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So erreichen Sie Ihre Zielgruppe unterwegs

15.06.2007 | Von Nico Zorn

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So erreichen Sie Ihre Zielgruppe unterwegsBei vielen Geschäftsleuten hat sich die mobile E-Mail-Nutzung dank Blackberrys, Pocket PCs und Co. mittlerweile fest etabliert, während Privatkunden lange Zeit von den astronomisch hohen Preisen für die mobile E-Mail-Nutzung abgeschreckt wurden. Seit 2006 ist mit günstigen Tarifen jedoch auch hier Bewegung in den Markt gekommen. Gleichzeitig werden immer mehr mobile Endgeräte mit einfach zu bedienender E-Mail-Software ausgestattet und auch die großen Player wie Google und Yahoo! haben mobile Versionen ihrer E-Mail-Produkte auf den Markt gebracht.

Weiter sinkende Datentarife vorausgesetzt, wird sich die mobile E-Mail-Nutzung in der nächsten Zeit zum Massenmarkt entwickeln. Die nach wie vor hohen Kosten für den SMS-Versand könnten dazu führen, dass sich die mobile E-Mail auch bei jugendlichen Zielgruppen relativ schnell verbreitet, denn eine via GPRS verschickte E-Mail ist in den meisten Tarifen wesentlich günstiger als eine SMS oder MMS.

Geschäftskunden und Early Adopters (Verbraucher, die zu einem sehr frühen Zeitpunkt neue Produkte erwerben) greifen schon heute unterwegs auf ihre E-Mails zu – Nutzergruppen, die für viele Unternehmen besonders interessant sind. Gründe genug, um sich Gedanken darüber zu machen, wie die eigene E-Mail-Marketing-Strategie auf die steigende Anzahl an mobilen E-Mail-Usern ausgerichtet werden kann.

Tipps für das Mobile E-Mail-Marketing

Analysieren Sie, wie viel Prozent Ihrer Zielgruppe unterwegs E-Mail nutzt - beispielsweise mit einer Kundenbefragung oder einem Voting auf Ihrer Website.

Je nach Zielgruppe kann es sich lohnen, bereits während der Newsletteranmeldung nach der mobilen E-Mail-Nutzung zu fragen und neben Text und HTML ein weiteres Format für Handys und PDAs anzubieten. Bei entsprechender Nachfrage können Sie dann einen separaten Newsletter für mobile Endgeräte verschicken.

Bieten Sie - sofern noch nicht vorhanden - eine Plaintextversion Ihres Newsletters an, denn die meisten mobilen Endgeräte können bislang noch keine HTML-Mails darstellen.

Testen Sie, wie Ihr Newsletter auf mobilen Endgeräten (Blackberry, Symbian OS, Windows Mobile) dargestellt wird.

E-Mails werden selten vollständig gelesen, sondern meist nur überflogen. Das gilt umso mehr für mobile Mails, da hier die Darstellungsmöglichkeiten aufgrund der kleinen Displays beschränkt sind. Sofern Sie E-Mails gezielt an mobile Endgeräte verschicken, sollte der Text nicht mehr als zwei oder drei Absätze haben.


Schenken Sie beim Texten Ihrer Betreffzeile den ersten Zeichen besondere Aufmerksamkeit. Blackberrys zeigen im Posteingang lediglich 10 Zeichen an, bei Windows Mobile-basierten Endgeräten sind es immerhin 39 Zeichen. Schaffen Sie es, mit den ersten Worten der Betreffzeile das Interesse bei den Empfängern zu wecken?

Halten Sie die Zeichenanzahl der Links möglichst gering, damit sie auch auf kleinen Displays korrekt dargestellt werden können.

Wie immer gilt: Die wichtigsten Informationen sollten „above the fold“ stehen, das heißt, ohne dass der Bildschirm gescrollt werden muss. Im mobilen Kontext bedeutet das: Die ersten zwei bis drei Sätze sollten bereits die wichtigsten Informationen enthalten.

Denken Sie auch daran, einen Rückkanal für mobile User anzubieten, denn das Web ist unterwegs - wenn überhaupt - nur eingeschränkt verfügbar. So kann es beispielsweise Sinn machen, die Telefonnummer prominent in der E-Mail zu platzieren und eine für mobile Endgeräte angepasste Landing Page zu erstellen.

Überprüfen Sie, ob sich die Abonnenten auch unterwegs von Ihrem Newsletter abmelden können. Wenn sich der User zur Abmeldung zum Beispiel zuerst auf Ihrer Website einloggen muss, wird dies häufig nicht möglich sein. Eine Abmeldung via One-Click-Unsubscribe wird hingegen in der Regel auch mobil funktionieren.

Natürlich gilt auch für das mobile E-Mail-Marketing: Ihre Nachricht muss unbedingt erwünscht und relevant sein, denn unangeforderte Werbung stört auf einem Blackberry noch viel mehr als auf einem Desktop PC.

Nico Zorn

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