Adzine Klassik Rebrush - Newsletter
Julia Savchenko | istockphoto
ADZINE – MAGAZIN FÜR ONLINE-MARKETING | KONTAKT: REDAKTION@ADZINE.DE | WERBEN AUF ADZINE: TEL 0221 - 7 09 96 61 | MEDIA@ADZINE.DE

AUSGABE KW 32 – 09.08.2012

Twitter  Facebook Fanpage  RSS-Feed

THEMEN

 Pfeil Online Publishing: Mediengruppe Klambt: „Print first, Ladies first“  Pfeil Web Analytics:  Die zwei Seiten der Medaille: Web- und App-Analyse JOBS TERMINE


Online Publishing

Mediengruppe Klambt: „Print first, Ladies first“

Sandra Goetz, Autorin

Mediengruppe Klambt: „Print first, Ladies first“
Sandra Goetz

Am 15. August startet ein neues, ambitioniertes Projekt der Mediengruppe Klambt. Zeitgleich mit dem Frauentitel „Flair“ wird die Webseite www.flair-magazin.de gelaunched. Das Monatsmagazin und der Webauftritt verbinden das Zusammenspiel von Fashion und Interieur. Social Media spielt schon jetzt eine wichtige Rolle.


Verantwortlich für den redaktionellen Inhalt ist Chefredakteur Klaus Dahm, der zuvor OK! und Grazia auf die Überholspur brachte. Auf Verlagsseite steht Kai Rose als geschäftsführender Gesellschafter in der Verantwortung.

Die ersten beruflichen Meriten holte sich Kai Rose als Marketingmanager bei der Suchmaschine Fireball, dem verstorbenen Internetpionier Lycos Europe und bei Web.de. Nur wenige wussten, dass der diplomierte Betriebswirt aus Speyer aus der Verlegerdynastie des Klambt Verlags stammt. Seit zehn Jahren leiten Kai Rose und sein älterer Bruder Lars Joachim das Traditionsunternehmen, welches im 19. Jahrhundert gegründet wurde. Die Standorte sind neben Speyer Baden-Baden, Nürnberg, Berlin und Hamburg.

Den ersten Coup der jüngeren Verlagsgeschichte legte das Unternehmen, welches sonst mit Publikationen wie „7 Tage“, „Welt der Frau“, aber auch Rätsel-, Astro- und Rezeptheften sein Geld verdient, als sie „IN – Das Star und Style Magazin“ auf den Markt brachten. Als Chefredakteurin und Herausgeberin fungiert die Schwester von Lars Joachim und Kai, Ingrid. Mit OK! und Grazia folgten weitere Zeitschriften, die den People-, Gossip- und Fashion-Markt nachhaltig aufmischten und für das Segment sogar einen ordentlichen Netzauftritt haben.

Wir sprachen mit Kai Rose und Jonas Schmieder, Leiter Unternehmensentwicklung, in der Hamburger Dependance der Mediengruppe Klambt.

Adzine: Nach IN, OK! und Grazia kommt Flair. Worauf setzt Klambt zukünftig mehr. Auf Print oder Online?

Kai Rose
Kai Rose
Kai Rose: Unser Verlagsmotto und unsere Strategie heißt „Print first, Ladies first“. In den letzten zehn, zwölf Jahren haben wir anfänglich eher unbeachtet unseren Marktanteil mehr als verdreifacht. „Print first“ bleibt dabei unsere Hauptstrategie. Wir wissen natürlich, dass wir uns in der digitalen Welt in den nächsten Jahren Marktanteile erobern müssen, und werden uns der Herausforderung stellen.

Adzine: Wenn wir uns „Adel aktuell“, „Frau mit Herz“ oder auch „Heim und Welt“ – um nur einige Titel aus Ihrem Portfolio zu nennen – anschauen, scheint die Zielgruppe recht alt zu sein – zu alt für digital? Soll es Flair & Co nun richten?

Kai Rose: Das kann man so nicht sagen. Die Nutzung von digitalen Angeboten ist, wie wir zunehmend wissen, altersunabhängig. Es hängt viel mehr von Content, Ausrichtung oder Nutzen eines Internetauftritts ab und viel weniger vom Alter. Wir decken ein breites Angebot für unsere Zielgruppen ab und unsere Zielgruppen finden sich in unseren Angeboten auch wieder.

Jonas Schmieder: Vor fünf Jahren war das Internet noch klassischer auf dem PC fokussiert; heute läuft die Mediennutzung vermehrt über Smartphones und Tablets – hier wird die Zielgruppe breiter.

Adzine: Soll heißen, dass Sie Ihre älteren Nutzerinnen auch via Smartphones etc. erreichen?

