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Liebe ADZINE-Community,

ein Mediaeinkauf besteht aus vielen Übersetzungsschritten: aus Briefings werden Angebote, aus Inventaren werden Lieferpfade, aus Kontakten werden Reichweitenwerte und aus Kampagnendaten sollen letztlich Entscheidungen entstehen. Je stärker KI-Agenten und programmatische Technologien in diese Abläufe eingreifen, desto wichtiger wird die gemeinsame Sprache dahinter.

Das ist eine der Lehren aus unserem heutigen Interview mit Jens Pöppelmann von SQL. Die Standards AdCP und DBCFM klingen zunächst nach technischer Detailarbeit, berühren aber einen wichtigen Punkt in der Automatisierung des Media Buying. Wenn KI-Agenten Briefings lesen, Angebote vorbereiten oder Buchungsprozesse beschleunigen sollen, müssen Inventare, Werbeformen, Konditionen und Freigaben korrekt hinterlegt sein. Ohne solche Grundlagen hapert es an der Übersetzung für erfolgreiches Agentic Media Buying.

Abseits des automatisierten I/O-Geschäfts wird derzeit auch in der programmatischen Lieferkette an der gemeinsamen Sprache gefeilt. Die neuen Regeln für Supply-Path-Optimierung sollen besser sichtbar machen, welche technischen Stationen ein Bid Request durchläuft. Damit wird für Einkäufer transparenter, wer an einer Strecke beteiligt ist und mitsprechen darf.

Auf der Wirkungsseite stellt sich eine weitere Übersetzungsaufgabe. TV soll heute Nachfrage, Suche, Website-Traffic und Conversions erklären helfen, darf dabei aber nicht einfach nach Display- oder Search-Kriterien bewertet werden. Im Interview mit Maria Riecke-Katsoulas von Lead Link erfahrt ihr, wie das funktionieren kann. Daran schließt sich das Stück über Cross-Media Measurement an, in dem Oliver Hülse von Audienceproject den Gedanken weiterspinnt: Reichweite gibt es in fast jedem Kanal, doch ohne vergleichbare Definitionen bleibt unklar, welcher Kontakt tatsächlich zusätzlich und wertvoll ist.

Diese Ausgabe kreist damit um die Infrastruktur und die Grundlagen für die nächste Automatisierungswelle.

Wir wünschen eine spannende Lektüre!

Anton Priebe, Chefredakteur ADZINE

Bild: Taven Diorio – Unsplash
Während Künstliche Intelligenz in der Kreation und Zielgruppenansprache bereits zum Alltag gehört, rückt ein weiteres Feld in den Fokus: der operative Buchungsprozess. Was es bedeutet, wenn ein KI-Agent nicht nur assistiert, sondern auch Briefings liest und Angebote erstellt und welche Rolle dabei etablierte Standards wie DBCFM gegenüber dem neuen AdCP-Protokoll spielen, erklärt Jens Pöppelmann, Geschäftsführer von SQL Service, der die Entwicklung von der Systemseite aus hautnah begleitet. Eines wird dabei schnell deutlich: Die größten Effizienzgewinne sind bereits zum Greifen nah. »
Bild: Benjamin DeYoung – Unsplash TV soll heute mehr leisten als Reichweite. Werbetreibende wollen wissen, welche Spots Nachfrage auslösen, wie sich TV auf Suche, Website-Traffic oder Conversions auswirkt und welchen Beitrag der Big Screen im Zusammenspiel mit Connected TV (CTV) und Digital liefert. Dabei entsteht jedoch eine schwierige Balance. TV lässt sich datenbasierter planen und bewerten, sollte aber nicht nach den Mechaniken von Display- oder Search-Kampagnen beurteilt werden. Im Interview erklärt Maria Riecke-Katsoulas, CDO bei Lead Link, warum Performance im TV anders angegangen werden muss, welche Rolle Contextual Targeting spielt und weshalb ein gemeinsamer Messrahmen für TV, CTV und Digital wichtiger wird. »
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Bild: Gaelle Marcel – Unsplash Einem aktuellen Bericht des Nachrichtenportals Politico zufolge lobbyiert der Tech-Riese Meta derzeit intensiv bei kalifornischen Gesetzgebern. Ziel ist es, von potenziellen Strafen im Rahmen eines neuen, wegweisenden Kinderschutzgesetzes ausgenommen zu werden, das Plattformen für schädliche oder süchtig machende Funktionen zur Rechenschaft ziehen soll. »
Bild: Macgyverhh – Adobe Stock, Bild: Macgyverhh – Adobe Stock Werbetreibende kaufen Media über immer mehr Kanäle ein, doch die Bewertung und Optimierung findet häufig nur kanalweise statt. Außerdem werden Daten wie Reichweite und Frequenz zwar fast überall ausgewiesen, aber selten nach denselben Standards definiert. Oliver Hülse, DACH-Chef bei Audienceproject, sieht darin einige der größten Hürden für echte Cross-Media-Planung. Im Interview erklärt er, warum Vergleichbarkeit wichtiger wird als zusätzliche Metriken und weshalb Plattformdaten allein kein neutrales Gesamtbild liefern können. »
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Bild: Christian Bunge – Adobe Stock, Bild: Christian Bunge – Adobe Stock Das Adtech-Unternehmen Samba TV übernimmt Bestever AI und baut damit seine KI-Strategie aus. Das 2023 gegründete Startup entwickelt generative KI-Anwendungen für Marketing und Werbung. Gründerin und CEO Apoorva Govind wechselt mit ihrem gesamten Team zu Samba und soll dort als Director of Product die KI-Produktstrategie leiten. Einen Kaufpreis nennt die offizielle Mitteilung nicht. »
Bild: Ben Mathis Seibel – Unsplash
Supply-Path-Optimierung (SPO) im Programmatic Advertising könnte künftig auf einer anderen Grundlage bewertet werden. Das IAB Tech Lab hat mit Supplychain v1.1 eine Erweiterung des Open RTB Supplychain Object vorgestellt. Der Standard, in der Branche meist als „Schain“ bekannt, soll Mediaeinkäufern genauer zeigen, wie programmatische Bid Requests entstehen, technisch verarbeitet und bis zur Demand-Side-Plattform (DSP) weitergeleitet werden. Der Vorschlag befindet sich bis zum 21. August 2026 in der öffentlichen Kommentierungsphase. »
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