Liebe ADZINE-Community,
Programmatic hat der Nachfrageseite vor allem eines an die Hand gegeben: mehr Kontrolle. Sascha Jansen erinnert in seinem Gastbeitrag unter anderem daran, wie wenig Werbetreibende früher über Ausspielung, Leistung und Lieferwege ihrer Kampagnen wussten. Viele Missstände in der Digitalwerbung wurden durch Programmatic überhaupt erst sichtbar und verbesserten sich mit der Zeit.
Heute beginnt die Arbeit, ob Programmatic oder nicht, oft erst einen Schritt später. Welche der ganzen verfügbaren Signale verbessern eigentlich eine Mediaentscheidung? Wie viel Reichweite braucht eine Kampagne für ihr Ziel? Und lässt sich Wirkung über Plattformgrenzen hinweg überhaupt unabhängig bewerten?
Diese Fragen ziehen sich in unterschiedlicher Gestalt durch mehrere Beiträge dieser Woche. Unsere Profis zur Videoplanung diskutieren den Wert einzelner Signale und überlegen, ob wir einen Mediaplan öfter rückwärts lesen sollten. Daan Onland von Infosum beschreibt, wie aus verteilten Daten mehr Erkenntnisse gewonnen werden können. Samba-Gründer Ashwin Navin wiederum erklärt, warum unabhängige Messung gerade in einer Welt geschlossener Plattformen auf viele Verbindungen angewiesen ist.
Programmatic hat also viele grundlegende Werkzeuge für Digital Advertising auf den Tisch gelegt. In diesem Weekly schauen wir darauf, wie klug der Markt inzwischen damit arbeitet.
Wir wünschen eine spannende Lektüre!
Anton Priebe, Chefredakteur ADZINE