Jonas Schmieder: Ich glaube, dass auch diese Generation nicht so weit entfernt ist, wie es dargestellt wird. Als die Verlage angefangen haben, die Inhalte in digitale Kanäle zu transferieren, hat man sich zuerst auf Medien und Titel spezialisiert, die für eine jüngere Zielgruppe ausgerichtet waren.

Adzine: Und das war nicht richtig?

Kai Rose: Man war der Ansicht, dass dies für die junge Zielgruppe getan werden müsse – die älteren waren nicht so relevant. Ich denke, dass es teilweise sogar versäumt wurde, für die älteren Zielgruppen spannende Inhalte zu produzieren.

Adzine: Und Klambt hat die ältere Zielgruppe nicht vernachlässigt?

Jonas Schmieder: Natürlich haben auch wir uns erst mal auf den Ausbau unserer Portfoliostrategie fokussiert. Dazu gehört ebenso der Ausbau der digitalen Aktivitäten zu den Print-Titeln.

Kai Rose: My Social Petwork, www.mysocialpetwork.de, ist ein Start-up aus unserem Hause, welches sich an Tierliebhaber und Tierhalter richtet. Das sind Menschen von jung bis alt.

Adzine: Was plant Klambt für Flair nun von Anfang an im digitalen Bereich?

Jonas Schmieder: Es gibt eine Facebook-Präsenz, die bereits mehr als 10.000 Fans hat. Auf der FB-Seite promoten wir den Member Club sowie ein weltweites Contributor-Netzwerk, Perlentaucher genannt, welches Highlights und Trends auf der Seite präsentiert. Ebenso gibt es eine Verlinkung zu Instagram und einen Tumblr-Blog.

Die Webseite www.flair-magazin.de geht zeitgleich zum Print-Launch am 15. August online.

Adzine: Wie kam es zu Flair?

Kai Rose: Flair ist eine Lizenz von Mondadori Mailand. Das redaktionelle Konzept von Flair Fashion & Home ist von uns entwickelt. Chefredakteur Klaus Dahm wird zusammen mit der italienischen Chefredaktion gemeinsame Mode- und Lifestylestrecken produzieren. Das ist schon einzigartig, auch in der Zusammenarbeit.

Adzine: Wird es auf flair-magazin.de Streaming-Content geben und welche Bedeutung wird Video-Advertising für die Monetarisierung haben?

Jonas Schmieder
Jonas Schmieder
Jonas Schmieder: Video-Streaming ist ein Thema, das ebenso für andere Marken unseres Hauses relevant ist. Unsere Monetarisierungsstrategie heißt Premiumvermarktung. Wir sehen beispielsweise an einem Titel wie Grazia, dass die crossmedialen Vermarktungsansätze immer relevanter werden. Damit steigt natürlich der Individualisierungsgrad dieser Kampagnen deutlich an. Letztendlich ist es eine Gesamtinszenierung der Marke über alle medialen Kanäle. Restplatzvermarktung hingegen gibt es bei uns nicht.

Adzine: Auf der B2B-Seite www.rue-du-flair.com/de/ wird das Konzept vorgestellt. Ihre Flair-Leserinnen nennen Sie Stilgruppe – was soll das heißen?

Kai Rose: Die Flair-Leserin definiert sich nicht über ihr Alter oder über soziodemografische Merkmale, mit denen wir Medienanbieter so gerne argumentieren. Sie definiert sich über ihr Stilempfinden und über die beiden Welten Fashion und Home. Das sind ihre Leidenschaften, die die Flair-Leserin vereint und die sie nach außen über ihre Kleidung und in ihrem Zuhause präsentiert.

Adzine: Gruner + Jahr hat bereits reagiert und mit „Couch“ ein Magazin gelaunched, das sich als „Das erste Wohn & Fashion Magazin“ positionieren will.

Kai Rose: Fakt ist, dass die Inszenierung von Flair Fashion & Home bereits vor einem Jahr begann und zum Launch den Höhepunkt findet. Natürlich werden auch wir beobachtet … „Couch“ hat eine sehr junge Alterspositionierung, das ist keine wirkliche Konkurrenz für Flair.

Adzine: Zurück zum Online-Marketing. Was wird es geben, TKP-basierte Werbung? Gibt es Raum für Performance-Display-Werbung?

Kai Rose: Die Kunden, die wir mit Flair ansprechen, wollen ebenso ganzheitliche Kampagnen. Das Komplettpaket beinhaltet Print, Online, Social Media, Promotion, Editorial, aber auch Display. Display Ads auf hohem Niveau und immer im Verbund mit zusätzlichen Maßnahmen.

Adzine: Welche Bedeutung wird Mobile für die Klambt Mediengruppe zukünftig haben?

