Liebe ADZINE-Leser:innen,
künstliche Intelligenz kam mit der Hoffnung im Gepäck, viele Probleme im Marketing zu lösen, unter anderem die Messbarkeit. Die Realität fällt bislang allerdings deutlich nüchterner aus. Statt für Klarheit zu sorgen, erhöht KI vielmehr den Druck auf Marketingverantwortliche, weil Entscheidungen schneller getroffen werden – oft auf unveränderter Datengrundlage. In unserem ersten Artikel aus dem Weekly widmet sich Ran Avrahamy von Appsflyer dieser Herausforderung und zeigt auf, was Marketingverantwortliche jetzt in Sachen Messung priorisieren sollten.
Auf der Sell-Side bringt KI gleich eine doppelte Dynamik mit sich. KI-basierte Interfaces drohen, klassischen Traffic abzuziehen, eröffnen aber gleichzeitig neue Wege, Inhalte, Daten und Reichweiten anders zu organisieren und zu monetarisieren. Swen Büttner von MGID beleuchtet im Interview das Spannungsfeld zwischen Bedrohung und Chancen für die Publisher.
Der rote Faden dieser Woche lautet also, dass KI ein Stresstest für bestehende Modelle ist. Wer davon profitiert, entscheidet sich weniger an der Technologie, sondern mehr an der Frage, wie gut sie sich in funktionierende Systeme übersetzen lässt. Wir werden sicherlich mehr Klarheit hineinbekommen, wenn der Markt reift. Das sehen wir aktuell beispielsweise auf dem Retail-Media-Sektor. Statt Wachstum um jeden Preis geht es hier zunehmend um Strukturen, Standards und belastbare Leistungsnachweise. Mehr dazu in unserem letzten Artikel.
Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre!
Das ADZINE-Team