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ADZINE – MAGAZIN FÜR ONLINE-MARKETING | KONTAKT: REDAKTION@ADZINE.DE | WERBEN AUF ADZINE: TEL 0221 - 7 09 96 61 | MEDIA@ADZINE.DE 06. Juni 2011 | ADZINE INSIDER | Social Media Marketing Wie Kunden über Social Media selbst zum Werbeträger werdenVON Maximilian Rapp
Während das viel zitierte „The Force“-Video von VW immer größere Kreise im Web zieht und die Klick-Rate bei YouTube sowie die Facebook-Share-Funktion hinsichtlich der Super-Bowl-Werbung förmlich explodiert, sehen sich eine Vielzahl an Großunternehmen dem Druck ausgesetzt, den Zeichen der Zeit zu folgen. Ohne Innovation kein Viral BuzzAuch traditionelle Geschäftsführungen können sich dem schier unendlichen Potenzial von Social Media und Web 2.0 nicht mehr entziehen und suchen zunehmend nach Lösungen, ihr Unternehmen in ein innovativeres Licht zu rücken. Dem Strom folgend, positionieren sie sich bei sozialen Netzwerken wie Facebook, um in irgendeiner Form ein Stück vom Social-Media-Kuchen abzubekommen. Erst nach der Positionierung stellt sich allerdings oftmals die Frage, wie man nun genügend Content um die Marke herum generieren kann. Doch heute reicht es nicht mehr, nur im Web 2.0 vertreten zu sein, vielmehr muss man aktiv partizipieren, denn es gilt: Ohne Innovation kein Viral Buzz. Open-Innovation AnsätzeSchon länger stehen Open-Innovation-Ansätze bei Großunternehmen hoch im Kurs, in deren Rahmen man die Endkunden in den Produktentwicklungsprozess einbindet. Das Phänomen Customization ist heute aus den Köpfen der Kunden nicht mehr wegzudenken. Ob nun ein selbst kreiertes T-Shirt von Spreadshirt oder ein individuell designter Schuh durch einen Online-Konfigurator bei Nike, die Kunden wollen in den Entwicklungsprozess integriert werden. Und das lohnt sich für beide Parteien. Zufriedene Kunden, höhere Absätze und mehr Gewinn sind größtenteils die Folgen für die Unternehmen, welche auf Innovation setzen. Damit sich aber diese Crowd-Sourcing-Plattformen auch im Netz viral verbreiten, sodass User den Content via Web 2.0 sharen und somit Awareness bei den Konsumenten generieren, müssen einige Erfolgsfaktoren berücksichtigt werden. Denn auch im Social-Media-Bereich gilt die altbekannte Devise: „Von nichts kommt nichts“. Während hierbei von einer Vielzahl an Faktoren die Rede ist, sollen im Folgenden die vier bedeutendsten kurz vorgestellt werden: 1. AuswahlDie Auswahl der Thematik für eine Social-Media-Kampagne in Form einer Crowd-Sourcing-Plattform muss dabei bis ins kleinste Detail durchdacht werden. Hierbei ist es enorm wichtig, eine breite Masse anzusprechen. Durch die Auswahl der Thematik darf somit nicht bereits ein bestimmter Teil der Rezipienten ausgeschlossen werden. Online-Plattformen hängen enorm von Verbreitungsmechanismen ab, die insbesondere durch die User selber genutzt werden müssen, um einen großen Erfolg der Kampagne zu gewährleisten. Nicht jedes Thema ist darüber hinaus als „sharebar“ einzustufen. Einen besonders sharebaren Charakter scheinen erfahrungsgemäß Themen aufzuweisen, die sich beispielsweise in einem humorvollen bzw. kreativen Rahmen befinden. 2. UsabilityDie Benutzerfreundlichkeit der Plattform spielt ebenfalls eine elementare Rolle, wohlwissend, dass eine zu komplexe Kampagne viele User schnell von der Plattform wegbewegt. Der erste Eindruck ist nach wie vor der wichtigste, d. h., dass bei komplizierter Usability potenzielle aktive Nutzer vertrieben werden, bevor sie sich überhaupt einen generellen Überblick verschaffen konnten. Hierbei werden nach wie vor oft scheinbar ausgestorbene Fehler, wie überladene Seiten oder unattraktives Design, gemacht. 3. IncentivierungEine weitere besondere Stellung nimmt zudem die Incentivierung der Teilnehmer ein. Die User müssen einen bestimmten Mehrwert aus ihrer aktiven Teilnahme ziehen, ansonsten fehlt ihnen die Motivation, Zeit dafür aufzuwenden. Während dieser Mehrwert beim Eigendesign von Schuhen und T-Shirts offensichtlich ist, muss bei Ideenwettbewerben der Anreiz einer Entlohnung geschaffen werden, damit sich der Teilnehmer auch weiterhin aktiv auf der Plattform bewegt. Je ausgefallener und exklusiver die Preise, desto mehr Interesse besteht im Regelfall. Einfallslose Geldpreise scheinen hier veraltet. 4. PlattformmanagementDas Plattformmanagement darf in diesem Kontext nicht vernachlässigt bzw. unterschätzt werden. Die Kunden und User sind mittlerweile sensibel für standardisierte Plattformen. Sie merken sofort, wenn die Plattform ins Leben gerufen wird und danach intensive Bemühungen seitens der Initiatoren ausbleiben, Fehler zu verbessern, neue Ideen auf der Seite zu realisieren oder aufkommende Fragen zu beantworten. So einfach diese Faktoren für viele klingen mögen, umso erstaunlicher ist es, wie oft einige von ihnen immer wieder missachtet werden. Finden diese allerdings Berücksichtigung, so assoziieren die Konsumenten die Plattform positiv mit dem Firmennamen. Und genau das ist es, was die User auch im Hinterkopf behalten. Ist erst einmal der positive Rahmen geschaffen und die Kunden besitzen das Gefühl, dass ihre Meinung wirklich zählt, so kommt der Viral Buzz fast von alleine.
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