Jonas Schmieder: Eine ganz entscheidende! Mobile ist ein maßgeblicher Teil der digitalen Zukunft, wenn nicht sogar die Zukunft. Das Mediennutzungsverhalten in diesem Bereich hat sich gravierend verändert. Der Konsum ist schneller geworden, Inhalte können von überall abgerufen werden. Dementsprechend werden wir die Präsenz unserer Marken hier weiter ausbauen, aber auch ganz neue Angebote und Geschäftsmodelle entwickeln.

Adzine: Herr Rose, sind Sie als ehemaliges Mitglied der Web-1.0-Ära für die Online-Visionen des Verlags zuständig?

Kai Rose: Das kann man so nicht sagen, mein Online-Know-how der 1.0-Ära ist nicht mehr ganz up to date. Dennoch habe ich noch eine starke Affinität zu Online. Wir haben gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ideen und Online-Strategien entstehen bei uns im Team und wir lassen bewusst auch Unternehmertum seitens der Mitarbeiter innerhalb unseres Unternehmens zu.

Adzine: Herr Rose, Herr Schmieder, wir danken für dieses Gespräch und wünschen viel Erfolg mit Flair und weiteren Aktivitäten, vor allem im digitalen Bereich.


Artikel weiterempfehlen    Bei Twitter empfehlen  Bei Facebook empfehlen  Bei Delicious empfehlen 




Web Analytics

Die zwei Seiten der Medaille: Web- und App-Analyse

Mario Ciccarese, Gastautor

 Die zwei Seiten der Medaille: Web- und App-Analyse
Mario Ciccarese

Im Gleichschritt mit dem Siegeszug des Smartphones hat auch die App einen festen Platz in der modernen, von Technik bestimmten Welt erhalten und dabei den einen oder anderen Entwickler zum Millionär gemacht. Doch häufig endet die Beziehung zwischen dem Entwickler und seiner App bereits nach dem Download der Applikation durch den Endnutzer. Dies liegt häufig an einer fehlenden App-Analyse-Software, die die passenden Leistungskennzahlen liefern kann und den Sicherheitsbestimmungen der Plattformbetreiber entspricht.


Dies scheint eigentlich kaum vorstellbar, ist doch die Analyse von Webseiten mittlerweile ein absolut fester Bestandteil jedes professionellen Online-Auftritts. Hier werden neben Besucherzahlen, Klickverhalten, Verweildauer, angesehenen und gekauften Artikeln gelesene Berichte und geteilte Inhalte entsprechend nach der jeweiligen Charakteristik der Webseite erfasst. Anschließend kann der Betreiber der Webseite eindeutig analysieren, wie gut oder schlecht die Prozesse und Inhalte seiner Seite angenommen werden, und dann Optimierungsmaßnahmen ableiten. Von besonderer Bedeutung ist dies, wenn die Webseite eine strategische Position im Gesamtunternehmen einnimmt.

Die Analyse der App verläuft anders als bei der Verwendung eines normalen Browsers, da eine App ein natives Programm darstellt und die aus der Webanalyse üblichen Tracking-Verfahren nicht eins zu eins zum Einsatz kommen können. Klickt man im Browser auf einen Link, dann wird eine neue eindeutig zuzuordnende URL aufgerufen und diese erfasst. Bei der App hingegen kann es passieren, dass etwa nur ein kleines Overlay eingeblendet oder eine Darstellung vergrößert wird. Um dies zu erfassen, werden bei Apps bestimmte Views oder auch Screens vom App-Anbieter über die Library definiert. Hierfür bieten professionelle Web-Analyse-Anbieter eine spezielle Tracking-Library, die in die App importiert wird. Anschließend kann an jeder beliebigen Stelle ein Tracking-Event erzeugt und dieser an die Library übergeben werden.

Da im Bereich des mobilen Trackings auf die Menge des Datenvolumens und teilweise nicht verfügbare Internetverbindungen geachtet werden muss, ist die Library mit einem Tracking-Puffer ausgestattet. Dies hat den Vorteil, dass die Übertragung zum Tracking-Server asynchron ist und nicht bei jedem "Klick" ein Event verschickt wird, sondern die Daten so lange im Puffer gespeichert werden, bis eine Übertragung sinnvoll ist. Bei verlorener Internetverbindung kann der Puffer die Events so lange speichern, bis die Verbindung wieder erfolgreich hergestellt wurde. Um das Datenvolumen minimal zu halten, werden die Tracking-Events vor dem Versenden komprimiert.

Um die Events einem Nutzungsvorgang zuzuordnen, kommt auch beim App-Tracking das aus der Webanalyse bekannte Verfahren der Session-ID zum Einsatz. Das Verwalten der Session wird dabei ebenfalls von der Tracking-Library übernommen. Ganz wichtig ist natürlich der Datenschutz bei diesen Analysen – weder die Session-ID noch andere aus der App erhobene Daten enthalten personenbezogene Daten.

