Liebe ADZINE-Community,
im digitalen Werbemarkt arbeiten viele Beteiligte an derselben Kampagne. Je mehr Technologien, Partner und automatisierte Prozesse dazukommen, desto schwieriger wird eine ursprünglich einfache Frage: Wer trägt eigentlich welchen Teil zum Ergebnis bei?
Andrew Casale von Index Exchange trennt in unserem Interview diese Woche deshalb sehr klar zwischen Agenten für Workflows und Algorithmen für Entscheidungen im Mediaeinkauf. Nicht jede Aufgabe braucht dieselbe Technologie und nicht jede Automatisierung liefert automatisch zusätzlichen Wert. Ralf Strauß vom MarketingTechLab spinnt den Gedanken in seinem Gastbeitrag weiter. Wenn KI operative Aufgaben übernimmt und Schnittstellen standardisiert werden, müssen Agenturen, Plattformen und weitere Intermediäre ihren Beitrag zur Wertschöpfung neu begründen.
Das bringt uns direkt zur Publisher-Seite, denn dort sieht es ähnlich aus. Robin de Wit von Refinery89 zeigt in seinem Artikel, warum der Umsatz eines Demand-Partners allein wenig über dessen tatsächlichen Beitrag aussagt. Der Gedanke erreicht inzwischen sogar den Content: Mit „AI Contribution“ entstehen Ansätze, die messen sollen, welchen Einfluss Publisher-Inhalte auf KI-Antworten und spätere Entscheidungen haben.
Diese Ausgabe dreht sich damit um den Beitrag einzelner Akteure und Technologien zur Wertschöpfung. Und darum, ob und wie sich dieser überhaupt sichtbar machen lässt.
Wir wünschen eine spannende Lektüre!
Anton Priebe, Chefredakteur ADZINE