Liebe ADZINE-Leser:innen,
diese Newsletter-Ausgabe ist auf den ersten Blick sehr bunt und springt zwischen unterschiedlichen Themen. Wir haben GEO, öffentlich-rechtliches Streaming, Menopause-Marketing, automatisierte Marketingprozesse, einen CTV-Deal und ein Milliardeninvestment in Appsflyer. Man könnte den gemeinsamen Nenner jedoch in der Organisation der Zugänge suchen.
Beim GEO-Stück fällt dies leicht. Unser Gastartikel von Stefanie Hirsch beschäftigt sich mit der Sichtbarkeit in KI-Antworten, also dem Zugang zu diesen Systemen. Die Sichtbarkeit entsteht aus Content, PR, Technik, Marke und Commerce. Das bedeutet, dass Unternehmen ihre Signale über mehrere Bereiche hinweg koordinieren und organisieren müssen.
Das Menopause-Stück zeigt, dass neue Kommunikationsanlässe entstehen, wenn Gesundheitsthemen öffentlich sichtbarer werden. Damit entwickeln sich neue Zugänge für Marken. Auch im Streaming und Connected TV geht es um Zugangspunkte. Das ZDF baut sein Streaming-Angebot stärker als Portal auf, während Fox mit Roku näher an den Homescreen rückt. Wer an der Oberfläche sitzt, an der die Nutzung beginnt, gewinnt Einfluss auf Auffindbarkeit und Werbekontakte. Zugegeben gilt das für das ZDF nur zur Hälfte. Doch Public Value braucht im digitalen Alltag offenbar auch ein gutes Interface.
Auf der operativen Ebene versucht Mediamarktsaturn mit Serviceplan, Marketingprozesse stärker zu automatisieren. Das klingt nach Effizienz, ist aber vor allem eine Organisationsaufgabe. Abschließend zeigt das mögliche Milliardeninvestment in Appsflyer, wie wichtig Mess- und Dateninfrastrukturen – und die entsprechenden Schnittstellen – für einen stärker automatisierten Werbemarkt werden.
Der rote Faden dieser Woche kann also Sichtbarkeit über Schnittstellen sein, in KI-Antworten, Streaming-Oberflächen, ganzen Märkten, CTV und Marketing-Workflows. Wer dort Ordnung schafft, verschafft sich Spielraum.
Wir wünschen eine spannende Lektüre!
Anton Priebe, Chefredakteur ADZINE