Die Standardkennzahlen, die in einer App erhoben werden sollten, beantworten Fragestellungen rund um die Themen Reichweite, Content, Ziele, Usability, Client-Infos, Werbung, Shop und Warenkorb. Spezifischere Analysen beschäftigen sich beispielsweise mit Hoch- oder Querformat-Nutzung der App. Da die Optimierung der Darstellung für beide Formate mit Kosten verbunden ist, sollte der Bedarf nach dieser Zusatzunktion zuerst ermittelt werden. Des Weiteren kann man bei der App-Analyse beim Thema Reichweite bereits eine Kennzahl bilden, wenn Downloads und First Unique Visitors ins Verhältnis gesetzt werden. Somit bekommt man eine Aussage darüber, ob eine App nach dem Download überhaupt verwendet wird. Denn hohe Downloadzahlen alleine haben keinen Mehrwert für das Unternehmen, wenn die App anschließend nicht genutzt wird.

Ob App oder Web, für beide gilt, dass die Festlegung der zu analysierenden Leistungskennzahlen an den Stellenwert der Angebote innerhalb des Unternehmens und an die spezifische Natur der Angebote gebunden ist. Je komplexer die Prozesse und Ziele einer App oder einer Webseite gestaltet sind, etwa bei Shopping-Angeboten, desto wichtiger ist die richtige Auswahl der Kennzahlen, die in Reports Aussagen über den Erfolg der Webseite belegen können. Bei vielen Standardanalyselösungen werden aber nur Standardkennzahlen geliefert; daher empfiehlt sich sowohl bei der Wahl einer Web- als auch der Wahl einer App-Analyse-Software eine eingehende Beratung durch den Softwareanbieter. Dieser sollte in der Lage sein, die jeweiligen Bedürfnisse des Unternehmens zu identifizieren und dann die richtigen Kennzahlen und Reports für die Analysen zu definieren.

Gleichzeitig sollte der Speicherort der Analysedaten berücksichtigt werden – bei der Einbindung von Dritten ist der Grad der Datensicherheit nicht immer klar erkennbar. Bei sensiblen Prozessen sollte aber immer ein hoher Sicherheitsstandard zugrunde liegen. Daher empfiehlt es sich, die Analyse mit einer Software auf den eigenen Servern erfolgen zu lassen. Dies geschieht übrigens nicht nur im Interesse des Datenschutzes, sondern auch, um den Vorgaben der App-Marktplätze zu entsprechen und dort keine Zweifel an der Datenschutzkonformität der App aufkommen zu lassen.

Die erfolgreiche Analyse einer App trägt ebenso wie die Analyse von Webseiten zum fortlaufenden Erfolg der App und des Unternehmens bei. Entsprechend dem Nutzerverhalten können Inhalte, Benutzeroberfläche und Prozesse angepasst werden, sodass die App gemeinsam mit der Webseite nachweislich und belegbar zum Geschäftserfolg des gesamten Unternehmens beiträgt.

Über den Autor:
Mario Ciccarese ist Diplom-Informatiker und arbeitet seit 1991 in der IT-Branche. In den vergangenen 13 Jahren war er in unterschiedlichen Managementpositionen tätig, unter anderem sieben Jahre bei Oracle sowie bei UNIT4 Business Software und KIRP. Seit dem 01. Oktober 2011 ist Ciccarese Geschäftsführer des Esslinger Webanalyse-Spezialisten Mindlab Solutions.


Artikel weiterempfehlen    Bei Twitter empfehlen  Bei Facebook empfehlen  Bei Delicious empfehlen 




JOBS

SALES MANAGER (m/w) - München

AdJug GmbH, München

Der kontinuierliche und zielgerichtete Ausbau unseres Angebots auf dem Marktplatz steht im Mittelpunkt aller Aktivitäten. Um den weiteren Erfolg von AdJug zu forcieren suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt am Standort München eine/n

TERMINE

Seminar: Adtechnology, Ad-Operations Am 31.08.2012

Seminar: Adtechnology, Ad-Operations


Seminar: Retargeting, Remarketing, Remessaging Am 24.08.2012

Seminar: Retargeting, Remarketing, Remessaging



Sie können über diesen Link Ihre Newsletter-Einstellungen anpassen oder den Newsletter komplett abbestellen.

IMPRESSUM: Electronic Publishing Corporation Ltd. | 483 Green Lanes | GB - London N13 4BS | Company No. 5506015 | Companies House
Niederlassung Deutschland | Electronic Publishing Corporation Ltd. | NL Deutschland | Feldstraße 36 | 20357 Hamburg | e-mail: info@e-publishing-corp.com