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EditorialNicht aufzuhalten

Von Arne Schulze-Geißler
22. März 2012

E-Commerce wächst, wen wundert es? Konsumenten verbringen immer mehr Zeit online, die Recherche und der Preisvergleich finden ohnehin im Internet statt, das Produktangebot wächst stetig und die Zurückhaltung zum Online-Kauf sinkt bei den meisten Surfern ebenfalls kontinuierlich. 2011 konnte man grob von 25 Mrd. Euro digitalen Shoppingumsätzen ausgehen, im Vergleich zu gut 400 Mrd. Euro Umsätzen im stationären Einzelhandel ist es aber immer noch ein überschaubarer Anteil.

Der Nutzen für die Gesamtwirtschaft durch E-Commerce scheint allerdings zweifelhaft, da der Konsum ja nur verlagert wird und tendenziell eher Arbeitsplätze eingespart werden und internationale Handelsplattformen wie Amazon und eBay ihre Margen in erster Linie nicht in Deutschland reinvestieren oder gar versteuern. Natürlich ist die Entwicklung nicht aufzuhalten und als Einzelhändler sollte man sich nicht die Frage stellen, wie man E-Commerce verhindert, sondern die Frage muss lauten, wie er Teil des eigenen Geschäfts wird. Dazu gehört mittlerweile insbesondere, die bereits vorhandene Infrastruktur im Web zu nutzen, wie wir im Interview mit Michael Pauls von der SEO-Agentur Seomaxx, über das Amazon-Ranking später noch sehen werden.  

Uneingeschränkt über den zunehmenden Online-Konsum kann sich die digitale Werbeindustrie freuen. Je mehr Verkäufe und Umsatz dem Online-Kanal zugeordnet werden können, desto mehr Werbegelder werden auch dort hängen bleiben. Über Wachstum dürfen sich nicht nur Performance-Agenturen und Suchmaschinen freuen, auch Publisher und Vermarkter verzeichnen wachsende Erlöse durch E-Commerce-Kunden im Display-Geschäft.

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Arne Schulze-Geißler Über den Autor/die Autorin:

Arne Schulze-Geißler, Chefredakteur ADZINE