Liebe ADZINE-Community,
wer optimiert, braucht ein Ziel. Das ist zunächst nur eine Binsenweisheit und klingt banal, wird in der Digitalwerbung aber auf einmal kompliziert. Denn ein günstiger Kontakt kann wertlos sein und ein teurer Kontakt sehr gut – und eine exzellent laufende KI kann hervorragend auf die falsche Kennzahl hinarbeiten.
Unser Stück zur Videoqualität nimmt sich dieses Problems an. Noch vor dem Gebot liefern Umfeld, Screen, Supply Path oder historische Performance Hinweise darauf, was ein Kontakt wert sein könnte. Ob sich ein höherer Preis am Ende bezahlt macht, lässt sich allerdings oft erst hinterher beurteilen. Unsere Expertinnen und Experten nehmen daraufhin im Artikel den Status quo des Bewegtbild-Inventars und die beste Herangehensweise beim Mediaeinkauf unter die Lupe.
Der Agenturler Marcus Liprecht schaut in seinem Gastbeitrag auf dieselbe Frage aus der Perspektive des Performance Marketings. Hier optimieren Plattformen konsequent auf die Signale, die Advertiser ihnen geben. Ist das Ziel schlecht gewählt oder die Conversion falsch definiert, wird eben auch dieser Fehler effizienter verarbeitet. Die Arbeit beginnt deshalb schon beim Aufsetzen des Trackings und bei der Definition, welche Daten überhaupt in die Optimierung einfließen dürfen.
Im Interview mit Tom Laband von Adsquare endet diese Suche schließlich im stationären Handel. Digitale Impressions lassen sich super zählen, doch für viele Händler fällt die relevante Entscheidung weiterhin offline im Geschäft. Die Verbindung von Store-Visits und Transaktionsdaten soll zeigen, was nach dem Werbekontakt tatsächlich passiert.
Dieses Mal war die Suche nach der Klammer unseres Weeklys dankbar, weil sie so offensichtlich ist: Optimierung ist nur so sinnvoll wie das Ziel, auf das sie zuläuft.
Wir wünschen trotz der Binsenweisheit eine spannende Lektüre!
Anton Priebe, Chefredakteur ADZINE