Liebe ADZINE-Community,
mithilfe von Generative Engine Optimization (GEO) lässt sich heute schon recht gut messen, wie sichtbar eine Marke in KI-Assistenten ist. Was diese Sichtbarkeit tatsächlich beeinflusst und welche Maßnahmen daraus folgen sollten, kann die Maschine hingegen (noch) nicht herleiten. Die Interpretation und Entscheidungen der Analyse liegen wie gewohnt beim Menschen. Eine Parallele sehen wir übrigens beim Mediaeinkauf.
Diese Woche startet mit dem Gastbeitrag aus der Feder von Marco Berghoff, Publicis Media, der beschreibt, was genau sich in Sachen GEO bereits messen lässt. Das Stück zeigt auch, wo die Disziplin an ihre Grenzen stößt und Kausalitäten den Hypothesen weichen müssen. In einem Interview spricht Alexandra Doll von Seedtag hingegen darüber, wie Künstliche Intelligenz IDs, Kontext und weitere Targeting-Signale je nach Kampagnenziel gewichten kann. Wie vorsichtig der Markt mit KI als Werkzeug noch umgeht, demonstrieren zwei aktuelle Untersuchungen zum Mediaeinkauf. Denn die Erwartungen an das verheißungsvolle Agentic Advertising sind zwar groß, praktische Erfahrung damit gibt es jedoch bislang kaum. So werden Reporting und Analyse bereitwillig automatisiert – doch wenn es um Budgets und Kampagnenentscheidungen geht, bleiben wir zurückhaltend.
Diese Woche geht es damit um eine altbekannte Aufgabe für Marketer und ihre Analyse-Abteilungen unter neuen technischen Bedingungen: Daten einordnen, Entscheidungen treffen und wissen, wie weit die eigene Kontrolle reichen sollte.
Wir wünschen eine spannende Lektüre!
Anton Priebe, Chefredakteur ADZINE