media- und Digitalnetzwerks VivaKi. „Ob und in welche Richtung sie ihr Engagement ausweiten, hängt aber nicht zuletzt davon ab, wie sich Zielgruppen im mobilen Internet verhalten, in welchen Situationen sie warum mobil surfen und welche Art von Werbung sie akzeptieren. Dafür haben wir nun eine eigene Studie aufgesetzt.“

„Mobile Minds“ beleuchtet insbesondere die Smartphone-Nutzung sowie die Akzeptanz mobiler Werbung und stellt darüber hinaus eine Typologie heutiger Smartphone-Nutzer vor. Befragt wurden im Rahmen einer Panel-Befragung 1.000 Smartphone-Besitzer und 600 Kaufplaner. „Die Nutzer des mobilen Internets gehören mit durchschnittlichen 40 Jahren nicht zu den jungen Zielgruppen und sind zu 60 Prozent männlich“, erklärt Karen Pietsch, Project Manager Research & Development bei VivaKi. „Interessant ist aber, dass die jüngeren, männlichen Smartphone-Besitzer ihr Gerät intensiver nutzen. Die Nutzungsintensität sinkt mit steigendem Alter.“

Die am häufigsten von allen Smartphone-Besitzern genutzte Funktion ihres Smartphones ist derzeit noch das Telefonieren. 97 Prozent der Befragten gaben an, das Smartphone zum Telefonieren zu benutzen. Mails, SMS und Chat werden immerhin von 88 Prozent genutzt, das Internet von 81 Prozent der Befragten. 60 Prozent gaben sogar an, täglich mit dem Smartphone online zu gehen. Bewegte Bilder auf dem Mini-Display werden dagegen eher selten verfolgt. Nur 11 Prozent sehen sich Filme oder Serien auf dem Smartphone an.

Weiter verbreitet ist dagegen die Parallelnutzung. 49 Prozent der mobilen Nutzer gehen mit ihrem Smartphone online, während sie fernsehen. 41 Prozent surfen mobil und hören gleichzeitig Radio. Keine klaren Präferenzen haben Smartphone-Besitzer bei der Nutzung von Applikationen im Gegensatz zu Browser-Anwendungen. Die meisten (24 Prozent) nutzen hauptsächlich Apps, 21 Prozent eher Browser und 19 Prozent beides. Die typische Nutzungssituation des mobilen Internets mittels Smartphone ist unterwegs (67 Prozent). Gern werden Wartezeiten (66 Prozent) überbrückt und Pausen (54 Prozent) genutzt, um kurz online zu gehen. Jeder Vierte nutzt sein Smartphone beim Einkaufen. Jeden Fünften (22 Prozent) begleitet es sogar ins Badezimmer.

Am häufigsten genutzt werden schnelle Informationen und Kommunikationsdienste. Suchmaschinen (werden von zwei Dritteln der Smartphone-Besitzer mindestens einmal wöchentlich genutzt), E-Mail-Dienste, Soziale Netzwerke, Wetter- und Nachschlageseiten sind die am meisten mobil genutzten Websites. Vier von zehn Befragten vertreiben sich die Zeit mit Spielen auf ihrem Smartphone.

Prozentuale Nutzung der Smartphone-Funktionen.

Im Hinblick auf Werbung zeigt sich, dass viele Smartphone-Besitzer grundsätzlich für Werbeangebote offen sind (41 Prozent), wenn mobile Werbung relevante Informationen oder besondere Angebote bereithält. Die bei den Nutzern derzeit bekanntesten Werbeformen sind Bannerwerbung und QR-Codes. Interessant ist, dass die von den Nutzern favorisierten Werbeangebote wie etwa Infos zu Aktionen und Sonderangeboten sowie Coupons nahe liegender Geschäfte, nur von jedem fünften Befragten überhaupt wahrgenommen wurden.

Im Rahmen der Befragung für “Mobile Minds” haben sich drei Nutzertypen herauskristallisiert, die im Rahmen der Studie ebenfalls analysiert werden. Demnach gehören 37 Prozent der Smartphone-Besitzer zu den Mobile Light Usern. Sie gehen nicht täglich mobil ins Internet und verweilen dann auch weniger als eine Stunde online. Im Gegensatz dazu nutzen die meisten Mobile Mainstream und Smartphone Experts das Smartphone täglich zum Surfen und verweilen durchschnittlich zwei Stunden. Beide Nutzertypen stellen mit 63 Prozent die Mehrheit der Smartphone-Besitzer.

Die Smartphone Experts unterscheiden sich vom Mobile Mainstream, indem sie die gesamte Funktionspalette des mobilen Internets – also auch mobiles Fernsehen und Online-Shopping – nutzen und mindestens jeder Fünfte auch zu Hause am Schreibtisch, im Badezimmer und beim Essen mobil surft. Der Anteil der Experts an den Smartphone-Besitzern liegt bei neun Prozent.