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Online Shops machen zu wenig Offlinewerbung

02.07.2012 | Von adz_sb

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Online Shops machen zu wenig OfflinewerbungDer ECC-Konjunkturindex des IFA Köln untersucht die Werbemaßnahmen von Online-Shops. Die Hauptergebnisse für den Monat Juni: Die Online-Maßnahmen der Händler überwiegen gegenüber den Offline-Möglichkeiten wie Print und TV. Am häufigsten betreiben die befragten Shops Suchmaschinenmarketing, gefolgt von Preisvergleichsseiten und Newsletter. Die Untersuchung zeigt aber, dass die Shopper nicht unbedingt auf die gleichen Werbemittel setzen.

Der Blick auf die Online-Maßnahmen zeigt: Die Händler haben in etwa den richtigen Riecher, über welche Kanäle ihre Zielgruppen auf Shops aufmerksam werden. Dabei liegen Preisvergleichsseiten vor Suchmaschinen aber deutlich an erster Stelle. Auch Displayformate wurden von Händlerseite leicht unterschätzt: Nur gut 20 Prozent schalteten sie, gut 25 Prozent sind schon durch Banner auf Shops aufmerksam geworden.

Auffällig an der Verteilung der Werbeetats ist aber vor allem die große Zurückhaltung der Online-Händler im Offline-Bereich. Dabei sind viele Nutzer durch Offline-Anzeigen auf Shops aufmerksam geworden, im Printbereich 26,4 Prozent, in der Haushaltswerbung knapp 30 Prozent und in Katalogen gut 31 Prozent. In Katalogen aber beispielweise werben nur 9,1 Prozent der Händler.

Besonders weit klaffen diese Realitäten bei der TV-Werbung auseinander. Nur 1,3 Prozent der Shops werben im Fernsehen, der Hauptgrund sind sicherlich die vergleichsweise hohen Kosten. Lohnen würde es sich aber:  Rund 40 Prozent der Befragten Shopper sind durch einen Fernsehwerbung auf einen Online-Handel aufmerksam geworden.

Online- und Offlinewerbemaßnahmen im Vergleich. Wo der Händler wirbt und wo der Shopper die Werbung wahrnimmt.
Quelle: ECC Handel, ECC Konjunkturindex Juni 2012
Online- und Offlinewerbemaßnahmen im Vergleich. Wo der Händler wirbt und wo der Shopper die Werbung wahrnimmt. Quelle: ECC Handel, ECC Konjunkturindex Juni 2012

Zum Schluss noch gute Aussichten: Der ECC-Konjunkturindex für die aktuelle Umsatzlage der Online-Händler steigt im Juni zum ersten Mal seit drei Monaten und verbessert sich von 100,3 auf 105,9 Punkte. Rund 35 Prozent der Befragten beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage positiv oder sehr positiv. Das scheint nicht zu optimistisch, denn die Einkaufslaune der Nutzer ist auf einem Sommer-Hoch: Knapp ein Drittel der Online-Shopper beurteilt seine Ausgaben als hoch und über die Hälfte der Shopper plant auch zukünftig ähnlich viel auszugeben.

Für die Untersuchung nimmt das ECC Handeln in Zusammenarbeit mit der E-Commerce-Plattform Rakuten, Trusted Shops sowie Hermes eine monatliche Online-Befragung vor. Teilnehmen können alle Online-Händler und –Shopper, momentan sind es ungefähr 700 Shops und 1.700 User.

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