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Neuversand vom Mittwoch (02.09.) wegen technischer Probleme

Liebe ADZINE-Community,

20 Millionen Dollar lassen sich auf Plattformen wie Youtube oder Meta innerhalb weniger Minuten platzieren. Wer dagegen 200.000 Dollar in Radio, Fernsehen oder andere Medien investieren möchte, ist deutlich länger mit dem Einkauf beschäftigt. Benjamin Masse von der Agentic Advertising Organization (AAO) beschreibt damit einen der klassischen Vorteile der Walled Gardens: Sie machen Media bequem. Fairerweise sei gesagt, dass zumindest die Programmatic-Anbieter des offenen Internets an der Stelle deutlich nachgebessert haben.

Agentic Advertising könnte jedoch dem Open Web helfen, bei dieser Bequemlichkeit noch weiter aufzuholen. Offene Standards wie AdCP sollen Agenten ermöglichen, unterschiedliche Angebote zu finden, zu vergleichen und komplexere Deals auszuhandeln. Davon könnten insbesondere Medien profitieren, deren Inventar und Daten bislang schwer in standardisierte Einkaufsprozesse passen. Ob daraus tatsächlich mehr Budget für das Open Web entsteht, muss aber die Praxis erst zeigen.

Fest steht, dass generative KI den Wert von Publisher-Content schon heute in mehrerer Hinsicht verändert. Carolin Valentin und Stefan Betzold von BCN sprechen diese Woche im Interview über ein „Native für Bots“. Wenn die KI bei Kaufentscheidungen externe Quellen heranzieht, gewinnen Punkte wie fachliche Tiefe, Themenautorität, Struktur und technische Zugänglichkeit an Gewicht. Publisher könnten damit eine neue Rolle in der Markenkommunikation bekommen – vorausgesetzt, ihre Inhalte tauchen in den Antworten der KI tatsächlich auf.

Derweil schaut auch die Mediaplanung genauer auf das Umfeld. Niklas Sonnenschein von Gum Gum beschreibt, wie Kontext, Gerät, Uhrzeit, Attention- und Performance-Signale dabei helfen können, einen konkreten Nutzungsmoment einzuordnen. Damit kann speziell Contextual-Technologie im offenen Internet über reine Zielgruppenzuordnung hinaus punkten.

In dieser Ausgabe schauen wir also darauf, ob neue Technologien einige alte Nachteile des Open Web verkleinern können. Einfacherer Einkauf, glaubwürdige Inhalte und bessere Kontextsignale wären dafür zumindest eine tolle Ausgangslage.

Wir wünschen eine spannende Lektüre!

Anton Priebe, Chefredakteur ADZINE

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Bild: Pio3 – Adobe Stock, Bild: Pio3 – Adobe Stock
Benjamin Masse gehört gemeinsam mit Brian O’Kelley zu den Initiatoren des Ad Context Protocol (AdCP), dem Kommunikationsstandard, über den Agenten im Werbeökosystem miteinander kommunizieren und verhandeln können. Der Kanadier ist President der Agentic Advertising Organization (AAO) und Chief Product Officer von Triton Digital, einem zu iHeart Media gehörenden Technologieanbieter für Digital Audio, Podcasting und Broadcast Radio. Zum ersten Agentic Advertising Meetup in Deutschland kam Ben nach Hamburg. ADZINE sprach mit ihm über die Chancen für das Open Web, über die Nachteile klassischer Medien und darüber, wie sich ein offener Standard finanzieren lässt. »
Bild: Samuel Ramos – Unsplash Generative KI verändert, wie wir Informationen suchen und welche Quellen in Antworten sichtbar werden. Für Publisher und Werbetreibende gewinnt damit auch die maschinelle Rezeption von Content an Bedeutung. Im Interview erklären Carolin Valentin, Head of Brand Stories, und Stefan Betzold, Chief Digital & Product Officer bei BCN, wie sich Native Advertising unter diesen Bedingungen verändert, welche Rolle GEO dabei spielt und was hinter der Idee eines „Native für Bots“ steckt. »
Bild: Kevin Andre – Unsplash Connected TV (CTV) bringt Werbekontakte mit digitalen Targeting-Spielarten auf den großen Screen, doch der Bildschirm allein sagt wenig darüber aus, ob eine Botschaft in der jeweiligen Nutzungssituation tatsächlich funktioniert. Wer Personen über CTV, Mobile und Desktop erreichen will, stößt zudem schnell an die Grenzen klassischer Zielgruppen- und Kanalplanung. Im Interview erklärt Niklas Sonnenschein, Group Digital Director von Gum Gum, wie Kontext-, Attention- und Performance-Signale zusammenspielen, wann man mit Cross-Screen-Erkennung nicht mehr weiterkommt und warum der konkrete Moment für die Aussteuerung in der Mediaplanung an Bedeutung gewinnt. »
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Bild: Arti Om – Adobe Stock, Bild: Arti Om – Adobe Stock Die Vision ist da, erste Agents und Anwendungen auch. Doch was genau unter „Agentic Advertising“ zu verstehen ist und welche Protokolle künftig welche Aufgaben übernehmen, ist noch nicht geklärt. Beim ersten Agentic Advertising Meetup in Deutschland ging es deshalb vor allem um eines: den Schritt von der Theorie in die Praxis. »
Bild: Vision Studio – Adobe Stock, Bild: Vision Studio – Adobe Stock
Viele Advertiser greifen im Retargeting auf mehrere Demand-Side-Plattformen (DSP) parallel zurück, um zusätzliche Reichweite und Conversions zu erzielen. Dabei ist oft unklar, ob die Technologien tatsächlich zusätzliche Wirkung liefern oder vor allem dieselben Nutzer:innen und Auktionen bearbeiten. Im Interview erklärt Daniel Volož, Managing Director DACH von RTB House, woran sich Kannibalisierung erkennen lässt, wie sich mehrere Plattformen sinnvoll steuern lassen und warum unabhängige Attribution und Inkrementalitätstests dafür zentral sind. »
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